Bald, nämlich am 12./13. Juni, ist Pfingsten. Mein Männchen bezeichnet sich selbst als Agnostiker. Ich, die eine christliche Erziehung auf dem Land genossen habe, will ihn testen, was er noch alles weiß vom Religionsunterricht.
Ich: „Bald ist ja Pfingsten. Na, weißt du, was an Pfingsten gefeiert wird?“
Das Männchen überlegt.
M: „Der Geburtstag vom Pfingstochsen.“
Ich: „… Ähm. Nein?“
Wie kommt der denn DA drauf?????????????
Männchen überlegt weiter.
M: „Hm… Ach, die Wiederauferstehung, oder?“
Ich gebe zu, ich zögere kurz, sage dann aber entschieden:
Ich: „Nee, das ist doch Ostern!“
M: „Hm, aber es hat was mit Palmenwedeln zu tun.“
Ich: „Das ist Palmsonntag. Wobei… ich weiß grad gar nicht, wann der ist und wofür.“
Ich schäme mich kurz, fahre dann aber fort.
Ich: „Na auf jeden Fall kam an Pfingsten der Heilige Geist auf die Menschheit herab.“
M: „Das hört sich ja total gruselig an.“
Ich: „Er war in Gestalt einer Taube.“
M: „Das macht’s nicht besser!“
Ich: „Er war in Gestalt einer Taube und hat jedem, der nicht an Gott geglaubt hat, auf den Kopf gekackt.“
Sorry, da ist's mit mir durchgegangen. Bot sich aber einfach an, diesen ungläubigen, irgendwann im Fegefeuer schmorenden Kerl zu verarschen. Wobei er das mit dem Kacken dann ja doch nicht geglaubt hat.
Übrigens: Für die nicht Glaubensstarken hab ich mal gegoogelt. Palmsonntag ist der letzte Sonntag der Fastenzeit, der Sonntag vor Ostern. Und das Wort für Pfingsten kommt von dem altgriechischen Wort „pentecoste“ (= 50.), weil die Entsendung des Heiligen Geistes am 50. Tag nach Ostern geschah. Jetzt bin ich wieder voll dabei!
Äähm, hüstel... Misanthropie und Glaubensstärke, das widerspricht sich irgendwie... *kopfkratz*
AntwortenLöschenIch halte es in Glaubensdingen eher mit deinem agnostischen Männchen und feiere 2 Tage lang den Geburtstag des Pfingstochsen, den Anlaß kann ich mir einfach besser merken als altgriechische Erläuterungen. :mrgreen:
agnostische Grüße von Christina
Wer sagt, ich sei glaubensstark? Als Kind kann man sich einer christlichen Erziehung nunmal leider nicht entziehen. Was man dann davon als Erwachsene hält, ist eine ganz andere Sache... Würde ich tatsächliche Glaubensstärke haben, hätte ich nicht googeln müssen. Und ICH feiere Pfingsten ja mal gar nicht, auch nicht den Geburtstag des Pfingstochsen. ;-) Ich feier nur, dass uns die Christenheit mal wieder einen freien Tag beschert hat, he he.
AntwortenLöschen*lach* Schön geflunkert
AntwortenLöschenWas es mit Pfingsten auf sich hat, kann, will & muss sich keiner merken.
AntwortenLöschenDa gibt's schließlich keine Geschenke...
Meine beste Freundin verzichtet seit mehreren Jahren in der Fastenzeit auf Schokolade; ich frage sie auch jedes Mal wieder mehrfach, wie lange, seit wann und wozu sie das nochmal macht... Sie übt sich allerdings in sehr christlicher Nachsicht und verzeiht mir mein Heidentum.
AntwortenLöschenWobei das Fasten ja schon mittlerweile zu einer Art Volkssport um Ostern herum mutiert ist. Machen mittlerweile auch Leute mit, denen es nicht um den religiösen Aspekt geht, sondern die sonst einfach zu viele Süßigkeiten futtern und sich scheinbar besser fühlen, wenn sie mal ein paar Wochen drauf verzichten. Das kann man aber meiner Meinung nach auch zu jeder anderen Zeit im Jahr. Ich persönlich habe noch nie gefastet. ;-)
AntwortenLöschenWobei ich zugeben muss dass ich den Gedanken nachvollziehen kann; sich in irgendeiner Form einen greifbaren Rahmen zu stecken um irgendwas bleiben zu lassen ist wahrscheinlich leichter als es 'einfach mal so' zu machen... (Ich hab's auch nicht so mit dem Fasten, in keinerlei Hinsicht. Ich bin die personifizierte Maßlosigkeit.)
AntwortenLöschen