29. Juli 2011

Angriff der Killerpenisse

Wird der Plural von Penis überhaupt mit zwei "s" geschrieben? Gute Frage...

Jedenfalls, ich guck gerade eine dieser zahlreichen Zoosendungen, und da wurden gerade Mulle gezeigt. Und da fiel mir spontan auf, dass Nacktmulle aussehen wie Killerpenisse. Findet ihr nicht auch?!


Also ich bin ja prinzipiell eine sehr große Tierliebhaberin, aber bei diesen Kerlchen rollen sich mir schon ein bisschen die Zehennägel hoch...

Unverhoffter Geldsegen

Bei der Überschrift vermutet ihr wahrscheinlich, dass ich im Lotto gewonnen oder geerbt habe. Trifft leider beides nicht zu.

Wie ihr ja wisst, bin ich seit Studiumsende auf der Suche nach einem Job. So lange krieche ich mit einem kleinen Nebenjob bei meinem Prof rum, dessen Ertrag niedriger ist als mein Mietanteil (Den das liebe Männchen mit seinem Ingenieursgehalt übernimmt.) und mit dem ich gerade mal Krankenversicherung und diverse Lebensmitteleinkäufe stemmen kann.

Vorgestern bat mich die Sekretärin, meinen Prof ganz dringend zu Hause anzurufen. Mir ging erstmal die Muffe, da ich dachte, er wäre wegen der 5 Trillionen Fehlstunden, die ich bislang aufgehäuft habe, sauer oder sowas. Da ich die aber niemandem vorrechnen muss, kann er das eigentlich nicht wissen.

Nun denn. Er erzählte mir aufgeregt, dass er eine neue Mittelzuweisung bekommen hat, die er nun unbedingt ausgeben müsse, und deshalb - wenn ich denn wolle und könne - sollte ich unbedingt meine Stunden aufstocken. Gesagt, getan. Ab jetzt bis zum Ende des Jahres bin ich als Halbtagskraft angestellt, was mir endlich mal soviel Geld einbringt, dass ich wieder Miete mitzahlen kann. Woohoo!

Na gut, dafür muss ich auch ab jetzt Sozialabgaben zahlen, da ich über 400 € komme. Und wenn man dann mal die Sozialabgaben abzieht und dann berücksichtigt, dass ich nun wieder Miete zahle, bleiben mir bei 57 Stunden Mehrarbeit im Monat effektiv gerade mal 100 € mehr im Monat auf dem Konto. Ein sehr schlechter Stundenlohn, aber so darf man das natürlich nicht sehen. Dafür bin ich wieder etwas unabhängiger und wer weiß, wohin mich der Job am Ende führen kann. (Vermutlich nirgendwohin, da mein eigenbrötlerischer Prof bald in Rente geht und mit allen anderen Profs zerstritten ist.)

Aber hey: Ein paar Öcken mehr im Monat, so ist nun mein Lebensunterhalt mindestens für dieses Jahr gerettet!

22. Juli 2011

Heimatbesuche

So weit wohnen meine Eltern gar nicht weg, eigentlich nur 25 km. Man sollte meinen, ich würde sie ständig sehen. Zeitweise ist das auch durchaus der Fall. Aber manchmal besuche ich sie sehr selten, auch dann nicht, wenn mein Neffe, mein Patenkind da ist. Anfangs, als er noch klein und unschuldig war, da konnte ich nicht genug von ihm kriegen. Aber jetzt hat er einen eigenen Willen und gerade seine Kreischphase. Meine Devise lautet: "An die ersten paar Lebensjahre kann man sich später eh nicht mehr erinnern. Ich steige dann erst später ein."

Nun musste ich aber dringend was aus dem Elternhaus holen, ein Besuch war also nicht mehr zu vermeiden. Och, dachte ich mir, ich war nun schon wochenlang nicht mehr da, wird ja vielleicht doch ganz nett.

Man muss wissen, wir sind keine Kuschel-haben-uns-lieb-Familie. Wir sind auch keine Zank-Familie. Aber bei uns herrscht ein etwas rauerer Ton. Da sagt man schonmal zur Schwester "Halt doch mal das Maul." - und die Schwester nimmt einem das nichtmal krumm. Warum auch? Das ist normaler Umgang in unseren vier Wänden (und zum Glück auch nur dort).

Kaum zu Hause angekommen, stresste meine Mutter schon wieder rum. Ich bin ja schon immer latent aggressiv, aber meine Mutter kam scheinbar völlig ohne Nervenstränge zur Welt und ist permanent fuchsig. Mein Vater verzog sich nach dem Essen wohlwissentlich in den Garten und pennte, das geht ja jetzt so als Rentner. Ich beschloss, "Kallwass" zu gucken, denn in unserer Wohnung ist schon seit Wochen der TV im Arsch. Allerdings ist mein Vater der Einzige in der Familie, der den heimischen Fernseher anschalten kann. Das ist kein Witz - der Mann hat es tatsächlich geschafft, den TV mit anderen Geräten so zu verbinden, dass man nun bei 4 verschiedenen Fernbedienungen eine bestimmte Tastenabfolge drücken muss, um den Fernseher und den Receiver anzubekommen. Ja, mein Vater hat öfter solche Ideen, er ist ja auch nachweislich einer der größten Pfuscher auf Gottes Erde. Ihn aber zu wecken, damit er den TV anstellt - da kann ich mich gleich mit Honig einschmieren und vor einem hungrigen Braunbären Sirtaki tanzen. Also kein "Kallwass"...

Dafür flackte sich meine älteste Schwester, die gerade zu Besuch war, erledigt von ihrem Kreischkind, auf die Couch und hielt mir von dort aus einen ewig langen Vortrag darüber, dass ich wahnsinnig faul sei, weil ich nicht wie sie (die nachweislich unter einem krankhaften Putzzwang leidet) jeden Tag meine Bude putze. Und überhaupt, wann ich das letzte Mal die Fenster sauber gemacht hätte, und ich solle nicht jeden Tag die ganze Zeit vor dem PC sitzen, Menschen, die vor dem PC sitzen, tun den ganzen Tag gar nichts, blablabla. Dass ihr Freund momentan das ganze Haushaltseinkommen mit seinem Job als - Achtung! - Informatiker beibringt, lassen wir mal unter den Tisch fallen bei dieser Behauptung...

Als meine andere Schwester dazustieß - denn ich bin gleich mit zwei gestraft -, begrüßte sie mich mit den warmherzigen Worten: "Du kannst auch mal zum Friseur, du siehst aus wie Jesus nach einer Geschlechtsumwandlung."

Und das Schlimme ist: So geht das immer.

Was war ich froh, als ich wieder in meinen eigenen vier Wänden war. Ich frage mich nach jedem Heimatbesuch immer und immer wieder, wie ich diese Kiste mehr als 18 Jahre überleben konnte?...

20. Juli 2011

Sixpack Dei

Unser Fernseher hat die Grätsche gemacht, und seitdem ist mein Leben trist und leer. Da mir die Hintergrundbeschallung irre abgeht, habe ich mal auf meiner Festplatte gestöbert, welch unterhaltsame Serien ich denn in grauer Vergangenheit aufgenommen habe für den Ordner "Das gucke ich, wenn ich mal ganz viel Zeit habe". Und da fiel mein Blick auf "Lasko"!

Nach zwei Folgen stellte ich mir folgende Frage: Warum heißt "Lasko - Die Faust Gottes" eigentlich nicht "Lasko - Das Sixpack Gottes"? Es ist doch mehr als eindeutig, dass die Bauchmuskulatur des namensgebenden Protagonisten viel wichtiger ist als die Handlung an sich. Oder wieso passiert es immer wieder, dass der junge, schneidige Lasko beim Kämpfen seine Kutte verliert und - hoppla! - plötzlich oben ohne weiterkämpfen muss? Ist dem moppeligen Gladius noch nie passiert! Oder dass die weiblichen Nebencharaktere immer kurz vorm Orgasmus sind, wenn sie dem feschen Lasko auf den Oberkörper in die Augen gucken? Und Lasko dann immer so: "Och... miep... ich bin der brave Bruder Lasko, ich darf ja nicht mit Frauen, ich hab da so ein Gelöbnis abgelegt... was guckst du mich so an?" und guckt wie ein kleiner Welpe und zuckt aber auch nicht zurück, wenn da irgendeine sabbernde Tussi ihm gleich die Zunge in den Hals stecken will. Da muss dann immer der Slapstick-Gladius reinstürzen und "Oh..." machen, die Frau hüpft dann völlig beschämt weg und Lasko macht nur "Miep... was ist denn? ICH hab nix gemacht... lalala... ich bin doch nur lieb zu Allen."

Ich gebe zu - Lasko würde ich auch nicht von der Bettkante schubsen... Und nachdem meist die Frauen in den Medien halbnackt zur Befriedigung der Männer präsentiert werden, ist so eine männerfeindliche Serie ja auch längst überfällig (Nachdem man "Hercules" schon lange abgesetzt hat...). Aber muss es denn gleich SO plump sein?

Wieso wurde die Serie eigentlich eingestellt? An mangelnden ZuschauerINNEN kann's doch wohl nicht gelegen haben, oder?

18. Juli 2011

Bewerbungsfrust - Update

Ich habe gerade von einem Bekannten gehört, dass er über den internen Buschfunk hörte, dass die tolle Stelle, von der ich vorhin erzählt habe, bereits von Anfang an intern vergeben und die Jobanzeige mal wieder die reinste Farce war. Sowas fuckt mich an, echt!

1. Wieso sind die Leute dann wenigstens nicht so flexibel, dass man seine Bewerbung online einreichen darf? Dann könnte man sich nämlich die Kosten für Bewerbungsmappe, Foto und Porto sparen! (Nein, ich kriege kein Geld vom Arbeitsamt, da ich nicht als arbeitssuchend gemeldet bin.) Aber nein, es geht natürlich NUR per Schneckenpost. Und dann soll man noch lauter Extrasachen mitschicken, Abstracts und so Quatsch, damit man sich auch noch richtig schön anstrengen darf.

2. Toll, mir war schon vorher klar, dass man nur was mit Vitamin B in dem Bereich kriegt, aber dass man das jetzt so hautnah miterleben darf, daran muss ich mich erst noch gewöhnen. Heißt also, dass ich mich eigentlich in dem Bereich immer nur fürn Arsch bewerben werde. Aber man gibt halt die Hoffnung nicht auf...

Bewerbungsfrust

Also ich gebe zu, ich habe bislang nur 2,5 Bewerbungen geschrieben... Und nur eine davon war wirklich auf meinen akademischen Abschluss gemünzt, die anderen sind reine "Meine Zeit, Hauptsache ich verdiene endlich mal Geld nach all der Zeit des Darbens"-Plan B-Stellen.

Aber die einzige Stelle in meinem Fachbereich - es hat mich eh gewundert, dass ich eine Anzeige gefunden habe, in der man keine abgeschlossene Promotion erwartet, das gibt's nämlich grad mal 3x im Jahr im deutschsprachigen Raum! - auf DIE war ich echt 100%ig geeignet PLUS Zusatzqualifikation durch kaufmännische Berufsausbildung. "Gut", dachte ich mir, "es gibt wohl niemanden in diesem Bereich, der NICHT durch Vitamin B an eine bezahlte Stelle rangekommen ist, also mach dir mal nicht zu viele Hoffnungen, denn wenn dir etwas fehlt, dann ist es Vitamin B. Aber das wäre ja gelacht, wenn die mich bei diesen Qualifikationen noch nichtmal einladen würden." Habe ich so gedacht... Muss dazu sagen, dass sich auf solch eine Stelle schätzungsweise 30 Leute bewerben, was ja doch überschaubar ist. Ich kann mich aber auch irren.

Nun denn. Bewerbungsschluss Anfang April. Stelle antreten sollte man ab 1.8., also in 2 Wochen. Laut Brief die Mitteilung, man werde sich nicht vor Ende Juni melden. Oha, ab Ende Juni sollen dann erstmal die Gespräch laufen, ja? Der Einsatzort ist 500 km von hier, und danke auch, wenn ich dann ca. 2 Wochen (Man braucht ja noch Zeit zum Entscheiden.) Zeit habe, mein komplettes Leben umzukrempeln und mir in einer der begehrtesten Großstädte Deutschlands eine Unterkunft suchen muss. Aber gut, so läuft das halt. Seit wann wird auf die Arbeitnehmer Rücksicht genommen? Und in dem Bereich kann man ja froh sein, wenn man überhaupt bezahlt wird - übrigens würden bei diesem Job für Vollzeit ca. 8/900 Öcken netto rausspringen... Und das als Akademiker, ja. Aber als sehr exotischer Geisteswissenschaftler kann man ja nicht wählerisch sein.

Nach der 1. Juli-Woche rief ich endlich mal in dem Saftladen an. "Ende Juni" kann man ja definieren, wie man will, aber im Juli ist das dann definitiv vorbei. Ich hatte nur die Sekretärin am Apparat und fragte freundlich nach, was denn nu Sache sei. Sie druckste herum:

S: "Ähm, ja, also... eiiiiiiigentlich ist da schon eine Entscheidung gefallen."
Ich: "Aha, ok. Und bekommt man dann denn auch noch demnächst eine Absage von Ihnen, damit man auch Bescheid weiß?"
S: "Hm, ja, aber das wird noch länger dauern."

Angesichts der Tatsache, dass man den Job in 3 Wochen antreten soll, finde ich "noch länger" ein bisschen dreist. Vermutlich will man warten, ob sich der Neue nicht doch noch als Vollpfeife entpuppt...

Ich: "Ok, aber meine Bewerbung kann ich hiermit als erledigt betrachten, oder?"
S: "Na ja, also... hm..."
Ich: "Also wenn ich bedenke, dass ich bislang noch nichtmal zu einem persönlichen Gespräch eingeladen wurde und von Ihnen 5 Monate lang nichts gehört habe, kann ich doch davon ausgehen, dass da auch nichts mehr kommt, wenn Sie sagen, dass da schon längst eine Entscheidung getroffen wurde, oder?"
S: "Hm, ... ja, eigentlich schon, ja."
Ich: "Gut, also, dann weiß ich ja jetzt, dass ich nicht mehr warten muss. Kriege ich dann trotzdem noch eine offizielle Absage von Ihnen?"
S: "Mh, ja, aber das kann noch dauern."

Na ja, spätestens am 15.8. hätte ich mir schon gedacht, dass das nix mehr wird, denn dann hätte ich ja schon 2 Wochen arbeiten müssen. Nun bin ich mal gespannt, wann denn mal die Absage kommt. Und ja, ich weiß, läuft wohl meistens so, dass man unverschämterweise ewig oder gar keine Absage kriegt, aber ich bin nach 13 Jahren wieder ganz neu dabei im Bewerbungsmarathon, und vor 13 Jahren waren die Leute einfach fairer, bilde ich mir ein, zumindest ist mir da sowas echt nie passiert. Muss mich erst mal dran gewöhnen, dass ich der räudige Türklinkenputzer mit nutzlosem Hochschulabschluss bin...

16. Juli 2011

Geschmacksverirrung

Wenn man schon länger nicht mehr bei den Eltern wohnt, kriegt man mit jedem Heimatbesuch immer mehr ein Gefühl dafür und erhält langsam aber sicher die schreckliche Erkenntnis, wie furchtbar geschmacklos sich die eigenen Erzeuger ihr Domizil eingerichtet haben. Und man fragt sich zwangsläufig: Wie konnte ich mich dort denn an die 20 Jahre aufhalten, ohne einen Schaden davongetragen zu haben oder nicht selbst an totaler Geschmacksverirrung zu erkranken?!

Deshalb bin ich bei meinem letzten Besuch einfach mal mit der Kamera heimlich durch die Zimmer geschlichen und habe ein paar Beweisfotos geschossen. Bitte nicht falsch verstehen, meine Eltern sind toll und ich liebe sie, aber es gibt da ein paar Dinge, die ich gerne völlig altruistisch an meine Geschwister abgebe, wenn wir mal die Habseligkeiten unserer Eltern erben sollten...










Und wer weiß, was das letzte Bild zeigt, gewinnt... ein anerkennendes Kopfnicken von mir!

14. Juli 2011

Männchen und ich (VI ): Hausarbeit

Gestern Abend. Ich stehe gerade eher zufällig in der Küche, mein Männchen sitzt mit ausdrucksloser Miene vor dem Fernseher.

Ich: "Kommt da gerade was Interessantes im Fernsehen?"
M gelangweilt: "Nö..."
Ich: "Super, dann könntest du mir ja vielleicht schnell helfen, die Spülschmaschine auszuräumen. Wenn wir das zu zweit machen, geht das viel schnel..."
M hektisch: "Oh, äh, doch, total spannend, muss ich gucken!"
Ich: "Aha... worum geht's denn?"
M: "Ähm... um... um... ah, um Ausnüchterungszellen! Total interessant, wollte ich immer schonmal ausprobieren!"

Ohne Worte!

Da fällt mir ein, ich muss ja noch die Spülmaschine ausräumen...

10. Juli 2011

Schahatz, ich muss dir was saaaaagen!!!


Ich bin wirklich ein vergesslicher Dapp, das muss ich zugeben. Zum Glück gibt's noch andere Verhütungsmöglichkeiten... Da kommt mir grad spontan dieser Song in den Sinn. *summ*

8. Juli 2011

Telefonische Spracherkennung - Die Pest des 21. Jahrhunderts

Ich hab's ja genialerweise gestern geschafft, mein TAN-Verfahren im Online-Banking zu sperren, aus Ungeduld und Dummheit. Kotzhaft! Nun habe ich es heute nicht zeitlich geschafft, direkt zur Bank zu gehen. Ob die Mitarbeiter mir da hätten helfen können, ist sowieso fraglich. Auch meine Kundenberaterin bekam ich nicht an den Apparat. Also musste ich direkt beim Telefon-Banking anrufen.

Am Anfang des Telefonats muss man sich mit einer Computerstimme herumplagen. Das ging dann ungefähr so:

"Guten Tag... blablabla... bitte geben Sie Ihre Kontonummer an. Wenn Sie noch kein Konto haben (Wieso sollte ich dann anrufen???), sagen Sie 'Weiter'."
Nachdem ich ja eins habe, sage ich NICHT "Weiter" und warte ab.
"Ich konnte Sie nicht verstehen. Bitte..." Der ganze Scheiß von vorne.
Ich sage meine Kontonummer auf: "6XXX4440."
"Ich habe verstanden: 6XXX44440. Ist das korrekt?"
"Neiiiiiiiin!"
"Bitte geben Sie Ihre Kontonummer erneut ein."
Ich sage sie wieder langsam und überdeutlich durch.
"Tut mir leid, ich habe Sie nicht verstanden. Bitte..."
"Mann, du Arschloch!!!!"
"Tut mir leid, das habe ich nicht verstanden."
"Ja, weil du ein Aaaaaaaaarsch bist!!!"
"Bitte geben Sie..."
Ich gebe auf und tippe die Scheißkontonummer einfach ein. Das klappt. Dann noch die Online-Banking-PIN. Mir wird erstmal mein Kontostand genannt, das ist mir doch wurscht, den kenn ich doch.
Endlich komme ich zur Auswahl. Blablabla. Ich will aber nicht meine PIN ändern, mein Tageskonto verwalten oder sonstwas. Endlich, die letzte Option "Berater" klingt so, als würde ich mit einem echten Menschen sprechen können. Ich sage: "Berater".
"Tut mir leid, das habe ich nicht verstanden."
"BE-RA-TER!!!"
"Tut mir leid, das habe ich nicht verstanden. Hier noch einmal Ihre Optionen."
Während der Aufzählung zetere ich herum. Dann nochmal: "BEEEEEE-RAAAAAA-TEEEEER!"

So, dann erstmal 9 Minuten Warteschleife. Während diese Dreckshotline mich jede Minute um 9 Cent ärmer machte, musste ich mir beschissene Tütelüt-Ohrfolter anhören und schrie regelmäßig den Computerstimmen-Mann an, der "Bitte haben Sie noch etwas Geduld, wir verbinden Sie mit dem nächsten freien Beratungsplatz." aufsagte.

Als ich endlich in die Übergangsphase - das Freizeichen, das einen Menschen aus Fleisch und Blut ankündigt -  eintrat, verkündete mir zeitgleich mein altes Scheißtelefon mit einem ohrenbetäubenden Krächzpiepgeräusch, dass der Akku alle ist. Also habe ich bei der Kundenberaterin in Eiltempo mein Anliegen runtergerattert und sie meinte, sie schaltet das frei, kein Ding. Ha! Das Gespräch an sich hat also knappe 20 Sekunden gedauert, und dafür hing ich 10 Minuten in der Warteschleife und habe wieder mindestens 5 weitere Schritte Richtung Herzinfarkt zurückgelegt. Gott, ich hasse Hotlines!

4. Juli 2011

Zur Abwechslung mal ein Witz

Es ist spät, ich hatte einen anstrengenden Tag, bin müde und völlig einfallslos. Habe mich aber gerade, warum auch immer, an einen Witz erinnert, den ich nicht nur gelungen, sondern auch sehr realistisch finde:

Wenn ein Mann mit seiner Frau auf eine Party geht, dann sagt er ...
...nach einem Jahr Ehe: "Darf ich vorstellen, meine Frau." 
...nach 10 Jahren Ehe: "Können Sie sich vorstellen, meine Frau?" 
...und nach 30 Jahren: "Können Sie sich mal vor meine Frau stellen?"

Wenn ich bedenke, wie mein Freund mich mittlerweile, im verflixten 7. Jahr (Ist das eigentlich nach dem 6. oder 7. Jahr???) manchmal anguckt, glaube ich, dass wir schon bei Stufe 2 sind...