28. Februar 2012

So schnell geht promovieren!

Man muss noch nichtmal jahrelang guttenbergen, nein, jetzt gibt es eine Möglichkeit, noch viel schneller und vor Allem billiger an einen Doktortitel ranzukommen:

http://www.groupon.de/deals/online-deal/doktortitel-kaufende/3616628?nlp&CID=DE_CRM_1_0_0_58&a=1655



Da in meinem Fachbereich ohne Doktor eigentlich nix geht und das gerade mein großes Problem ist, bin ich am Überlegen... hehe. Aber ich fürchte, es wird ziemlich schnell rauskommen, dass der Doktortitel nur gekauft und kein richtiger Doktortitel ist. Echt schade! Also nur ein Spaßgeschenk. Wäre ja auch zu einfach gewesen sonst...

Erstaunlich allerdings, dass bereits über 1500 Leute zugeschlagen haben. Bestimmt Familie und Freunde von Doktoranden, die sich einen kleinen Scherz erlauben.

Für welchen Bereich würdet ihr euch denn spontan entscheiden, wenn ihr einen Ehren-Doktortitel erhieltet? (Auf der verlinkten Seite nach unten scrollen!) Ich kann mich gerade nicht so recht entscheiden. In der engeren Auswahl stünden bei mir:
- "Doctor of Exorcisms"
- "Doctor of Divinity"
- "Doctor of Immortality"

Oder "Doctor of Motivation", aber den würde mir keiner abkaufen...

Müßiggang

Ich muss mal ein bisschen rumkotzen, es geht nicht anders. Ihr wisst ja, dass ich auf der Suche nach einem (guten, fair bezahlten, mir die Existenz auf Dauer sichernden) Job bin. Wobei "Job" so nach Larrifarri klingt, mal eben ein paar Stündchen was arbeiten. Natürlich meine ich eine Stelle, Vollzeit wär cool, auch wenn ich weiß, Vollzeit ist mittlerweile in diesem Land total out...

Momentan bin ich zum Warten verdonnert. Nichts geht. Ich warte auf 3 sehr entscheidende Antworten, doch nichts tut sich, obwohl alle bereits mehr als überfällig sind. Und noch nichtmal auf Dauer gravierend mein Leben verändern würden. Es geht lediglich um die potentiellen Zusagen für einen schlecht bezahlten Teilzeitjob, für ein kostenloses Praktikum und für die Vertragsverlängerung meines bisherigen Nebenjobs, der mich über Wasser hielt. Aber von diesen Zusagen hängt es ab, ob es mal die Tage wieder endlich weitergeht für mich. Schön, dass sich niemand entscheiden kann, geht ja nur um mein Leben!

Wenn das Mailfach "Dingeling" macht, wenn Handy oder Telefon klingeln, dann schrecke ich auf, einerseits vor Erregung, es könnte doch diesmal endlich eine der langersehnten Nachrichten sein, aber auch mit Magenschmerzen, dass die Antwort negativ ausfällt. IdR bleibt es bei dem Magengrummeln und einem dumpfen, hohlen Gefühl im Bauch - war nur ein beschissener Newsletter, ein Anruf von Mama, oder irgendjemand meldet sich, der mich auf die Palme oder noch mehr Schwierigkeiten in mein Leben bringt.

Und immer noch fehlt mir dieser Punkt, an dem ich den Arsch zusammenkneife und mal richtig aktiv werde. Wo ich vor dem Spiegel sehe und erschrecke über das, was ich sehe, und endlich die Kraft finde, alles zu ändern. Dabei bin ich schon selbst einen Schritt weiter gegangen. Nach all den Rückschlägen und Erkenntnissen, dass ich nie eine gut bezahlte Stelle finde dank Über- oder Unterqualifizierung, habe ich schweren Herzens beschlossen, meine Kröten zusammenzukratzen und es wenigstens eine Zeitlang mit Praktika zu probieren. Unbezahlt, versteht sich... Man gönnt sich ja sonst nichts. Aber auch hier sieht es mau aus. Ich kann nunmal nicht alles machen, z. B. hab ich nicht die Knete, mal eben 3 Monate ins überteuerte München zu ziehen, um dort für lau zu malochen. Oder 4 Monate nach Chicago, unbezahlt natürlich, wie es eine Freundin von mir gemacht hat. (Der Vater ist Uniprof, muss ich noch mehr sagen?)

Das Genick bricht mir am Ende wohl eine beschissene Neuregelung, die man bei manchen potentiellen Praktikumsbetrieben eingeführt hat: "Praktikum ja, aber nur für Studenten!" D.h. mit Abschluss darf ich nicht Praktikantin spielen, selbst wenn ich mich persönlich für unbezahlte Arbeit anbiedere. Dann heißt es plötzlich: "Aber nein doch, wir wollen doch niemanden ausbeuten!" In was für einer verqueren Arbeitswelt leben wir denn eigentlich?!

Nun ja, das Schlimmste an der Sache bin aber ich selbst. Ich müsste viel mehr in Aktion treten. Klinken putzen ohne Ende, mich anbiedern, mich verkaufen. Ich tue nichts davon. Nach einem frustrierenden Jahr fühle ich mich wie der letzte Dreck, der nicht einmal den Platz unter den Fingernägeln der Personaler verdient hat. Ich weiß, ich schwimme im Selbstmitleid, suhle mich darin wie ein Schwein im Dreck, und weiter bringt mich das nicht. Ich weiß es doch selbst! Ich würde mich am liebsten den ganzen Tag auf der Couch verkriechen (Was ich zugegebenermaßen auch meist tue...) und mich mit Medien eindecken, die mich von meiner Realität ablenken. Alternativ würde ich gerne einfach abhauen, weit weg. Yaks im Himalaja hüten oder in Tibet mit ner Gebetsmühle rumschlurfen, das klingt doch mal friedlich.

Wenigstens habe ich noch den Mini-Nebenjob, für den ich 1x in der Woche das Haus verlasse und der mir das Gefühl gibt, doch noch irgendwas zu taugen und gebraucht zu werden. Aber dieses Gefühl ist mir langsam schon fast fremd. Dabei weiß ich, objektiv betrachtet, dass ich vieles leisten könnte, wenn man mich nur ließe! 

Ich hoffe, ich krieg endlich mal meinen voluminösen Arsch hoch und bring mein Leben irgendwie in geregelte Bahnen. Wenn jemand weiß, wie man plötzlich wieder motiviert und selbstbewusst weitermachen kann, wenn man schon total im Sumpf der Nichtsnutzigkeit feststeckt, dann bitte her mit den grandiosen Tipps! Nur bitte keine Selbsthilfebücher, die lese ich nämlich nicht, hab hier sogar welche rumfliegen...

27. Februar 2012

Findet den Fehler!

Unterhaltung bei Facebook in einer Gruppe, in der es um Katzen geht. Wer den Fehler findet, der gewinnt... äh... neue Eindrücke von der wundervollen Welt der Orthographie!

25. Februar 2012

Das Lob der Schwiegermutter

Ich kann nur empfehlen, sich eine Finnin als Schwiegermama anzulachen. Die reden wenig und quatschen einem dementsprechend in nichts rein, sind null temperamentvoll und loben schon für Kleinigkeiten. Man muss dafür nichtmal großartig was leisten. Man muss nur Kaffee kochen können. Und dabei v. a. aufpassen, dass der Kaffee nicht zu schwach ist. Zu stark ist kein Problem, denn zu stark gibt's bei den Finnen nicht, wenn's um Kaffee geht. Und da ich selbst keinen Kaffee trinke, hab ich's nicht so mit dem Maß, also schütte ich gerne mehr Kaffeepulver in die Maschine als normal. Und allein diese Wahnsinnsleistung, einen starken Kaffee zu kochen, hat mir heute von SchwieMu den Satz beschert: "Du bist eine gute Schwiegertochter!"

Tja, wer kann, der kann!

Finnischer Kaffee, fehlen nur noch 100 ml Wasser...

23. Februar 2012

Blog-Stöckchen

Blog-Stöckchen habe ich ja erst vor Kurzem kennenlernt auf anderen Blogs, die ich so verfolge. Ich war sehr erstaunt und auch erfreut, dass ich nun auch mal eins zugeworfen bekommen habe. Nee, halt! Sogar zwei! Und das schon vor ein paar Wochen, wie ich zugeben muss. Nämlich eins von Madame Himmelblau und eins von Juliane. Das von Juliane finde ich allerdings nicht mehr in ihrem Blog. Vielleicht bin ich blind? Liebe Juliane, du darfst mir gerne nochmal das Stöckchen an die hohle Birne knallen, wenn du es noch hast!

Also kann ich nur die Fragen von Madame Himmelblau beantworten. Und ich gebe zu, ich habe mir ganz schön Zeit gelassen damit, die Stöckchen aufzuheben, da ich kein Fan von Kettenbriefen, Kettenmails etc. war und deshalb nicht so recht wusste, ob ich überhaupt mitmachen soll. Ich beantworte die Fragen, aber ich gebe das Stöckchen nicht weiter. Das erscheint mir ein guter Kompromiss. ;-)

Frage 1: Gibt es Musik, die dich zu Tränen rührt?
Na ja, wenn's Tränen des Schmerzes sein sollen, könnte ich hier viele viele Interpreten anführen: Dieter Bohlen, Scooter, Paris Hilton,... Wenn es Tränen der (Be-)Rührung sein sollen: Ja, gibt es. Das ist aber stark stimmungsabhängig bei mir. Wenn ich superdupergute Laune habe, bringen mich traurige Lieder nicht zum Weinen. Wenn ich eh schon rührig oder traurig bin, kann das leicht passieren. Dann gibt es eine Handvoll Lieder, die einfach nur so "Seufz!" sind, dass man fast nicht anders kann als ein Tränchen rauszuquetschen. Mit meinem speziellen Musikgeschmack verschone ich euch aber jetzt.

Frage 2: Findest du ein Menschenleben wertvoller als das eines Tieres?
Boah, was ist das für eine richtig schwierige, um nicht zu sagen fiese Frage? Mal ehrlich: Wer sich als Misanthropin bezeichnet, kann Menschen nicht wirklich mögen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Den Mensch als Wesen an sich halte ich für böse-blöde. Und was die Menschheit der Umwelt und den anderen Geschöpfen antut, da fehlen mir die Worte. Aber es ist alles individuell zu betrachten. Ja, ehrlich gesagt berührt es mich mehr, wenn in einem Film ein Tier stirbt, als wenn ein Mensch draufgeht. Da bin ich ehrlich. Auch weil die meisten Tiere wegen der Willkür und Arroganz des Menschen leiden und sterben müssen.
Wie ist es im real life? Nun, es hat mich mehr getroffen, als unser Familienhund nach 17 Jahren verstarb, als mein alkoholabhängiger Onkel, den ich kaum gesehen habe. Wiederum ist meine Trauer um unseren Hund sicherlich nicht zu vergleichen mit dem Verlust eines engen Familienmitgliedes auf zwei Beinen.
Aber pauschal gesagt: Jedes Leben ist wertvoll. Und die Trauer um eine Kreatur, ob Mensch oder Tier, hängt davon ab, wie sehr man an diesem Geschöpf gehängt hat. Ich würde niemals sagen, ein Tierleben sei mehr wert als ein Menschenleben. Aber andersrum würde ich das auch nie. Allerdings muss ich nun auch eingestehen, dass ich nicht vegetarisch lebe und es dementsprechend heuchlerisch wäre, überall das Tier über den Menschen zu stellen, obwohl ich Tiere sehr liebe und mich lieber für Tiere als für Menschen einsetze.
Fazit: Sauschwere Frage, die ich nicht beantworten kann.

3. Frage: Was treibt dich zur Weißglut?
Tja, wie viel Zeit habt ihr?! Ich bin leider mit einem sehr aufbrausenden Charakter gesegnet, liegt vielleicht an meinen südländischen Genen, die ich von meinem Herrn Papa in die Wiege gelegt bekam. Es ist nicht so, dass ich ständig ausflippe. Im Gegenteil - ich verhalte mich Anderen gegenüber stets besonnen und freundlich, teilweise auch sehr zurückhaltend. Doch im Inneren, da brodelt's eigentlich unablässig. Mich kann jede noch so dämliche Kleinigkeit auf 180 bringen. Ein Passant, der vor mir herschleicht und den ich nicht überholen kann. Ein falscher Handgriff, ein Stolpern, ich bin nämlich extrem tollpatschig. Wie schnell ich allerdings hochgehe, hängt auch sehr von meiner allgemeinen Zufriedenheit ab. In meiner jetzigen Lebenssituation bin ich meist ein Berserker...

4. Frage: Was magst du an dir am meisten?
Körperlich: Nichts. Na gut, meine Ohren sind ok. Mein Mund ist auch nichtssagend durchschnittlich. Alles Andere - weg damit!
Charakterlich: Och, ich bin schon nicht ganz verkehrt. Ich bin relativ inteli... inter... intell... schlau, möchte ich behaupten. Ich habe Humor und bringe meine Freunde zum Lachen. Ich habe ein hohes Gerechtigkeitsempfinden (Kann auch sehr hinderlich sein.), kann gut zuhören, bin zuverlässig, hilfsbereit und eine treue Seele, wenn man mit mir befreundet ist. Joah, das fiel mir jetzt so spontan ein.

5. Frage: Wenn du einen Wunsch frei hättest - welcher wäre das?
Boah, genauso schwierig zu beantworten wie Frage 2! Ich überlege mir sowas ja auch immer öfter, aber ich weiß es nicht. Soll man sich etwas wünschen, womit man sich selbst all seine Träume erfüllen kann? Soll man sich lieber etwas zum Wohle der Allgemeinheit wünschen? Eher Geld (zum Erfüllen der Wünsche), materielle Dinge, oder doch eher Immaterielles? Ich weiß es echt nicht. Ich wäre schon zufrieden, einen gut bezahlten Job zu haben, der mir Freude macht. Finanziell soweit zu stehen, dass ich meine Eltern unterstützen könnte. Im Lotto gewinnen und ihnen ein Häuschen auf ihre alten Tage bauen. Die Welt erkunden. Wissen, dass es allen, die ich liebe, gut geht, dass sie lange, glücklich und gesund leben. Mit einem Wunsch ist das alles eh nicht realisierbar. Und ich schätze mal, dass sich die Fee, der Dschinn oder sonstige Wunscherfüller sowieso nicht mehr bei mir blicken lassen werden...

22. Februar 2012

Liebe ist...

...wenn der Freund einen in den Arm nimmt, die Wange streichelt und dann sagt:

"Ist das Krapfenpuderzucker oder musst du dich mal wieder im Gesicht eincremen?"

21. Februar 2012

Spaß mit der Post - Teil 8302834508

Ich sag's euch, langsam habe ich diese gelben Vollpfosten echt gefressen!!! Wir sehen mal großzügig darüber hinweg, dass mittlerweile wirklich 100%(!!!) meiner Packstationssendungen an eine Filiale weitergeleitet werden und ich wirklich nicht mehr weiß, wieso ich die Packstation überhaupt noch nutzen soll. Aber wenn ich Pakete an mich liefern lasse, kommt der DHL-Mann garantiert, wenn ich nicht da bin, und dann landet das Paket in einer viel ungünstigeren Filiale, deshalb probiere ich es immer und immer wieder... Ab jetzt lasse ich es in eine andere PS liefern, die das Männchen mit dem Auto nach der Arbeit anfahren kann/soll/darf/muss, und wenn das auch nicht klappt, dann stürme ich irgendwann mal die Zentrale von DHL und schlage alles kurz und klein.

Nun, jedenfalls bin ich gestern in die Postfiliale, um mal wieder zwei umgeleitete Packstationssendungen abzuholen, vom 15. und vom 18.02. Wobei ich nur ein Päckchen erwartete und mich fragte, was wohl das 2. sein könnte.

Das wird nun vermutlich für immer ein Rätsel bleiben, denn zwei Postbeamte konnten das 2. Päckchen, das vom 15.02., auch nach mehrmaligem Suchen auf Gedeih und Verderb nicht finden. Daraufhin rief der Beamte bei der Packstationshotline an, wo man darauf bestand, dass 2 Päckchen eingebucht wurden. Die vorgeschlagene Fehlerlösung: Ich solle doch mal bei Ihnen anrufen. Hallo, geht's noch?! Was soll das bitteschön dran ändern an der ganzen Sache? Außer dass ich wieder ewig in der Warteschleife hänge und mich über die 14 Cent ärgere, die ich pro Minute aus dem Fenster werfe. Der Kollege hat doch schon alle relevanten Infos weitergegeben. Ich mailte den Idioten also lieber, um mir das Geld zu sparen.

Ich teilte ihnen mit, dass ich kein Päckchen erwarte, dass ich dementsprechend nicht wisse, wer der Absender sei und ob sie nicht irgendwie rausfinden könnten, von wem das Päckchen sein soll oder wie man nun verfahren könne. Als Antwort bekam ich zurück, dass ich dem Absender mitteilen sollte, er soll einen Nachsendeauftrag stellen. Man könne mir ansonsten nicht weiterhelfen.

Was eine super Hilfestellung! Ich weiß doch eben nicht, von wem das Päckchen sein könnte! An die Packstation lasse ich nur Bestellungen liefern, und ich habe alles, was ich in den letzten Wochen bestellt habe, zuverlässig geliefert bekommen. Um Sendungen von Bekannten, Geschenke, Gewinne oder Ähnliches kann es sich nicht handeln, da dafür ja meine Hausadresse verwendet wird.

Ich versteh's nicht. Ich erwarte nichts, insofern habe ich keinen Verlust. Aber die ganze Scheiße nervt mich schon wieder, weil mich das wieder Zeit und Nerven gekostet hat, und momentan eh nur nervige Sachen passieren. Wäre ich nicht gerade so genervt, könnte man fast drüber lachen, dass ein mysteriöses Päckchen auf ominöse Weise im Nirvana verschwindet...

13. Februar 2012

Die Beziehung im Wandel der Zeit

Man sitzt gemeinsam am Frühstückstisch. Plötzlich steht der Göttergatte auf und verlässt die Küche.

Im 1. Jahr der Beziehung, wenn man noch jung und verliebt ist:

Sie: "Wo gehst du hin?"
Er peinlich berührt: "Na ja, halt mal wo hin..."

Im 7. Beziehungsjahr:

Sie: "Wo gehst du hin?"'
Er selbstbewusst: "Kacken."

10. Februar 2012

Wenn der Postmann 1x klingelt...

...hat er wohl die Beschwerde von mir an die Post weitergeleitet bekommen. Die, die ich im Dezember aus Wut darüber geschrieben habe, dass von mir bestellte Klebetattoos für meine SchwieMu mit diesem unverwechselbaren Knick in der Mitte ankamen, weil der Postbote gerne mal die Briefe schwungvoll und total unnötig mit den Fingerspitzen in der Mitte in den Schlitz reinschiebt, wodurch alle Briefe immer hübsch gefaltet sind.

Jedenfalls klingelt's heute: "Die Post, ich hab was reingeworfen. Aber da war unten schon was drin, das ist von XY Logistics. Nicht dass Sie wieder anrufen und sich beschweren, wir hätten das so reingequetscht. Das waren die Anderen".

Ich sagte nur: "Ja, danke, ist ok."

Da ist wohl einer beleidigt... kann es ja auch nicht sagen, ob der das war, fühlte sich aber scheinbar angesprochen. Von der Stimme her war er's nicht, das war ein Älterer. Und da ich den Postboten ja persönlich gesehen habe bei seiner lustigen Knickerei, weiß ich auch, dass es nicht XY Logistics sind. Die sind dann scheinbar fürs Quetschen zuständig, während der gewöhnliche Postbote "nur" knickt. *seufz*

Die Dinger müssen ja nicht wie gemalt im Briefkasten liegen, mir ist klar, dass bei so einem doofen Wandbriefkasten manche Sachen nicht leicht reingehen. Aber mir geht's darum, dass man die Briefe nicht mit aller - unnötiger - Gewalt reinquetscht oder mutwillig zerknickt, v. a. bei Zeitschriften und eben anderen Dingen, die ich bezahlt habe. In der nächsten Wohnung werde ich darauf achten, einen riesengroßen Briefkasten zu haben. ;-)

6. Februar 2012

Bollywood - Der Abschied

Letzte Woche ging mein Bollywood-Tanzkurs zu Ende mit einer kleinen Feier, in deren Rahmen wir unsere erlernte Choreo vor Familie und Freunden zum Besten gaben.

Kurz davor erfuhr ich eher zufällig, dass bei der Feier nur Frauen erlaubt seien. Mein Männchen durfte also gar nicht zugucken! Zum Glück habe ich noch genau eine einzige Freundin hier in dieser Stadt, die prompt mitkam und meinen Auftritt filmte.

Tja, unsere Kamera ist zwar gerade mal 10 Monate alt, was sie aber nicht davon abhält, bereits jetzt schon ihren Geist so langsam aufzugeben... Nach 10 Sekunden filmte das viereckige Arschloch ohne Ton weiter, was dem Ganzen irgendwie den Zauber nahm. Die Qualität war auch sehr bescheiden, ständig waren die Bewegungen sehr abgehakt, und das bei einer Wahnsinngsgröße von 1 GB!!! Meinem Männchen konnte ich dementsprechend nur ein holpriges, musikloses Tanzvideo anbieten. Die Musik habe ich leider auch nicht zur Verfügung, um sie nachträglich als Tonspur einzufügen. *seufz*

Außerdem fehlten spontan 3 Leute an dem Abend, so musste ich in der 1. statt 2. Reihe tanzen. Habe dann natürlich auch gleich mal den Anfang verpatzt, da ich es ja gewohnt war, in der 2. Reihe rumzutanzen. Aber da alles sehr locker und unverbindlich war, war's eh egal. Meine Freundin meinte später, ich hätte mich super geschlagen und man konnte mir förmlich ansehen, welchen Spaß ich hätte. Zugegebenermaßen hatte ich den tatsächlich!

Ich habe barfuß getanzt und vermutlich zum 1. Mal in meinem Leben meine Zehennägel zu diesem Anlass lackiert. Aber um euch ein bisschen zu empören, möchte ich noch kurz petzen: Unsere griechische Kollegin in der Gruppe hat tatsächlich knallhart mit hässlichen Turnschuhen getanzt!

Ein Video gibt es nicht. 1. ist es ja nicht wirklich was geworden, 2. möchte ich mir und auch den anderen Teilnhemerinnen weiterhin Anonymität gewährleisten. Und außerdem sehe ich auf dem Video total fett aus!

So, und was soll ich jetzt ausprobieren? Hula-Tanz oder Zumba?...

3. Februar 2012

Kochen mit Seal

Heute Nacht habe ich geträumt, dass mich Heidi Klum eiskalt beim Lasagnekochen erwischt hat. Das Teil war gerade im Ofen und bildete eine fetttriefende Käsekruste. Diese vorwurfsvollen Blicke! Diese schnippischen Tipps, wie man sich fettfreier ernähren könnte mit einem pikierten Blick auf meinen Arsch...

Und Seal - der stand nur daneben und tat unbeteiligt. Dabei war es doch SEINE Idee gewesen, eine Lasagne zu kochen!

2. Februar 2012

Zu schnell gefahren - wer kennt sich aus?

Also, jetzt muss ich doch mal in die Runde fragen, wer Erfahrung damit hat, wie das abläuft, wenn man mit über 20 km/h zu schnell geblitzt wird?

Uns ist das nämlich neulich passiert, als wir auf der Autobahn unterwegs waren. Bei erlaubter Geschwindigkeit von 120 km/h fuhr auf der linken Spur ein Idiot konsequent 100. Meinen Freund - nein, er ist wirklich kein Raser! - regte das ziemlich auf, und als der Arsch endlich mal nach langer Zeit nach rechts abzischte, gab mein Freund Gas ohne zu wissen, dass auf dieser uns unbekannten Strecke gerade in dem Moment die Höchstgeschwindigkeit auf 80 km/h runtergesetzt wird. Alles in Allem wurde er also mit 24 km/h zu schnell geblitzt. Sehr ärgerlich, aber nicht zu ändern.

Nun ist es aber so, dass er nicht sofort einen Bußgeldbescheid bekam, sondern einen Wisch, er solle sich dazu äußern, ob er das schändliche Verbrechen zugäbe. Ja, das tat er.

Heute kommt dann der Bußgeldbescheid, und als ob die 70 € Strafe nicht schon genug wären, muss er noch zusätzlich 23,50 € für "die Kosten des Verfahrens" zahlen.

Ich meine: Geht's noch??? Wieso schicken diese Arschlöcher nicht einfach sofort den Bußgeldbescheid? Mein Freund hätte die 70 € anstandslos bezahlt. Stattdessen wird er gezwungen, nochmal schriftlich zu bestätigen, dass er zu schnell gefahren ist, und muss für diesen unglaublich enormen Verwaltungsaufwand nochmal zusätzlich einen Witzbetrag löhnen.

Ist das bitte die gängige Vorgehensweise, durch die man sich mehr Geld erschleicht? Ich hatte vorab schon recherchiert, und überall hieß es, dass 70 € fällig wären - nie stand irgendwas von auferzwungenen zusätzlichen Gebühren dabei! Die 70 € sind ja ok, aber diese Phantomgebühren sind ja wohl die Höhe!

Ist euch diese Vorgehensweise bekannt oder wie lief das bei denjenigen unter euch, die schonmal über 20 km/h zu schnell gefahren sind und dabei geblitzt wurden?