Blog-Stöckchen habe ich ja erst vor Kurzem kennenlernt auf anderen Blogs, die ich so verfolge. Ich war sehr erstaunt und auch erfreut, dass ich nun auch mal eins zugeworfen bekommen habe. Nee, halt! Sogar zwei! Und das schon vor ein paar Wochen, wie ich zugeben muss. Nämlich eins von Madame Himmelblau und eins von Juliane. Das von Juliane finde ich allerdings nicht mehr in ihrem Blog. Vielleicht bin ich blind? Liebe Juliane, du darfst mir gerne nochmal das Stöckchen an die hohle Birne knallen, wenn du es noch hast!
Also kann ich nur die Fragen von Madame Himmelblau beantworten. Und ich gebe zu, ich habe mir ganz schön Zeit gelassen damit, die Stöckchen aufzuheben, da ich kein Fan von Kettenbriefen, Kettenmails etc. war und deshalb nicht so recht wusste, ob ich überhaupt mitmachen soll. Ich beantworte die Fragen, aber ich gebe das Stöckchen nicht weiter. Das erscheint mir ein guter Kompromiss. ;-)
Frage 1: Gibt es Musik, die dich zu Tränen rührt?
Na ja, wenn's Tränen des Schmerzes sein sollen, könnte ich hier viele viele Interpreten anführen: Dieter Bohlen, Scooter, Paris Hilton,... Wenn es Tränen der (Be-)Rührung sein sollen: Ja, gibt es. Das ist aber stark stimmungsabhängig bei mir. Wenn ich superdupergute Laune habe, bringen mich traurige Lieder nicht zum Weinen. Wenn ich eh schon rührig oder traurig bin, kann das leicht passieren. Dann gibt es eine Handvoll Lieder, die einfach nur so "Seufz!" sind, dass man fast nicht anders kann als ein Tränchen rauszuquetschen. Mit meinem speziellen Musikgeschmack verschone ich euch aber jetzt.
Frage 2: Findest du ein Menschenleben wertvoller als das eines Tieres?
Boah, was ist das für eine richtig schwierige, um nicht zu sagen fiese Frage? Mal ehrlich: Wer sich als Misanthropin bezeichnet, kann Menschen nicht wirklich mögen. Ausnahmen bestätigen die Regel. Den Mensch als Wesen an sich halte ich für böse-blöde. Und was die Menschheit der Umwelt und den anderen Geschöpfen antut, da fehlen mir die Worte. Aber es ist alles individuell zu betrachten. Ja, ehrlich gesagt berührt es mich mehr, wenn in einem Film ein Tier stirbt, als wenn ein Mensch draufgeht. Da bin ich ehrlich. Auch weil die meisten Tiere wegen der Willkür und Arroganz des Menschen leiden und sterben müssen.
Wie ist es im real life? Nun, es hat mich mehr getroffen, als unser Familienhund nach 17 Jahren verstarb, als mein alkoholabhängiger Onkel, den ich kaum gesehen habe. Wiederum ist meine Trauer um unseren Hund sicherlich nicht zu vergleichen mit dem Verlust eines engen Familienmitgliedes auf zwei Beinen.
Aber pauschal gesagt: Jedes Leben ist wertvoll. Und die Trauer um eine Kreatur, ob Mensch oder Tier, hängt davon ab, wie sehr man an diesem Geschöpf gehängt hat. Ich würde niemals sagen, ein Tierleben sei mehr wert als ein Menschenleben. Aber andersrum würde ich das auch nie. Allerdings muss ich nun auch eingestehen, dass ich nicht vegetarisch lebe und es dementsprechend heuchlerisch wäre, überall das Tier über den Menschen zu stellen, obwohl ich Tiere sehr liebe und mich lieber für Tiere als für Menschen einsetze.
Fazit: Sauschwere Frage, die ich nicht beantworten kann.
3. Frage: Was treibt dich zur Weißglut?
Tja, wie viel Zeit habt ihr?! Ich bin leider mit einem sehr aufbrausenden Charakter gesegnet, liegt vielleicht an meinen südländischen Genen, die ich von meinem Herrn Papa in die Wiege gelegt bekam. Es ist nicht so, dass ich ständig ausflippe. Im Gegenteil - ich verhalte mich Anderen gegenüber stets besonnen und freundlich, teilweise auch sehr zurückhaltend. Doch im Inneren, da brodelt's eigentlich unablässig. Mich kann jede noch so dämliche Kleinigkeit auf 180 bringen. Ein Passant, der vor mir herschleicht und den ich nicht überholen kann. Ein falscher Handgriff, ein Stolpern, ich bin nämlich extrem tollpatschig. Wie schnell ich allerdings hochgehe, hängt auch sehr von meiner allgemeinen Zufriedenheit ab. In meiner jetzigen Lebenssituation bin ich meist ein Berserker...
4. Frage: Was magst du an dir am meisten?
Körperlich: Nichts. Na gut, meine Ohren sind ok. Mein Mund ist auch nichtssagend durchschnittlich. Alles Andere - weg damit!
Charakterlich: Och, ich bin schon nicht ganz verkehrt. Ich bin relativ inteli... inter... intell... schlau, möchte ich behaupten. Ich habe Humor und bringe meine Freunde zum Lachen. Ich habe ein hohes Gerechtigkeitsempfinden (Kann auch sehr hinderlich sein.), kann gut zuhören, bin zuverlässig, hilfsbereit und eine treue Seele, wenn man mit mir befreundet ist. Joah, das fiel mir jetzt so spontan ein.
5. Frage: Wenn du einen Wunsch frei hättest - welcher wäre das?
Boah, genauso schwierig zu beantworten wie Frage 2! Ich überlege mir sowas ja auch immer öfter, aber ich weiß es nicht. Soll man sich etwas wünschen, womit man sich selbst all seine Träume erfüllen kann? Soll man sich lieber etwas zum Wohle der Allgemeinheit wünschen? Eher Geld (zum Erfüllen der Wünsche), materielle Dinge, oder doch eher Immaterielles? Ich weiß es echt nicht. Ich wäre schon zufrieden, einen gut bezahlten Job zu haben, der mir Freude macht. Finanziell soweit zu stehen, dass ich meine Eltern unterstützen könnte. Im Lotto gewinnen und ihnen ein Häuschen auf ihre alten Tage bauen. Die Welt erkunden. Wissen, dass es allen, die ich liebe, gut geht, dass sie lange, glücklich und gesund leben. Mit einem Wunsch ist das alles eh nicht realisierbar. Und ich schätze mal, dass sich die Fee, der Dschinn oder sonstige Wunscherfüller sowieso nicht mehr bei mir blicken lassen werden...
Danke fürs Antworten.
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