Auf Grund eines Kommentars zum letzten Thread habe ich mich etwas ausführlicher über den Geschenketerror zu Weihnachten ausgelassen als Antwort auf den Kommentar, aber ich dachte mir, das könnte ich auch nochmal hier als Extra-Thread wiederholen:
Ich bin ja selbst kinderlos, aber habe durch Familie, Verwandtschaft und Freunde Folgendes mitgekriegt: Heutzutage kriegen die Kinder so derbe viele Sachen geschenkt, dass sie total überfordert sind oder zu fordernd werden. Oder noch schlimmer: Sich über nichts mehr richtig freuen können.
Bei meinem Neffen hielt es sich in Grenzen, er ist ja noch sehr klein und versteht das alles nicht so. Er bekam zwar klar mehr Geschenke als wir Erwachsenen, zumal wir uns gegenseitig eigentlich nicht mehr groß beschenken, aber es war ein überschaubarer Haufen. Mein Neffe hat auch viele Spielsachen, da 1. Enkel, einziges Kleinkind weit und breit usw., da wird man halt verwöhnt. Aber wir haben festgestellt, dass er am liebsten mit den einfachen Dingen spielt, die man bei Oma im Küchenschrank findet (z. B. Töpfe). Seitdem bekommt er von mir keine Spielsachen mehr, sondern nützliche Dinge wie Kleidung oder Geld, was ich vorher bei seiner Mama nachfrage.
Aber die 5jährige Nichte meines Freundes z. B. kriegt am Heiligabend locker 20 Geschenke oder mehr, und das wird dann auch noch so zelebriert, dass sie ALLE Geschenke einzeln verteilen darf (In der Familie wird gewichtelt, so dass jeder Erwachsene nur von einem Familienmitglied beschenkt wird.), und wenn sie dann eins für sich in Händen hält, was im Schnitt bei jedem 0,5. Geschenk vorkommt, muss man erstmal zusehen, wie sie alles einzeln auspackt und ausgiebigst begutachtet, bevor man sein eigenes erhält. Somit dauert allein das Geschenkeverteilen an Heiligabend zwei Stunden oder so. Das ist sooo nervig! (Ich war dieses Jahr zum Glück nicht dabei.)
Die beiden anderen Niffen meines Männchens, die nun schon im Teenageralter sind, können sich schon gar nicht mehr richtig über irgendwas freuen. Da wird ein Wunschzettel gemacht, die Familie kauft brav alles runter vom Zettel und das wird auch irgendwie erwartet. Die kriegen und haben wirklich ALLES.
Mein bester Freund hat erzählt, dass die Geschenke für seine beiden Nichten auf mehrere Tage verteilt werden, weil es sonst zu viel ist. Die Kids ertrinken doch regelrecht in Spielsachen und werden so Jahr für Jahr zu Geschenketerroristen erzogen. Es ist natürlich schön, wenn man ihnen eine Freude macht und ihnen schöne Dinge kauft, aber wenn ich das so sehe, ist das doch der totale Irrsinn.
Das mit dem Ungleichgewicht beim Geben und Nehmen ist auch so eine Sache. Oft hat man das Gefühl, dass man sich beim Schenken viel mehr Mühe gegeben hat als die Anderen. Wobei ich mich dieses Jahr nicht beschweren kann, da ich die Schenkerei im Freundeskreis bis auf eine Person abgeschafft habe. Das hat verschiedene Gründe: Bei ein paar Freunden ist es so, dass sie mittlerweile woanders wohnen und man sich eh nicht sieht, und Sachen für 10 € in einem Paket herumzuschicken, das allein 6,90 € Porto kostet, ist irgendwie dämlich. Auf Dauer portogünstige Sachen verschicken (Bücher, DVDs, Gutscheine) ist auch langweilig. Im Endeffekt ist das nur ein Güteraustausch per Post, z. B. passierte es mir mit zwei Freundinnen, das wir uns der Einfachheit halber einfach 10 €-Gutscheine für dieses und jenes hin- und herschickten. Das macht keinen Spaß, ich möchte es den Leuten gerne selbst geben und vielleicht im Idealfall auch zusehen, wie sie die Sachen auspacken und sich freuen.
Dann allgemein bei anderen Freunden haben wir uns darauf geeinigt, dass wir ja momentan alle gerade nichts oder nur wenig verdienen und einfach unser Geld zusammenhalten. Scheint mir auch vernünftig. Wenn ich mal richtig Geld verdiene, dann kaufe ich gerne Sachen, auch gerne jemandem, der gerade nichts verdient und mir deshalb nichts zurückschenkt. Ich bin eh ein großer Freund von kleinen Aufmerksamkeiten und schenke auch gerne Dinge einfach so ohne Anlass. IdR. kriege ich von den Leuten auch meist nichts zurück, da ich so gut wie keine Aufmerksamkeitenschenker im Freundeskreis habe, aber wenn sich die Beschenkten ehrlich freuen, freut es mich auch.
Ärgern tun mich Geschenke, wo man einfach sieht, dass der Schenker sich null Gedanken gemacht hat, was einem gefallen könnte. Wenn man mal daneben greift, aber man den guten Willen erkennt, ist das völlig in Ordnung, denn der Wille zählt ja! Aber bei manchen Leuten sieht man einfach, dass sie sich keinen Deut darum scheren, ob man sich drüber freut, Hauptsache schnell was gekauft. Ich finde so etwas respektlos. Dann lieber gar nichts schenken. Ich habe jemanden im Freundeskreis, der mich seit fast 10 Jahren kennt und mir wirklich IMMER irgendeinen Scheiß schenkt, den ich gar nicht mag, so als beschenke er eine Fremde. Und das auch noch, obwohl ich sogar eine ausführliche Amazon-Wunschliste online stehen habe, von der er weiß. Das ist zwar auch unromantisch, wenn man nach Vorgabe kauft, aber bevor ich doch irgendeinen Schrott auf gut blöd kaufe, tobe ich mich auf der Liste aus. V. a. wenn die Beschenkte sich die Sachen selbst nicht leisten kann/will mangels Verdienst und der Schenker im Geld schwimmt wie in unserem Fall...
Und ich ertappe mich leider selbst auch einfach zu oft dabei, wie ich beim Auspacken eines Geschenkes manchmal abwäge, ob die Person denn auch ungefähr so viel ausgegeben hat wie ich. Oder wie ich mich ärgere oder enttäuscht bin, wenn es etwas ist, das ich mir nicht gewünscht habe und mit dem ich nichts anfangen kann. Dann komme ich mir auch meist schäbig vor, dass ich diesen Automatismus in mir habe. Denn dann weiß ich: Ich bin mittendrin im Geschenketerror, zu dem Weihnachten leider mittlerweile verkommen ist, und keinen Deut besser als die Anderen.
Ach, die guten alten Zeiten, wo das mit dem Schenken noch irgendwie maßvoller war und man sich damals als Kind noch über ein paar wenige Sachen gefreut hat, mit denen man dann stundenlang unterm Weihnachtsbaum gespielt hat.
29. Dezember 2011
26. Dezember 2011
Mein Heiligabend - Fortsetzung
Also, das Schlafplatzproblem: Als ich meine Eltern ein paar Tage vor Weihnachten frage, ob ihnen schon aufgefallen ist, dass es kein Bett für mich gäbe, kommt von meiner Mutter erstmal: "Ach, du willst hier schlafen?!" Hallo? Das tue ich jedes Jahr! Und bislang gab es auch immer ein Bett für mich. Doch jetzt hat mein Neffe ein eigenes Zimmer bekommen und mein altes Bett dazu. Ich bin ja froh, dass er keins dieser Kinder ist, die noch mit 5 im Elternbett schlafen und sich nicht umstimmen lassen, ins Kinderzimmer umzuziehen. Aber für mich ist es eben ungünstig, da es nun kein Gästebett mehr gibt. Prinzipiell kein Ding, da ich ja nur 25 km von hier habe und bei Besuchen immer heimfahre. Aber an Weihnachten finde ich es irgendwie doof, dann noch so spät in meine leere Wohnung zu fahren.
Meine Eltern machten mir folgenden Vorschlag: "Papa schläft auf der Couch (Die nicht ausziehbar und deshalb viel zu ungemütlich und klein ist.) und du bei mir im Ehebett." Mein Kommentar: "Vergiss es, du schnarchst wie Sau!" (Kommentar mein Freund: "Statt dass du das Argument bringst, dass du deinem Vater keine Unannehmlichkeiten bereiten willst..." ;-)) Meine Mutter: "Na gut, dann schlaf halt ich auf der Couch und du mit Papa im Ehebett." Woraufhin ich: "Der schnarcht noch viel lauter als du!" Für mich war das Thema "Schlafen im Ehebett" damit erledigt. Äh, und natürlich möchte ich meinen Eltern keine Unannehmlichkeiten bereiten! ;-)
Deshalb habe ich mir von einer Freundin eine Luxusluftmatratze ausgeliehen. Das Monsterteil passt gerade mal so ins Wohnzimmer und ist locker einen halben Meter hoch. Da ich noch nicht müde bin, lümmle ich am Heiligabend auf dem Ding herum und schaue aus der Not heraus "Siegfried" mit Tom Gerhard. Schon nach 5 Min. merke ich, dass der Film weniger Niveau als der Protagonist selbst hat, aber ich bleibe dran, um auch dieses Kleinod deutscher Filmkunst auf meiner To-Do-Liste abhaken zu können. Erst 10 Min. vor Filmschluss fällt mir auf, dass ich den Film bereits komplett gesehen habe und mir die letzten 1,5h hätte sparen können. Toll...
Anschließend lese ich noch ein bisschen und lege mich dann schlafen. Doch schon nach kurzer Zeit wache ich wieder auf. Meine Blase meldet sich, was bei mir völlig normal ist, das Wort "durchschlafen" gibt es in meinem Leben nicht. Doch diese Nacht muss ich alle 1-2h auf Toilette, was selbst für mich ungewöhnlich und äußerst nervenzehrend ist. Irgendwann bekomme ich von der Luftmatratze Rückenschmerzen und bin nur noch am Rotieren, um irgendeine bequeme Stellung zu finden. Um ca. 4 Uhr fängt mein Neffe an zu brüllen, aber das legt sich zum Glück nach 15 Minuten wieder. Im Gegensatz zu meinem Harndrang...
Um 5:59 Uhr liege ich gerade nach dem gefühlten 81. nächtlichen Klogang mit Rückenschmerzen wach, als plötzlich die Festbeleuchtung im Wohnzimmer dank Zeitschaltuhr angeht. Überall leuchtet und blinkt es, und auch durch die geschlossenen Augenlider kann ich alles sehen. Ich stehe auf und ziehe die diversen Stecker aus den Steckdosen, bis es endlich wieder dunkel ist. Wenn ich schonmal stehe, beschließe ich spontan, mein Bettzeug auf die Couch zu verfrachten, wo ich 1,5h halbherzig vor mich hindöse, bevor mein Neffe aufwacht und schon wieder einen lauten Heulanfall hat. Zitat mein Vater: "Normalerweise steht er auf und lacht." Tja, da habe ich wohl Pech gehabt, wenn ich einmal im Jahr hier schlafe...
Meine Eltern sind nun auch wach, das Ehebett ist frei, und ich ziehe übermüdet und wortlos an ihnen vorbei ins elterliche Schlafzimmer. Mein Vater sagt noch zu mir: "Jetzt kannst du bis 12 schlafen... ich geh jetzt auch nicht mehr ins Bett." Ich liege also im Ehebett, da kommt mein Vater reingeschlichen und legt sich wieder auf seine Seite. Nanu, hat der nicht noch eben gesagt, er geht nicht mehr ins Bett zurück?! Im Halbschlaf murmle ich in seine Richtung: "Wenn du anfängst zu schnarchen, werde ich dich töten." Ja, ich kann sehr ungemütlich werden, wenn ich unter Schlafmangel leide! Nach 15 Minuten steht er wieder auf, es ist ihm wohl doch zu riskant, neben mir einzuschlafen.
Es gelingt mir, ein bisschen ins Reich der Träume abzusinken, bevor sich wieder mein jetzt gut gelaunter Neffe vor der Zimmertüre herumtreibt und auffordernd meinen Namen ruft. Um 11 Uhr stehe ich völlig erledigt auf. Meine Eltern sind fast schon beleidigt, als ich ihnen verkünde, dass ich keine weitere Nacht hier verbringen werde. Aber mein Schlaf ist mir nunmal heilig! Deshalb bin ich abends wieder in meine Wohnung gefahren und werde heute nochmal, diesmal mit dem von meinen Eltern heißgeliebten Männchen im Schlepptau, zum Abendessen wieder aufgeschlagen.
Für nächstes Jahr habe ich meinem Freund vorgeschlagen, Weihnachten zu zweit zu verbringen. Am Besten am Strand... ;-)
NACHTRAG:
Alles in Allem ist es nicht nur die Schuld meiner Familie, dass der Heiligabend in meinen Augen ein Desaster war. Ich bin auch momentan in einer ziemlich negativen, ja regelrecht aggressiven Grundstimmung. Mein momentaner Lebensstandard mit den fehlenden Zukunftsperspektiven gefällt mir nicht so gut... Und ein Ende meiner Zwangslage ist nicht abzusehen. Dazu kommt, dass ich schon seit Wochen ständig latent krank bin. Auch seit gestern habe ich wieder Ohrenschmerzen, und ach ja, ich fürchte, demnächst wird eine Wurzelbehandlung fällig, die ich schon viel zu lange aufgeschoben habe. An Weihnachten wird irgendwie erwartet, dass alles toll, harmonisch, friedlich, festlich zugeht. Ich hatte einfach zu hohe Erwartungen, die vermutlich nur die perfekte Familie hätte erfüllen können. Im Großen und Ganzen ist meine Familie schon wirklich nicht verkehrt, auch wenn ich nun erstmal einen negativen Eindruck von ihnen hier im Blog hinterlassen habe. :-/ Aber ihr kennt das ja, die Familie kann einen ganz leicht in den Wahnsinn treiben, egal, wie lieb man sie hat!
Meine Eltern machten mir folgenden Vorschlag: "Papa schläft auf der Couch (Die nicht ausziehbar und deshalb viel zu ungemütlich und klein ist.) und du bei mir im Ehebett." Mein Kommentar: "Vergiss es, du schnarchst wie Sau!" (Kommentar mein Freund: "Statt dass du das Argument bringst, dass du deinem Vater keine Unannehmlichkeiten bereiten willst..." ;-)) Meine Mutter: "Na gut, dann schlaf halt ich auf der Couch und du mit Papa im Ehebett." Woraufhin ich: "Der schnarcht noch viel lauter als du!" Für mich war das Thema "Schlafen im Ehebett" damit erledigt. Äh, und natürlich möchte ich meinen Eltern keine Unannehmlichkeiten bereiten! ;-)
Deshalb habe ich mir von einer Freundin eine Luxusluftmatratze ausgeliehen. Das Monsterteil passt gerade mal so ins Wohnzimmer und ist locker einen halben Meter hoch. Da ich noch nicht müde bin, lümmle ich am Heiligabend auf dem Ding herum und schaue aus der Not heraus "Siegfried" mit Tom Gerhard. Schon nach 5 Min. merke ich, dass der Film weniger Niveau als der Protagonist selbst hat, aber ich bleibe dran, um auch dieses Kleinod deutscher Filmkunst auf meiner To-Do-Liste abhaken zu können. Erst 10 Min. vor Filmschluss fällt mir auf, dass ich den Film bereits komplett gesehen habe und mir die letzten 1,5h hätte sparen können. Toll...
Anschließend lese ich noch ein bisschen und lege mich dann schlafen. Doch schon nach kurzer Zeit wache ich wieder auf. Meine Blase meldet sich, was bei mir völlig normal ist, das Wort "durchschlafen" gibt es in meinem Leben nicht. Doch diese Nacht muss ich alle 1-2h auf Toilette, was selbst für mich ungewöhnlich und äußerst nervenzehrend ist. Irgendwann bekomme ich von der Luftmatratze Rückenschmerzen und bin nur noch am Rotieren, um irgendeine bequeme Stellung zu finden. Um ca. 4 Uhr fängt mein Neffe an zu brüllen, aber das legt sich zum Glück nach 15 Minuten wieder. Im Gegensatz zu meinem Harndrang...
Um 5:59 Uhr liege ich gerade nach dem gefühlten 81. nächtlichen Klogang mit Rückenschmerzen wach, als plötzlich die Festbeleuchtung im Wohnzimmer dank Zeitschaltuhr angeht. Überall leuchtet und blinkt es, und auch durch die geschlossenen Augenlider kann ich alles sehen. Ich stehe auf und ziehe die diversen Stecker aus den Steckdosen, bis es endlich wieder dunkel ist. Wenn ich schonmal stehe, beschließe ich spontan, mein Bettzeug auf die Couch zu verfrachten, wo ich 1,5h halbherzig vor mich hindöse, bevor mein Neffe aufwacht und schon wieder einen lauten Heulanfall hat. Zitat mein Vater: "Normalerweise steht er auf und lacht." Tja, da habe ich wohl Pech gehabt, wenn ich einmal im Jahr hier schlafe...
Meine Eltern sind nun auch wach, das Ehebett ist frei, und ich ziehe übermüdet und wortlos an ihnen vorbei ins elterliche Schlafzimmer. Mein Vater sagt noch zu mir: "Jetzt kannst du bis 12 schlafen... ich geh jetzt auch nicht mehr ins Bett." Ich liege also im Ehebett, da kommt mein Vater reingeschlichen und legt sich wieder auf seine Seite. Nanu, hat der nicht noch eben gesagt, er geht nicht mehr ins Bett zurück?! Im Halbschlaf murmle ich in seine Richtung: "Wenn du anfängst zu schnarchen, werde ich dich töten." Ja, ich kann sehr ungemütlich werden, wenn ich unter Schlafmangel leide! Nach 15 Minuten steht er wieder auf, es ist ihm wohl doch zu riskant, neben mir einzuschlafen.
Es gelingt mir, ein bisschen ins Reich der Träume abzusinken, bevor sich wieder mein jetzt gut gelaunter Neffe vor der Zimmertüre herumtreibt und auffordernd meinen Namen ruft. Um 11 Uhr stehe ich völlig erledigt auf. Meine Eltern sind fast schon beleidigt, als ich ihnen verkünde, dass ich keine weitere Nacht hier verbringen werde. Aber mein Schlaf ist mir nunmal heilig! Deshalb bin ich abends wieder in meine Wohnung gefahren und werde heute nochmal, diesmal mit dem von meinen Eltern heißgeliebten Männchen im Schlepptau, zum Abendessen wieder aufgeschlagen.
Für nächstes Jahr habe ich meinem Freund vorgeschlagen, Weihnachten zu zweit zu verbringen. Am Besten am Strand... ;-)
NACHTRAG:
Alles in Allem ist es nicht nur die Schuld meiner Familie, dass der Heiligabend in meinen Augen ein Desaster war. Ich bin auch momentan in einer ziemlich negativen, ja regelrecht aggressiven Grundstimmung. Mein momentaner Lebensstandard mit den fehlenden Zukunftsperspektiven gefällt mir nicht so gut... Und ein Ende meiner Zwangslage ist nicht abzusehen. Dazu kommt, dass ich schon seit Wochen ständig latent krank bin. Auch seit gestern habe ich wieder Ohrenschmerzen, und ach ja, ich fürchte, demnächst wird eine Wurzelbehandlung fällig, die ich schon viel zu lange aufgeschoben habe. An Weihnachten wird irgendwie erwartet, dass alles toll, harmonisch, friedlich, festlich zugeht. Ich hatte einfach zu hohe Erwartungen, die vermutlich nur die perfekte Familie hätte erfüllen können. Im Großen und Ganzen ist meine Familie schon wirklich nicht verkehrt, auch wenn ich nun erstmal einen negativen Eindruck von ihnen hier im Blog hinterlassen habe. :-/ Aber ihr kennt das ja, die Familie kann einen ganz leicht in den Wahnsinn treiben, egal, wie lieb man sie hat!
25. Dezember 2011
Mein Heiligabend
Ich weiß nicht, warum ich ihn jedes Jahr aufs Neue erwarte und er jedes Jahr aufs Neue niemals eintrifft: der feierliche, bsinnliche Heiligabend.
Meine Eltern sind sowieso, seit ich mich erinnern kann, komplett unfähig, in feierliche Stimmung zu verfallen. Selbst wenn wir mal Gäste haben, was außerordentlich selten ist, sind sie nur am Rumrennen und Kochen und Sich-Verziehen. Eine Unart meiner Erzeuger, die mich mittlerweile zur Weißglut treibt!
Dieses Weihnachten feiere ich mal wieder getrennt von meinem Männchen. Dieser Umstand hat aber eine eigene Geschichte verdient. Nur soviel: Pünktlich kurz vor Weihnachten beginne ich jedes Jahr, meine Schwiegerfamilie, mit der ich mich eigentlich gut verstehe, zu hassen. Weihnachten ist ja auch das Fest des Hasses und der Aggressionen - oder hab ich da was falsch verstanden?!
Mein Heiligabend jedenfalls lief so ab:
Mittags wurde ich mangels Auto von meiner Schwester in der Wohnung abgeholt. Zuhause angekommen, erwarte ich eigentlich eine liebevolle Begrüßung seitens meiner Eltern. Die sitzen gerade am Mittagstisch und schauen nur gelangweilt auf, als ich in die Küche trete. Gut, man sieht sich eh regelmäßig, aber es ist Weihnachten, verdammt nochmal!
Der Rest des Nachmittages ist recht unspektakulär. Ich lese ein bisschen, mache mich ein bisschen fein (Wofür eigentlich?) und lasse mich von meinem 2jährigen Neffen triezen. Irgendwann kommt jemand auf die Idee, man könnte mit dem Kleinen ja in die Kindermette gehen. Die findet allerdings zu einem Zeitpunkt statt, zu dem er gerade den Zenit seiner guten Laune erreicht hat und nur am Rumflippen ist. Meine Schwester, Tante 2, findet die Idee trotzdem amüsant. Die Kirche befindet sich von meinen Eltern ca. 10 Schritte entfernt, also entscheidet man spontan. Mir ist jetzt schon klar, dass das nix wird, aber ich gehe mit, ich will mir das nicht entgehen lassen. Und anfangs scheint es auch zu klappen. Ehrfürchtig verstummt der Kleine, als wir in die vollbesetzte Kirche eintreten. So viele Kinder, und der Gesang! Dann aklimatisiert er sich jedoch recht schnell und fängt an, herumzulaufen, sich zu fremden Leuten in die Bank zu setzen, kleine Mädchen anzugraben und auf der Bank herumzuklettern. Das alles nicht ohne mein beherztes Eingreifen, aber spätestens als er sich vor mich hinstellt, laut meinen Namen blökt, immer und immer wieder, und dabei mit dem Mund feuchte Furzgeräusche imitiert, weiß ich mir nicht mehr zu helfen, und wir beiden Tanten beschließen, dass es genug war und verlassen unter den mittlerweile nicht mehr ganz so freundlichen Blicken der Anderen verschämt die Kirche. Immerhin: 10 Minuten!
Irgendwann nähert sich dann der Abend. Freudig erregt legen wir die Geschenke unter den 40 cm hohen Plastikbaum, den ich mittlerweile wirklich hasse, weil echt jede blöde Familie einen riesigen Baum im Wohnzimmer stehen hat, nur wir nicht, weil meine Eltern im Wohnzimmer keinen Platz haben, was seit wenigen Jahren jedes Jahr aufs Neue das Trauma in mir zum Vorschein bringt, nie unter einem großen Weihnachtsbaum gefeiert zu haben. Während des Geschenke-Anrichtens soll mein Schwager das Kind ablenken, damit es nichts mitkriegt. Kurz bevor wir zur Bescherung blasen wollen, bekommt mein Neffe aus völlig unerfindlichen Gründen einen derartigen Tobsuchtsanfall, dass er hochrot anläuft und fast vor lauter Garstigkeit erstickt. Er heult, er schreit, er kreischt und schlägt um sich. Sowas tut er normalerweise nicht. Na ja, zumindest selten. Wir führen ihn vor seine Geschenke, doch die interessieren ihn nicht, er ist jetzt voll in Fahrt. Der Lärm geht mir auf den Keks und ich denke mir trotz inniger Zuneigung zu diesem Blag, dass es ohne Kleinkind zuweilen irgendwie doch schöner war...
Schließlich beruhigt er sich ein bisschen, als er das Mini-Putzset von meinen Eltern erspäht. Man muss wissen: Meine Schwester, also seine Mutter, ist passionierte Hausfrau mit Putzwahn, was auf das arme Kind bereits abgefärbt hat. Er nimmt den Besen und kehrt erstmal ein bisschen in der Küche herum. Das scheint ihn zu beruhigen, was mich wiederum beunruhigt... Anschließend sieht er meine Plüschkatze, die er wohlwollend zur Kenntnis nimmt, bevor er wieder dem Putzwahn fröhnt. Als wir ihn auf die anderen, noch unberührten Geschenke hinweisen, ist er plötzlich überfordert und setzt zum nächsten Schreikrampf an. Daraufhin zischt mir meine Mutter zu: "Gib ihm die Katze, schnell, du dumme Henne!" Ich gebe ihm die Katze (Was nichts bringt...) und verliere vollends die Beherrschung, indem ich meine Mutter anschnauze, wie sehr es mich ankotzt, dass es in dieser Familie wirklich NIE feierlich oder friedlich zugeht und dass ich mich hier auch noch beschimpfen lassen muss während der Bescherung, obwohl ich nichts getan habe. Meine Mutter, die immer nur Stress und Hektik und schlechte Laune und unflätige Flüche verbreitet, guckt plötzlich völlig unschuldig drein und behauptet ungewöhnlich ruhig, dass das doch nicht wahr sei und mich hier niemand beschimpft hätte. Woraufhin ich ihre nette Bezeichnung wiederhole, die sie zwar erst vor einer Minute ausgesprochen hat, an die sie sich aber partout nicht mehr erinnern könne, neiiiin! Man muss dazu sagen, dass meine Mutter so oft flucht und in Erzählungen die Worte "blöd", "dumm", "Arschloch", "Wichser" und viele schöne weitere Dinge einbaut, dass sie es vermutlich selbst nicht merkt, wenn sie jemanden mal wieder völlig grundlos beschimpft...
Irgendwann wird der Kleine ins Bett gesteckt und wir kommen langsam zur Ruhe. Mein Vater erntet bei der Frage, wer mit ihm in die Nachtmette geht, nur betretenes Schweigen. Dabei nehme ich mir schon seit Jahren vor, es mal wieder zu versuchen. Aber die Gefahr, dass ein ambitionierter Pfaffe dieses Event auf 2h ausdehnt, ist mir zu groß, denn ich werde langsam müde. Nur dumm, dass jetzt mein Neffe mein ehemaliges Kinderzimmer hat und es seit diesem Jahr kein Bett mehr für mich gibt...
TO BE CONTINUED. (Denn lange Einträge liest ja wieder keiner.)
Meine Eltern sind sowieso, seit ich mich erinnern kann, komplett unfähig, in feierliche Stimmung zu verfallen. Selbst wenn wir mal Gäste haben, was außerordentlich selten ist, sind sie nur am Rumrennen und Kochen und Sich-Verziehen. Eine Unart meiner Erzeuger, die mich mittlerweile zur Weißglut treibt!
Dieses Weihnachten feiere ich mal wieder getrennt von meinem Männchen. Dieser Umstand hat aber eine eigene Geschichte verdient. Nur soviel: Pünktlich kurz vor Weihnachten beginne ich jedes Jahr, meine Schwiegerfamilie, mit der ich mich eigentlich gut verstehe, zu hassen. Weihnachten ist ja auch das Fest des Hasses und der Aggressionen - oder hab ich da was falsch verstanden?!
Mein Heiligabend jedenfalls lief so ab:
Mittags wurde ich mangels Auto von meiner Schwester in der Wohnung abgeholt. Zuhause angekommen, erwarte ich eigentlich eine liebevolle Begrüßung seitens meiner Eltern. Die sitzen gerade am Mittagstisch und schauen nur gelangweilt auf, als ich in die Küche trete. Gut, man sieht sich eh regelmäßig, aber es ist Weihnachten, verdammt nochmal!
Der Rest des Nachmittages ist recht unspektakulär. Ich lese ein bisschen, mache mich ein bisschen fein (Wofür eigentlich?) und lasse mich von meinem 2jährigen Neffen triezen. Irgendwann kommt jemand auf die Idee, man könnte mit dem Kleinen ja in die Kindermette gehen. Die findet allerdings zu einem Zeitpunkt statt, zu dem er gerade den Zenit seiner guten Laune erreicht hat und nur am Rumflippen ist. Meine Schwester, Tante 2, findet die Idee trotzdem amüsant. Die Kirche befindet sich von meinen Eltern ca. 10 Schritte entfernt, also entscheidet man spontan. Mir ist jetzt schon klar, dass das nix wird, aber ich gehe mit, ich will mir das nicht entgehen lassen. Und anfangs scheint es auch zu klappen. Ehrfürchtig verstummt der Kleine, als wir in die vollbesetzte Kirche eintreten. So viele Kinder, und der Gesang! Dann aklimatisiert er sich jedoch recht schnell und fängt an, herumzulaufen, sich zu fremden Leuten in die Bank zu setzen, kleine Mädchen anzugraben und auf der Bank herumzuklettern. Das alles nicht ohne mein beherztes Eingreifen, aber spätestens als er sich vor mich hinstellt, laut meinen Namen blökt, immer und immer wieder, und dabei mit dem Mund feuchte Furzgeräusche imitiert, weiß ich mir nicht mehr zu helfen, und wir beiden Tanten beschließen, dass es genug war und verlassen unter den mittlerweile nicht mehr ganz so freundlichen Blicken der Anderen verschämt die Kirche. Immerhin: 10 Minuten!
Irgendwann nähert sich dann der Abend. Freudig erregt legen wir die Geschenke unter den 40 cm hohen Plastikbaum, den ich mittlerweile wirklich hasse, weil echt jede blöde Familie einen riesigen Baum im Wohnzimmer stehen hat, nur wir nicht, weil meine Eltern im Wohnzimmer keinen Platz haben, was seit wenigen Jahren jedes Jahr aufs Neue das Trauma in mir zum Vorschein bringt, nie unter einem großen Weihnachtsbaum gefeiert zu haben. Während des Geschenke-Anrichtens soll mein Schwager das Kind ablenken, damit es nichts mitkriegt. Kurz bevor wir zur Bescherung blasen wollen, bekommt mein Neffe aus völlig unerfindlichen Gründen einen derartigen Tobsuchtsanfall, dass er hochrot anläuft und fast vor lauter Garstigkeit erstickt. Er heult, er schreit, er kreischt und schlägt um sich. Sowas tut er normalerweise nicht. Na ja, zumindest selten. Wir führen ihn vor seine Geschenke, doch die interessieren ihn nicht, er ist jetzt voll in Fahrt. Der Lärm geht mir auf den Keks und ich denke mir trotz inniger Zuneigung zu diesem Blag, dass es ohne Kleinkind zuweilen irgendwie doch schöner war...
Schließlich beruhigt er sich ein bisschen, als er das Mini-Putzset von meinen Eltern erspäht. Man muss wissen: Meine Schwester, also seine Mutter, ist passionierte Hausfrau mit Putzwahn, was auf das arme Kind bereits abgefärbt hat. Er nimmt den Besen und kehrt erstmal ein bisschen in der Küche herum. Das scheint ihn zu beruhigen, was mich wiederum beunruhigt... Anschließend sieht er meine Plüschkatze, die er wohlwollend zur Kenntnis nimmt, bevor er wieder dem Putzwahn fröhnt. Als wir ihn auf die anderen, noch unberührten Geschenke hinweisen, ist er plötzlich überfordert und setzt zum nächsten Schreikrampf an. Daraufhin zischt mir meine Mutter zu: "Gib ihm die Katze, schnell, du dumme Henne!" Ich gebe ihm die Katze (Was nichts bringt...) und verliere vollends die Beherrschung, indem ich meine Mutter anschnauze, wie sehr es mich ankotzt, dass es in dieser Familie wirklich NIE feierlich oder friedlich zugeht und dass ich mich hier auch noch beschimpfen lassen muss während der Bescherung, obwohl ich nichts getan habe. Meine Mutter, die immer nur Stress und Hektik und schlechte Laune und unflätige Flüche verbreitet, guckt plötzlich völlig unschuldig drein und behauptet ungewöhnlich ruhig, dass das doch nicht wahr sei und mich hier niemand beschimpft hätte. Woraufhin ich ihre nette Bezeichnung wiederhole, die sie zwar erst vor einer Minute ausgesprochen hat, an die sie sich aber partout nicht mehr erinnern könne, neiiiin! Man muss dazu sagen, dass meine Mutter so oft flucht und in Erzählungen die Worte "blöd", "dumm", "Arschloch", "Wichser" und viele schöne weitere Dinge einbaut, dass sie es vermutlich selbst nicht merkt, wenn sie jemanden mal wieder völlig grundlos beschimpft...
Irgendwann wird der Kleine ins Bett gesteckt und wir kommen langsam zur Ruhe. Mein Vater erntet bei der Frage, wer mit ihm in die Nachtmette geht, nur betretenes Schweigen. Dabei nehme ich mir schon seit Jahren vor, es mal wieder zu versuchen. Aber die Gefahr, dass ein ambitionierter Pfaffe dieses Event auf 2h ausdehnt, ist mir zu groß, denn ich werde langsam müde. Nur dumm, dass jetzt mein Neffe mein ehemaliges Kinderzimmer hat und es seit diesem Jahr kein Bett mehr für mich gibt...
TO BE CONTINUED. (Denn lange Einträge liest ja wieder keiner.)
22. Dezember 2011
Brief an die liebe Post
Schon seit langem nervt mich die Art und Weise, wie unser Postbote/unsere Postboten(?) die Briefe in die Briefkästen reinquetscht/en. Ja, wir haben nur diese blöden kleinen Briefkästen mit dem relativ engen Schlitz, wo nicht so viel reingeht. Aber trotzdem - ich bilde mir ein, man kann die Sachen auch etwas freundlicher reinschieben und nicht so, dass alles kaputt geht. Zudem habe ich ja schonmal fassungslos mit angesehen, wie genau der Postbote die Teile reinhaut (siehe unten). Ich glaube auch, dass unser Postbote absichtlich erst die kleinen Sachen, also Briefe und Postkarten, reinwirft, und dann mit Gewalt die großen Sachen wie Magazine oder Maxibriefe hinterherschiebt, so dass die kleineren Sachen danach total verknickt sind. Das nervt mich so derbe, das könnt ihr gar nicht glauben!
Wieso macht der das? Gönnt er einem die Post nicht, hasst er seinen Job? Das erinnert mich an das Video, das neulich im TV gezeigt wurde: Ein DHL-Mitarbeiter schmeißt, nein, sorry, wirft im hohen Bogen die Pakete in seinen Wagen. Das gleiche Schauspiel durfte ich schonmal am Flughafen mit unseren Koffern erleben. Die Koffer wurden ganz absichtlich direkt über dem Förderband fallen gelassen. Und ich frage nochmal: Aus welchem garstigen Grund tut man sowas mit dem Besitz anderer Menschen?!
Heute habe ich doch letztendlich eine Beschwerde verschickt:
Guten Tag,
ich möchte mich nun doch endlich mal beschweren, nachdem ich schon lange überlege, ob ich dies tun soll. Vor einiger Zeit habe ich gesehen, dass unser Postbote die Briefe so garstig als möglich in unsere Briefkästen schiebt. Und zwar biegt er den Brief in der Mitte mit seinen Fingerspitzen um, so dass dieser zusammengefaltet ist, und schiebt ihn dann mit Karacho in den Briefschlitz. Das Resultat: verknickte oder verwellte Briefe. Vielleicht kein Problem bei Werbungen, aber bei Briefen sehr unschön. Leider habe ich den Postboten damals nicht direkt angesprochen, da ich aufgrund dieser Dreistigkeit sprachlos war. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Noch schlimmer heute: Ich habe als Geschenk Klebetattoos bestellt, die in einem DIN A5-Umschlag geliefert wurden. Angekommen sind Tattoos, die alle an der gleichen Stelle einen hässlichen Knick drinhaben, der das Tattoo somit an dieser Stelle zerstört hat! Ich habe für diese Tattoos Geld bezahlt! Dementsprechend erwarte ich, dass mit meiner Post pfleglich umgegangen wird. Zudem schiebt er Maxibriefe oder kleine Päckchen nur so in den Schlitz, dass sie mit einer sehr kleinen Ecke drinhängen und der Rest des Gewichts das Päckchen von außen nach unten zieht. Das macht keinen Sinn, dann kann man es gleich auf den Boden legen, dann ist wenigstens nicht im blödesten Fall der Inhalt beschädigt, weil die Ecke umbiegt bzw. das Päckchen irgendwann auf den Boden fällt. Klauen kann es so oder so jeder... So etwas passiert bei uns im Haus ständig, und gelinde gesagt kotzt es mich langsam an, und das heute mit den Tattoos hat mich veranlasst, mich endlich mal bei Ihnen zu beschweren! Dass Zeitschriften am Titelblatt total zerfleddert im Briefkasten ankommen, weil sie mit roher Gewalt und Hast reingequetscht werden, muss ich nicht noch extra erwähnen. Ich weiß nicht, ob es nur 1 Postbote ist, aber auch bei kl. Briefkästen sollte ein besserer Service möglich sein!
MfG
Leider waren die Zeichen dann auch schon zu Ende, ich hätte mich noch viel mehr austoben können. Ich hoffe, dass der Postbote eine Rüge bekommt. Soweit ich weiß, ist der Mann zwar ziemlich freundlich, aber das geht so einfach nicht. Das ist wieder so typisch " Ist mir doch wurscht, wie die Sachen ankommen!". Mir aber nicht, denn teilweise zahle ich auch für diese Sachen! Und dann will ich verdammt nochmal, dass die nicht halbkaputt hier ankommen, egal, ob die gestresst sind oder nicht. Ich darf mir in meinem Job ja auch keine Schnitzer erlauben!
Ich könnte dem Mann auflauern und ihn selbst höflich bitten, das anders zu gestalten. Aber ich lebe - ohne Scheiß! - in einer Region, in der 30jährige Frauen von älteren Herren automatisch geduzt werden und keinerlei Respekt erhalten. Der würde sich von mir eh nix sagen lassen. Außerdem muss ich gestehen, dass ich absolut unfähig bin, Leute direkt von Angesicht zu Angesicht zu kritisieren, da fühle ich mich immer mies und lasse mich total schnell unterbuttern. Ja, ich bin schwach...
Und bei den Tattoos hat es mich wirklich angefuckt, denn die sind ein Geschenk für meine Fast-Schwiegermutter. Die hatte vor Kurzem Krebs und ihr wurde eine Brust amputiert. Sie hat gesagt, sie würde gerne, wenn sie z. B. in die Sauna geht, ab und zu Tattoos hinmachen an die amputierte Stelle, damit es schöner aussieht und um zu zeigen, dass sie dazu steht. Ich fand die Idee klasse und wollte sie mit diesen Tattoos darin unterstützen und ihr eine Freude machen, da ich weiß, dass sie nicht von alleine herausfindet, wo man sowas findet. (In einem Online-Shop in Österreiche wurde ich fündig, denn man will ja keine 08/15-Tattoos, die man in jeder Bravo-Ausgabe kriegt.) Deshalb kotzt mich das echt an!
Wieso macht der das? Gönnt er einem die Post nicht, hasst er seinen Job? Das erinnert mich an das Video, das neulich im TV gezeigt wurde: Ein DHL-Mitarbeiter schmeißt, nein, sorry, wirft im hohen Bogen die Pakete in seinen Wagen. Das gleiche Schauspiel durfte ich schonmal am Flughafen mit unseren Koffern erleben. Die Koffer wurden ganz absichtlich direkt über dem Förderband fallen gelassen. Und ich frage nochmal: Aus welchem garstigen Grund tut man sowas mit dem Besitz anderer Menschen?!
Heute habe ich doch letztendlich eine Beschwerde verschickt:
Guten Tag,
ich möchte mich nun doch endlich mal beschweren, nachdem ich schon lange überlege, ob ich dies tun soll. Vor einiger Zeit habe ich gesehen, dass unser Postbote die Briefe so garstig als möglich in unsere Briefkästen schiebt. Und zwar biegt er den Brief in der Mitte mit seinen Fingerspitzen um, so dass dieser zusammengefaltet ist, und schiebt ihn dann mit Karacho in den Briefschlitz. Das Resultat: verknickte oder verwellte Briefe. Vielleicht kein Problem bei Werbungen, aber bei Briefen sehr unschön. Leider habe ich den Postboten damals nicht direkt angesprochen, da ich aufgrund dieser Dreistigkeit sprachlos war. Seitdem habe ich ihn nicht mehr gesehen. Noch schlimmer heute: Ich habe als Geschenk Klebetattoos bestellt, die in einem DIN A5-Umschlag geliefert wurden. Angekommen sind Tattoos, die alle an der gleichen Stelle einen hässlichen Knick drinhaben, der das Tattoo somit an dieser Stelle zerstört hat! Ich habe für diese Tattoos Geld bezahlt! Dementsprechend erwarte ich, dass mit meiner Post pfleglich umgegangen wird. Zudem schiebt er Maxibriefe oder kleine Päckchen nur so in den Schlitz, dass sie mit einer sehr kleinen Ecke drinhängen und der Rest des Gewichts das Päckchen von außen nach unten zieht. Das macht keinen Sinn, dann kann man es gleich auf den Boden legen, dann ist wenigstens nicht im blödesten Fall der Inhalt beschädigt, weil die Ecke umbiegt bzw. das Päckchen irgendwann auf den Boden fällt. Klauen kann es so oder so jeder... So etwas passiert bei uns im Haus ständig, und gelinde gesagt kotzt es mich langsam an, und das heute mit den Tattoos hat mich veranlasst, mich endlich mal bei Ihnen zu beschweren! Dass Zeitschriften am Titelblatt total zerfleddert im Briefkasten ankommen, weil sie mit roher Gewalt und Hast reingequetscht werden, muss ich nicht noch extra erwähnen. Ich weiß nicht, ob es nur 1 Postbote ist, aber auch bei kl. Briefkästen sollte ein besserer Service möglich sein!
MfG
Leider waren die Zeichen dann auch schon zu Ende, ich hätte mich noch viel mehr austoben können. Ich hoffe, dass der Postbote eine Rüge bekommt. Soweit ich weiß, ist der Mann zwar ziemlich freundlich, aber das geht so einfach nicht. Das ist wieder so typisch " Ist mir doch wurscht, wie die Sachen ankommen!". Mir aber nicht, denn teilweise zahle ich auch für diese Sachen! Und dann will ich verdammt nochmal, dass die nicht halbkaputt hier ankommen, egal, ob die gestresst sind oder nicht. Ich darf mir in meinem Job ja auch keine Schnitzer erlauben!
Ich könnte dem Mann auflauern und ihn selbst höflich bitten, das anders zu gestalten. Aber ich lebe - ohne Scheiß! - in einer Region, in der 30jährige Frauen von älteren Herren automatisch geduzt werden und keinerlei Respekt erhalten. Der würde sich von mir eh nix sagen lassen. Außerdem muss ich gestehen, dass ich absolut unfähig bin, Leute direkt von Angesicht zu Angesicht zu kritisieren, da fühle ich mich immer mies und lasse mich total schnell unterbuttern. Ja, ich bin schwach...
Und bei den Tattoos hat es mich wirklich angefuckt, denn die sind ein Geschenk für meine Fast-Schwiegermutter. Die hatte vor Kurzem Krebs und ihr wurde eine Brust amputiert. Sie hat gesagt, sie würde gerne, wenn sie z. B. in die Sauna geht, ab und zu Tattoos hinmachen an die amputierte Stelle, damit es schöner aussieht und um zu zeigen, dass sie dazu steht. Ich fand die Idee klasse und wollte sie mit diesen Tattoos darin unterstützen und ihr eine Freude machen, da ich weiß, dass sie nicht von alleine herausfindet, wo man sowas findet. (In einem Online-Shop in Österreiche wurde ich fündig, denn man will ja keine 08/15-Tattoos, die man in jeder Bravo-Ausgabe kriegt.) Deshalb kotzt mich das echt an!
21. Dezember 2011
Prominenz im Bollywoodkurs
Wie der geschätzte Leser bereits weiß, betreibe ich Bollywood-Tanz zusammen mit Emily Howards. Es ist etwas schwierig, sich auf das indische Gejaule zu konzentrieren, wenn im Kopf ständig "Ich bin eine Lady!" widerhallt.
Heute ist mir auch endlich eingefallen, an wen mich die Lehrerin erinnert. Ihr wisst schon, die ca. 60jährige Birgit, äh, Zanna. Nämlich an Ingrid von "Ingrids Woche und Klaus" bei "TV total!"!
Außerdem ist noch eine dabei, die aussieht wie eine (ehemalige) Schauspielerin aus dem "Großstadtrevier". Hab mir grad die Finger wundgegoogelt und sie sogar gefunden: Ann-Cathrin Sudhoff. Die ist auch noch schwanger, da würde ICH mir sowas ja nicht antun, aber jeder nach seiner Fassong, nä?
Ihr seht also, ich bin umzingelt von C-Promi-Doubles. Wer kann das schon von sich behaupten?
Tja, was soll ich zum Thema "Choreo" sagen? Jedes Mal, wenn wir Fortschritte machen, kommen neue Schrittfolgen dazu und alles ist wieder im Arsch. Das Kacklied geht 5 Minuten, und ihr ahnt nicht, wie viele beschissene Schritte, Handgriffe, Bewegungen, Hüftschwünge, Schulterzucker und Bewegungen von Muskeln, die ich vorher nicht kannte, man in 5 Minuten einbauen kann. Und der Rummelplatzspiegel, in dem ich aussehe wie die Mutter von Gilbert Grape, trägt nicht gerade zu einer besseren Stimmung bei. Habe allerdings festgestellt, dass der separate, schlanke Spiegel, der etwas abseits steht, mindestens fünf Kilo wegschummelt, und seitdem tanze ich gerne vorne rechts, hehe.
Übrigens an alle, die mich deshalb gerügt haben: Ich bin nicht die Einzige, die konsequent mit Turnschuhen tanzt! Aber wenn es euch beruhigt - bei der Vorführung (Die ganz bestimmt sehr peinlich werden wird.) müssen wir barfuß tanzen. Ich freu mich jetzt schon drauf, vor allen Leuten auf die Fresse zu fliegen...
Heute ist mir auch endlich eingefallen, an wen mich die Lehrerin erinnert. Ihr wisst schon, die ca. 60jährige Birgit, äh, Zanna. Nämlich an Ingrid von "Ingrids Woche und Klaus" bei "TV total!"!
Außerdem ist noch eine dabei, die aussieht wie eine (ehemalige) Schauspielerin aus dem "Großstadtrevier". Hab mir grad die Finger wundgegoogelt und sie sogar gefunden: Ann-Cathrin Sudhoff. Die ist auch noch schwanger, da würde ICH mir sowas ja nicht antun, aber jeder nach seiner Fassong, nä?
Ihr seht also, ich bin umzingelt von C-Promi-Doubles. Wer kann das schon von sich behaupten?
Tja, was soll ich zum Thema "Choreo" sagen? Jedes Mal, wenn wir Fortschritte machen, kommen neue Schrittfolgen dazu und alles ist wieder im Arsch. Das Kacklied geht 5 Minuten, und ihr ahnt nicht, wie viele beschissene Schritte, Handgriffe, Bewegungen, Hüftschwünge, Schulterzucker und Bewegungen von Muskeln, die ich vorher nicht kannte, man in 5 Minuten einbauen kann. Und der Rummelplatzspiegel, in dem ich aussehe wie die Mutter von Gilbert Grape, trägt nicht gerade zu einer besseren Stimmung bei. Habe allerdings festgestellt, dass der separate, schlanke Spiegel, der etwas abseits steht, mindestens fünf Kilo wegschummelt, und seitdem tanze ich gerne vorne rechts, hehe.
Übrigens an alle, die mich deshalb gerügt haben: Ich bin nicht die Einzige, die konsequent mit Turnschuhen tanzt! Aber wenn es euch beruhigt - bei der Vorführung (Die ganz bestimmt sehr peinlich werden wird.) müssen wir barfuß tanzen. Ich freu mich jetzt schon drauf, vor allen Leuten auf die Fresse zu fliegen...
18. Dezember 2011
Taquile oder: Die Insel der strickenden Männer
Taquile - noch nie gehört, dieses Wort? Dann geht's euch so wie mir. Bis vor Kurzem wusste ich nicht, dass es sich bei Taquile um eine Insel in Peru, direkt am Titicaca-See, handelt. Ich bin eigentlich nicht so sehr an Südamerika interessiert, mein Interessengebiet liegt woanders. Aber diese kleine Insel möchte ich euch nicht vorenthalten.
Ich hatte ja schonmal kurz erwähnt, dass ich vor ein paar Monaten anfing, im hiesigen Weltladen mitzuarbeiten, um mich nicht so unnütz zu fühlen. Neulich war eine Einführung für die neusten Zugänge. Dort erfuhren wir u. a., wie sich der Weltladen eigentlich organisiert, wie es zu den Projekten kommt, wie Fair Trade funktioniert usw. Nach diesem offiziellen Teil fragte uns der Referent noch, ob wir Lust hätten, seine Fotos aus Peru anzuschauen. Dort war er zusammen mit einem Kollegen, um u. a. ein Projekt mit Einheimischen auf die Beine zu stellen.
U. a. verschlug es ihn dafür auch auf die Insel Taquile. Und was uns Frauen - die wir im Laden in der Überzahl sind - natürlich am meisten interessierte und faszinierte: Die strickenden Männer!
In Taquile ist das wichtigste Handwerk Stricken und Weben. Während das Weben ausschließlich von den Frauen erledigt wird, ist Stricken reine Männersache. Das Wissen um die Strickkunst wird vom Vater an den Sohn weitergegeben.
Und wir fanden das natürlich alle total putzig! :-)
Im Übrigen ist die Insel auch noch anderweitig einen Besuch wert - ich denke, die Bilder sprechen für sich...
Habt ihr auch grad so richtig Bock darauf, in Urlaub zu fahren?!
Ich hatte ja schonmal kurz erwähnt, dass ich vor ein paar Monaten anfing, im hiesigen Weltladen mitzuarbeiten, um mich nicht so unnütz zu fühlen. Neulich war eine Einführung für die neusten Zugänge. Dort erfuhren wir u. a., wie sich der Weltladen eigentlich organisiert, wie es zu den Projekten kommt, wie Fair Trade funktioniert usw. Nach diesem offiziellen Teil fragte uns der Referent noch, ob wir Lust hätten, seine Fotos aus Peru anzuschauen. Dort war er zusammen mit einem Kollegen, um u. a. ein Projekt mit Einheimischen auf die Beine zu stellen.
U. a. verschlug es ihn dafür auch auf die Insel Taquile. Und was uns Frauen - die wir im Laden in der Überzahl sind - natürlich am meisten interessierte und faszinierte: Die strickenden Männer!
In Taquile ist das wichtigste Handwerk Stricken und Weben. Während das Weben ausschließlich von den Frauen erledigt wird, ist Stricken reine Männersache. Das Wissen um die Strickkunst wird vom Vater an den Sohn weitergegeben.
Und wir fanden das natürlich alle total putzig! :-)
![]() | ||
| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Knitter_of_Taquile.jpg?uselang=de |
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| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taquilenos_knitting.jpg?uselang=de |
Im Übrigen ist die Insel auch noch anderweitig einen Besuch wert - ich denke, die Bilder sprechen für sich...
| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:05._Isla_de_Taquile_%2831%29.JPG?uselang=de |
| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Lake_of_Titicaca1.JPG?uselang=de |
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| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taquile_Island.jpg?uselang=de |
| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Taquile_Inselfest_Frauen.JPG?uselang=de |
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| Quelle: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Panorama_Lac_Titicaca_-_D%C3%A9cembre_2006.jpg |
Habt ihr auch grad so richtig Bock darauf, in Urlaub zu fahren?!
17. Dezember 2011
Mir reicht's, dass ich weiß, dass ich könnte...
Weihnachten ist eh die Zeit des Müßiggangs. Aber seit dem Ende meines Studiums, seit ich so ein bisschen herumdümple, weder Fisch noch Fleisch bin, nicht genau weiß, was ich erreichen will und v. a. erreichen kann, wo ich im Leben steht, da denke ich mir doch immer öfter, ich bin eine faule Sau und ich könnte eigentlich viel effektiver sein. Früher aufstehen, mehr lernen, mehr leisten, Sport treiben, abnehmen etc.pp.
Eine sehr gute Freundin ist das Gegenteil von mir: Um 7 steht sie auf, egal, ob Wochentag oder Wochenende (Ja, ihr Lieben, hier widersprechen wir dem gängigen Klischee des Landschläferstudenten!), sie belegt 3x so viele Kurse, wie sie müsste, sie bastelt, kocht, backt, schreibt Kurzgeschichten, geht shoppen etc.pp. Einziger Trost: Sie ist viel dicker als ich, denn das mit dem Sport und Abnehmen klappt auch nicht bei ihr, he he. Ihr letzter Facebookstatus:
3 Tage Bunny-Sitten und sie leben noch - check! Alle Weihnachtsgeschenke gekauft - check! Das letzte Referat vor den Ferien erledigt - check! Plätzchen gebacken - check! Endlich mal wieder ein neues Kapitel online gestellt - check! Kaffee und gebrannte Mandeln vor mir aufm Tisch - check!
Sowas nervt mich, aber ich kenne sie ja nun auch schon seit 7 Jahren und denke mir meinen Teil. Sie braucht die Bestätigung und Anerkennung der Anderen, wie toll und fleißig sie doch ist. Und dann bin ich über ein Lied gestolpert, das ganz genau auf den Punkt bringt, wieso ich nicht so übereifrig bin wie sie:
Eine sehr gute Freundin ist das Gegenteil von mir: Um 7 steht sie auf, egal, ob Wochentag oder Wochenende (Ja, ihr Lieben, hier widersprechen wir dem gängigen Klischee des Landschläferstudenten!), sie belegt 3x so viele Kurse, wie sie müsste, sie bastelt, kocht, backt, schreibt Kurzgeschichten, geht shoppen etc.pp. Einziger Trost: Sie ist viel dicker als ich, denn das mit dem Sport und Abnehmen klappt auch nicht bei ihr, he he. Ihr letzter Facebookstatus:
3 Tage Bunny-Sitten und sie leben noch - check! Alle Weihnachtsgeschenke gekauft - check! Das letzte Referat vor den Ferien erledigt - check! Plätzchen gebacken - check! Endlich mal wieder ein neues Kapitel online gestellt - check! Kaffee und gebrannte Mandeln vor mir aufm Tisch - check!
Sowas nervt mich, aber ich kenne sie ja nun auch schon seit 7 Jahren und denke mir meinen Teil. Sie braucht die Bestätigung und Anerkennung der Anderen, wie toll und fleißig sie doch ist. Und dann bin ich über ein Lied gestolpert, das ganz genau auf den Punkt bringt, wieso ich nicht so übereifrig bin wie sie:
15. Dezember 2011
Ausbeutung mal ganz legal
Also bei vielen Jobanzeigen läuft's einem eiskalt den Rücken runter. Da soll man die eierlegende Wollmilchsau sein, dabei noch super aussehen (Ein Unding ist das mit der Foto-Pflicht bei Bewerbungen an deutschen Firmen, selbst als Putzfrau muss man ein Bild mitschicken!) und am Besten noch selbst zahlen aus Dankbarkeit dafür, dass man überhaupt mal was arbeiten darf.
Am Tollsten sind die so genannten "Praktika", bei denen man einfach nur eine kostenlose Arbeitskraft braucht, natürlich am Besten für mind. 6 Monate bei einer eigentlich total anspruchslosen Tätigkeit, bei der man nicht wirklich viel lernt.
Nur ein Beispiel:
Eine Orga, die jedes Jahr Open Air-Kino an einer Burg organisiert, sucht - ich zitiere - "motivierte Praktikanten! Zeitraum: Ab sofort, etwa einen Monat lang (Na das geht ja noch.), 20h pro Woche für die ersten Planungen (Das geht ja auch noch, da kann man noch nebenbei studieren oder Geld verdienen.) und dann im nächsten Sommer von Mai bis Juli fulltime! Du hast Spaß am Organisieren, Planen und Gestalten - dann melde dich."
Ähm, joah... Ich will jetzt mal nicht behaupten, dass man bei sowas gar nichts lernt. Aber allein 3 Monate Vollzeit Praktikum machen (Mitten im Semester, wohlgemerkt!) bei einer Mini-Orga, die halt Open Air-Kino macht - ich glaube nicht, dass sich diese Zeitinvestition irgendwie rechnet. Solche Sachen werden in diesem Fall meist von Freiwilligen übernommen. Das Ganze noch als Praktikum zu verkaufen, bei dem man sich 3 Monate lang Vollzeit abrackern soll, finde ich etwas übertrieben. Wird momentan öfter gepostet, haben sich wohl noch nicht genug Leute gemeldet. Nanu?!
Mein Favorit ist ja der Lego-Mann. "Ich bin Student, selbstständig und verkaufe Lego-Teile. Diese müssen sortiert werden. Wenn ihr bei mir arbeiten wollt (Es gibt 5 €/h.), dann meldet euch. Ihr müsst erstmal 2 Wochen lang kostenlos arbeiten, damit ich sehe, ob ihr die Tätigkeit auch beherrscht. (Es geht wie gesagt darum, Legosteine zu sortieren!) Bewerbung bitte nur mit Bild! (Damit die Legosteine auch was zu gucken haben!)"
Jetzt zwar nicht kostenlos, aber im Endeffekt glaube ich - auch nachdem diese Anzeige wirklich ständig gepostet wird - dass der gute Mann einfach nur die Leute zum kostenlosen Probearbeiten herzitiert und sich somit vermutlich über Monate hinweg Arbeitskräfte sichert, ohne einen Cent zu bezahlen. Und ich glaube nicht, dass man für eine Tätigkeit wie Legosteine sortieren groß angelernt werden muss.
Versteht mich nicht falsch - mal eine Zeitlang für schlechte oder gar keine Bezahlung in einem Unternehmen arbeiten, wo man dann ein ordentliches Praktikumszeugnis in Händen hält und auch wirklich was Gescheites gelernt hat, DAS würde ich auch machen. Aber sowas wie da oben? Das ist doch die reinste Verarsche, oder?!
Leute, was ist denn bitte mit dem deutschen Arbeitsmarkt los?! Sind potentielle Arbeitskräfte mittlerweile echt so wenig wert?
Am Tollsten sind die so genannten "Praktika", bei denen man einfach nur eine kostenlose Arbeitskraft braucht, natürlich am Besten für mind. 6 Monate bei einer eigentlich total anspruchslosen Tätigkeit, bei der man nicht wirklich viel lernt.
Nur ein Beispiel:
Eine Orga, die jedes Jahr Open Air-Kino an einer Burg organisiert, sucht - ich zitiere - "motivierte Praktikanten! Zeitraum: Ab sofort, etwa einen Monat lang (Na das geht ja noch.), 20h pro Woche für die ersten Planungen (Das geht ja auch noch, da kann man noch nebenbei studieren oder Geld verdienen.) und dann im nächsten Sommer von Mai bis Juli fulltime! Du hast Spaß am Organisieren, Planen und Gestalten - dann melde dich."
Ähm, joah... Ich will jetzt mal nicht behaupten, dass man bei sowas gar nichts lernt. Aber allein 3 Monate Vollzeit Praktikum machen (Mitten im Semester, wohlgemerkt!) bei einer Mini-Orga, die halt Open Air-Kino macht - ich glaube nicht, dass sich diese Zeitinvestition irgendwie rechnet. Solche Sachen werden in diesem Fall meist von Freiwilligen übernommen. Das Ganze noch als Praktikum zu verkaufen, bei dem man sich 3 Monate lang Vollzeit abrackern soll, finde ich etwas übertrieben. Wird momentan öfter gepostet, haben sich wohl noch nicht genug Leute gemeldet. Nanu?!
Mein Favorit ist ja der Lego-Mann. "Ich bin Student, selbstständig und verkaufe Lego-Teile. Diese müssen sortiert werden. Wenn ihr bei mir arbeiten wollt (Es gibt 5 €/h.), dann meldet euch. Ihr müsst erstmal 2 Wochen lang kostenlos arbeiten, damit ich sehe, ob ihr die Tätigkeit auch beherrscht. (Es geht wie gesagt darum, Legosteine zu sortieren!) Bewerbung bitte nur mit Bild! (Damit die Legosteine auch was zu gucken haben!)"
Jetzt zwar nicht kostenlos, aber im Endeffekt glaube ich - auch nachdem diese Anzeige wirklich ständig gepostet wird - dass der gute Mann einfach nur die Leute zum kostenlosen Probearbeiten herzitiert und sich somit vermutlich über Monate hinweg Arbeitskräfte sichert, ohne einen Cent zu bezahlen. Und ich glaube nicht, dass man für eine Tätigkeit wie Legosteine sortieren groß angelernt werden muss.
Versteht mich nicht falsch - mal eine Zeitlang für schlechte oder gar keine Bezahlung in einem Unternehmen arbeiten, wo man dann ein ordentliches Praktikumszeugnis in Händen hält und auch wirklich was Gescheites gelernt hat, DAS würde ich auch machen. Aber sowas wie da oben? Das ist doch die reinste Verarsche, oder?!
Leute, was ist denn bitte mit dem deutschen Arbeitsmarkt los?! Sind potentielle Arbeitskräfte mittlerweile echt so wenig wert?
14. Dezember 2011
Das DHL-Dilemma - Fortsetzung
Ich hatte 3 Artikel auf einmal bei Amazon bestellt, die alle zeitgleich verschickt wurden. Allerdings in 2 Paketen... Da das Paket relativ groß werden würde, habe ich es diesmal in eine andere Packstation schicken lassen, die mein Männchen nach der Arbeit mit dem Auto anfährt. Ergebnis: Paket 1 kam in diese Packstation, Paket 2 wurde in eine dämliche Filiale in der Nähe dieser PS geliefert. Zwar nicht wirklich weit zu Fuß, aber trotzdem nervig, denn ich wollte ja, dass das Männchen die Sachen mit dem Auto holt, nur geht das bei Paket 2 natürlich nicht, da er nicht vor 18 Uhr in den Laden kommt. Also muss ich hinschlappen.
2 weitere Päckchen ließ ich in meine Stamm-Packstation liefern. Das gleiche Ergebnis: Paket 1 kam in die PS, Paket 2 wurde in die Filiale umgeleitet.
Jetzt darf ich also auch noch in 2 Filialen latschen, die sich in entgegengesetzten Richtungen befinden. Ganz tolle Nummer! Aber wenn ich die Sachen direkt nach Hause schicken lasse, verwette ich meinen fetten Arsch drauf, dass grad keiner da ist und die Pakete wieder in 'ner ganz anderen Filiale landen. Bei den Wegen, die ich für die umgeleiteten Päckchen zurücklegen darf, kann ich die Sachen demnächst auch gleich persönlich beim Absender abholen...
2 weitere Päckchen ließ ich in meine Stamm-Packstation liefern. Das gleiche Ergebnis: Paket 1 kam in die PS, Paket 2 wurde in die Filiale umgeleitet.
Jetzt darf ich also auch noch in 2 Filialen latschen, die sich in entgegengesetzten Richtungen befinden. Ganz tolle Nummer! Aber wenn ich die Sachen direkt nach Hause schicken lasse, verwette ich meinen fetten Arsch drauf, dass grad keiner da ist und die Pakete wieder in 'ner ganz anderen Filiale landen. Bei den Wegen, die ich für die umgeleiteten Päckchen zurücklegen darf, kann ich die Sachen demnächst auch gleich persönlich beim Absender abholen...
12. Dezember 2011
Das DHL-Dilemma
Mit der Post ist das ja im Winter genauso wie mit der Bahn bezüglich des Wetters: Sobald es auf Weihnachten zugeht, läuft gar nichts mehr rund in dem Laden.
Ich bin überzeugte Packstation-Nutzerin. Da ich idR nie daheim bin, wenn ein Paket kommt, und unsere alte Frau Müller nicht jedes Paket entgegennehmen kann. (Dabei dachte ich eigentlich, dass sie nie die Wohnung verlässt. Hm...)
Hier mal eine kleine Erfolgsbilanz der letzten Wochen:
Paket 1-3: An Packstation gesendet, aber in Filiale umgeleitet, weil Packstation voll. So macht das natürlich keinen Sinn mit der Packstation, wenn man dann doch während der Öffnungszeiten in den Laden gehen und sich in die Warteschlange einreihen muss.
Paket 4: Konnte nicht an eine Packstation geliefert werden, also notgedrungen an meine Wohnadresse. Natürlich war ich nicht anwesend und natürlich war auch sonst niemand im Haus, der das Paket annehmen konnte. 2. Zustellversuch ist ja eh nicht drin, das Paket geht auch nicht an die Poststelle, an der ich idR vorbeikomme, wenn ich in die Stadt gehe, sondern an die am Bahnhof, wo ich extra hinfahren muss. Auf meine Frage, ob man da nicht irgendwie beantragen könnte, dass Pakete an die andere Filiale (ca. 200 m weiter Luftlinie, aber für mich näher) umgeleitet werden könnte, meint der Postmitarbeiter: "Ich hab keine Ahnung, was die von DHL so treiben, wir kriegen ja nichts mit, uns sagt man ja nichts." Ok, da kann man wohl nix erwarten. Ich werde mal einen freundlichen Zettel an den Briefkasten hängen und gucken, ob das funktioniert.
Paket 5: An die gewünschte Packstation gesendet, juhu!!!
Paket 6: In Packstation 111 am Bahnhof eingeliefert statt in Packstation 101 bei meiner Stammpostfiliale. Wieso denn das? Hat sich der Absender vielleicht verschrieben? Nein, hat er nicht. Der Postbote war einfach nur schlampig und hat das Päckchen in die falsche Packstation rein. Toll... zum Glück musste ich heute eh shoppen gehen und war in der Nähe des Bahnhofs. Trotzdem nervig.
Die nächsten Tage kriege ich mehrere Päckchen, ich bin gespannt, wie die weitere Statistik aussehen wird. Und ja, ich bin überzeugte Internetshopperin. Als Misanthropin wirft man sich nicht freiwillig in die Weihnachtseinkaufsschlacht.
Ich bin überzeugte Packstation-Nutzerin. Da ich idR nie daheim bin, wenn ein Paket kommt, und unsere alte Frau Müller nicht jedes Paket entgegennehmen kann. (Dabei dachte ich eigentlich, dass sie nie die Wohnung verlässt. Hm...)
Hier mal eine kleine Erfolgsbilanz der letzten Wochen:
Paket 1-3: An Packstation gesendet, aber in Filiale umgeleitet, weil Packstation voll. So macht das natürlich keinen Sinn mit der Packstation, wenn man dann doch während der Öffnungszeiten in den Laden gehen und sich in die Warteschlange einreihen muss.
Paket 4: Konnte nicht an eine Packstation geliefert werden, also notgedrungen an meine Wohnadresse. Natürlich war ich nicht anwesend und natürlich war auch sonst niemand im Haus, der das Paket annehmen konnte. 2. Zustellversuch ist ja eh nicht drin, das Paket geht auch nicht an die Poststelle, an der ich idR vorbeikomme, wenn ich in die Stadt gehe, sondern an die am Bahnhof, wo ich extra hinfahren muss. Auf meine Frage, ob man da nicht irgendwie beantragen könnte, dass Pakete an die andere Filiale (ca. 200 m weiter Luftlinie, aber für mich näher) umgeleitet werden könnte, meint der Postmitarbeiter: "Ich hab keine Ahnung, was die von DHL so treiben, wir kriegen ja nichts mit, uns sagt man ja nichts." Ok, da kann man wohl nix erwarten. Ich werde mal einen freundlichen Zettel an den Briefkasten hängen und gucken, ob das funktioniert.
Paket 5: An die gewünschte Packstation gesendet, juhu!!!
Paket 6: In Packstation 111 am Bahnhof eingeliefert statt in Packstation 101 bei meiner Stammpostfiliale. Wieso denn das? Hat sich der Absender vielleicht verschrieben? Nein, hat er nicht. Der Postbote war einfach nur schlampig und hat das Päckchen in die falsche Packstation rein. Toll... zum Glück musste ich heute eh shoppen gehen und war in der Nähe des Bahnhofs. Trotzdem nervig.
Die nächsten Tage kriege ich mehrere Päckchen, ich bin gespannt, wie die weitere Statistik aussehen wird. Und ja, ich bin überzeugte Internetshopperin. Als Misanthropin wirft man sich nicht freiwillig in die Weihnachtseinkaufsschlacht.
8. Dezember 2011
Adventskalender - Das Happy End!
Nachdem ich vor ein paar Tagen gejammert habe, dass ich schon wieder keinen Adventskalender bekommen habe, lag heute eine Paketbenachrichtigung im Briefkasten. Zum Glück musste ich nicht erst wieder mit dem Bus zum Bahnhof gondeln, um es dort abzuholen, sondern unsere sehr alte Hausbewohnerin Frau Müller nahm dankenswerterweise das Paket entgegen.
Und darin lag:
Juhu!!! :-) Jemand hat an mich gedacht und mir den Luxus-Ü-Eier-Kalender gekauft. Nicht, dass mein Arsch und auch sonst alles an mir eh schon zu voluminös wäre. Oder dass Ü-Eier furchtbar praktisch wären. Aber ich liebe Ü-Eier, seit ich klein war und uns meine Mama regelmäßig Ü-Eier aus dem Tante Emma-Laden mitbrachte. Wenn mich nicht damals als Kind unsere hinterhältige Postangestellte abgezogen hätte, indem sie mir für 20 Mark - viel Geld für ein einfaches Arbeiterkind - eine ganze Schachtel Ü-Eier-Figuren abluchste, die vermutlich mittlerweile das Doppelte, Dreifache und was weiß ich-fache wert sind, dann wäre ich jetzt bestimmt schon Mittelschicht! (Verflucht seist du, elendes Weib!)
Und nein, der Kalender kommt nicht von meinem Männchen, so aufmerksam ist der nicht, sondern von meinem besten Freund. Schwul, um das Klischee vollends zu bedienen. ;-) Und wie man sieht, auch ab und an richtig lieb zu mir. Das reib ich heute Abend dem Männchen richtig rein!
Und darin lag:
Juhu!!! :-) Jemand hat an mich gedacht und mir den Luxus-Ü-Eier-Kalender gekauft. Nicht, dass mein Arsch und auch sonst alles an mir eh schon zu voluminös wäre. Oder dass Ü-Eier furchtbar praktisch wären. Aber ich liebe Ü-Eier, seit ich klein war und uns meine Mama regelmäßig Ü-Eier aus dem Tante Emma-Laden mitbrachte. Wenn mich nicht damals als Kind unsere hinterhältige Postangestellte abgezogen hätte, indem sie mir für 20 Mark - viel Geld für ein einfaches Arbeiterkind - eine ganze Schachtel Ü-Eier-Figuren abluchste, die vermutlich mittlerweile das Doppelte, Dreifache und was weiß ich-fache wert sind, dann wäre ich jetzt bestimmt schon Mittelschicht! (Verflucht seist du, elendes Weib!)
Und nein, der Kalender kommt nicht von meinem Männchen, so aufmerksam ist der nicht, sondern von meinem besten Freund. Schwul, um das Klischee vollends zu bedienen. ;-) Und wie man sieht, auch ab und an richtig lieb zu mir. Das reib ich heute Abend dem Männchen richtig rein!
7. Dezember 2011
Versprecher
Männchen und ich kamen auf das Thema zu sprechen, dass manche Menschen, wenn sie an einer schweren Krankheit leiden, plötzlich Anhänger von anderen Religionen und Esoterik werden.
Ich: "Jürgens Mama ist ja dann damals, als sie Krebs hatte, auch nach Frankfurt gegangen, als Buddha zu Besuch kam."
Männchen: "Äh, ja, genau. Und neulich war Gott in Freiburg..."
:-/
Ich: "Jürgens Mama ist ja dann damals, als sie Krebs hatte, auch nach Frankfurt gegangen, als Buddha zu Besuch kam."
Männchen: "Äh, ja, genau. Und neulich war Gott in Freiburg..."
:-/
3. Dezember 2011
Adventskalender
Tja, der 3. Dezember ist schon so gut wie vorbei, und wieder bin ich dieses Jahr leer ausgegangen - kein Adventskalender für mich. :-(
Dabei kriegt mein Männchen schon seit 3 Jahren einen. Und ich gebe mir wirklich Mühe. Vor 3 Jahren habe ich ein komplettes Weihnachtsdorf gebastelt. Schon Wochen vorher habe ich allerlei Verpackungen, Schächtelchen, Kästchen gesammelt und zu Gebäuden umfunktioniert. Das sah dann so aus (inkl. Kunstschnee!):
Das war mein 1. und vorerst letzter selbstgebastelter Adventskalender. Denn ichhab keinen Bock mehr bin alles andere als ein Bastelfan, völlig unkreativ und unbegabt. Und teuer war's auch noch, man kann ja nicht nur Süßigkeiten reintun, was am Billigsten wäre, da schimpft ja das gertenschlanke Männchen, dass es fett wird...
Deshalb hat der undankbare Sack dieses Jahr nur einen großen 1 €-Filzweihnachtssack von Woolworth gekriegt. Hab ich an die Tür gehängt und befülle ich jeden Tag mit etwas Schönem. Hatte ich ihm aber auch angekündigt und geschwärmt, was es für tolle Adventskalender gibt. Z. B. den Ü-Eier-Adventskalender, den jede 30jährige mit Übergewicht dringend braucht!
Und was hab ich gekriegt? Nüschts! War ja klar. Bei dem Mann hat man diesbezüglich einfach nichts zu erwarten. Am Besten nimmt man sich da heimlich Geld aus seinem Geldbeutel und kauft sich selbst was Schönes. Jetzt verstehe ich auch meine Mutter so langsam, die das so macht...
Ich krieg NIE einen Adventskalender. Also mal abgesehen von den 1 €-Dingern, die mir meine Mutter früher immer gekauft hat und die schon am 15. von mir komplett erlegt waren. Aber so nen schönen selbstgemachten. Oder einen teuren (> 5 €) gekauften. Nö, nie! Doofe Adventszeit, echt jetzt...
Dabei kriegt mein Männchen schon seit 3 Jahren einen. Und ich gebe mir wirklich Mühe. Vor 3 Jahren habe ich ein komplettes Weihnachtsdorf gebastelt. Schon Wochen vorher habe ich allerlei Verpackungen, Schächtelchen, Kästchen gesammelt und zu Gebäuden umfunktioniert. Das sah dann so aus (inkl. Kunstschnee!):
Das war mein 1. und vorerst letzter selbstgebastelter Adventskalender. Denn ich
Deshalb hat der undankbare Sack dieses Jahr nur einen großen 1 €-Filzweihnachtssack von Woolworth gekriegt. Hab ich an die Tür gehängt und befülle ich jeden Tag mit etwas Schönem. Hatte ich ihm aber auch angekündigt und geschwärmt, was es für tolle Adventskalender gibt. Z. B. den Ü-Eier-Adventskalender, den jede 30jährige mit Übergewicht dringend braucht!
Und was hab ich gekriegt? Nüschts! War ja klar. Bei dem Mann hat man diesbezüglich einfach nichts zu erwarten. Am Besten nimmt man sich da heimlich Geld aus seinem Geldbeutel und kauft sich selbst was Schönes. Jetzt verstehe ich auch meine Mutter so langsam, die das so macht...
Ich krieg NIE einen Adventskalender. Also mal abgesehen von den 1 €-Dingern, die mir meine Mutter früher immer gekauft hat und die schon am 15. von mir komplett erlegt waren. Aber so nen schönen selbstgemachten. Oder einen teuren (> 5 €) gekauften. Nö, nie! Doofe Adventszeit, echt jetzt...
2. Dezember 2011
Gutes tun muss man büßen
So lautet der Titel eines Musicalsongs. Diese Erfahrung habe ich schon oft gemacht, aber heute traf sie mal wieder zu.
Um 8:21 Uhr rief mein Freund an. Ich ging fluchend ans Telefon mit dem Gedanken: "Welcher Penner ruft denn bitte so früh die Leute zu Hause an?!"
Er erzählte mir, dass er auf dem Weg zur Arbeit auf der vielbefahrenen Bundesstraße eine angefahrene Katze gesehen hätte. Er hielt an und versuchte, das Tier einzufangen, doch sie fauchte ihn an und haute ab. Da er sich aber sicher war, dass sie verletzt war, vermutlich ein Bein gebrochen, rief er die uns wohlbekannte Katzenhilfe an, dessen Nummer ich ihm geben sollte.
Danach hab ich erstmal 1,5h nichts mehr von ihm gehört. Ein Anruf war vergebens. Gerade kam eine SMS: Die Katze wurde gerettet und ist beim Tierarzt. Katzenhilfe und Tierheim waren bei der Aktion dabei, mein Freund hat natürlich mitgeholfen und abgewartet, bis er sicher sein konnte, dass das Kerlchen gut versorgt ist. Dafür springt nun sein Auto nicht mehr an und er wartet gerade auf den Pannendienst. Was geil ist, denn das Auto hat er vor ca. einem Monat erst gekauft. Zwar von privat, aber scheckheftgepflegt, und er ist noch zusammen mit dem Vorbesitzer zum TÜV, der keine Mängel feststellen konnte. Wieso das doofe Auto nun plötzlich seinen Geist aufgibt, wo er sowieso schon über eine Stunde zu spät ist für die Arbeit (Zum Glück haben die Vertrauensarbeitszeit oder wie man das nennt.), passt ja wirklich wie die Faust aufs Auge. Das ist also die Belohnung dafür, dass er nicht - wie der Penner, der die arme Mieze angefahren hat - einfach an einer verletzten Katze vorbeifährt und sie ihrem Schicksal überlässt. Und da frage ich mich mal wieder, wieso gute Taten eigentlich idR. ständig mit etwas Schlechtem "belohnt" werden?
NACHTRAG 18:15 Uhr:
Der Abschleppdienst hat Starthilfe gegeben und das Auto sprang wieder an. Morgen lassen wir mal checken, ob die Batterie ausgewechselt werden sollte.
Vorhin in der Tierklinik angerufen. Die arme Katze musste eingeschläfert werden, Schädelbruch. :-(((( Mensch, so ein Dreck!!!
Um 8:21 Uhr rief mein Freund an. Ich ging fluchend ans Telefon mit dem Gedanken: "Welcher Penner ruft denn bitte so früh die Leute zu Hause an?!"
Er erzählte mir, dass er auf dem Weg zur Arbeit auf der vielbefahrenen Bundesstraße eine angefahrene Katze gesehen hätte. Er hielt an und versuchte, das Tier einzufangen, doch sie fauchte ihn an und haute ab. Da er sich aber sicher war, dass sie verletzt war, vermutlich ein Bein gebrochen, rief er die uns wohlbekannte Katzenhilfe an, dessen Nummer ich ihm geben sollte.
Danach hab ich erstmal 1,5h nichts mehr von ihm gehört. Ein Anruf war vergebens. Gerade kam eine SMS: Die Katze wurde gerettet und ist beim Tierarzt. Katzenhilfe und Tierheim waren bei der Aktion dabei, mein Freund hat natürlich mitgeholfen und abgewartet, bis er sicher sein konnte, dass das Kerlchen gut versorgt ist. Dafür springt nun sein Auto nicht mehr an und er wartet gerade auf den Pannendienst. Was geil ist, denn das Auto hat er vor ca. einem Monat erst gekauft. Zwar von privat, aber scheckheftgepflegt, und er ist noch zusammen mit dem Vorbesitzer zum TÜV, der keine Mängel feststellen konnte. Wieso das doofe Auto nun plötzlich seinen Geist aufgibt, wo er sowieso schon über eine Stunde zu spät ist für die Arbeit (Zum Glück haben die Vertrauensarbeitszeit oder wie man das nennt.), passt ja wirklich wie die Faust aufs Auge. Das ist also die Belohnung dafür, dass er nicht - wie der Penner, der die arme Mieze angefahren hat - einfach an einer verletzten Katze vorbeifährt und sie ihrem Schicksal überlässt. Und da frage ich mich mal wieder, wieso gute Taten eigentlich idR. ständig mit etwas Schlechtem "belohnt" werden?
NACHTRAG 18:15 Uhr:
Der Abschleppdienst hat Starthilfe gegeben und das Auto sprang wieder an. Morgen lassen wir mal checken, ob die Batterie ausgewechselt werden sollte.
Vorhin in der Tierklinik angerufen. Die arme Katze musste eingeschläfert werden, Schädelbruch. :-(((( Mensch, so ein Dreck!!!
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