... gibt's eigentlich keine. Ich gebe zu, der Job war nicht so aufregend oder lustig, dass ich hier 20 Posts dazu schreiben könnte. Übermorgen ist meine letzte Schicht. Hat es Spaß gemacht? Na ja, es war ok. Hat mich nicht umgebracht und war wirklich human. Aber ich habe bereits nach 2 Wochen gemerkt, dass mich die Kunden aggressiv machen. Dabei waren sie zu mir weder unverschämt noch unhöflich, aber einfach der Fakt, dass dieses Pack sich ständig zusammenrottet und immer in Grüppchen erscheint, um einen reinzustressen, hat mich ständig auf 180 gebracht. Oder dass alle Idioten erst um 5 vor 12 samstags antanzen, wenn um 12 Uhr geschlossen wird. Dafür waren die Kollegen wirklich sehr nett und hilfsbereit.
Ansonsten hat mir der Job ganz gut getan. Stundenlang auf den Beinen, hin- und herrennen, Päckchen herumschleppen, schwere Paketwagen ziehen - mein feister Leib hat es mir gedankt, dass ich ihn mal wieder zu was anderem als Liegen, Essen und Schlafen benutzt habe. Vielleicht hätte ich sogar ein paar Kilöchen abgenommen, hätten nicht ständig Süßigkeiten im Aufenthaltsraum gelegen...
Vielleicht darf ich demnächst mal wieder dort jobben. Leider besteht erstmal kein Bedarf mehr, die Sturmzeiten sind ja nun vorerst vorbei. Aber im September geht einer in Rente, da hat die Filialleiterin schon gemeint, ich könnte ja vielleicht... aber mal ehrlich: Wenn ich im September, 2,5 Jahre nach Ende meines Studiums, immer noch keine Arbeit gefunden habe, dann baumle ich eh schon irgendwo von der Decke. Man hat ja langsam auch die Schnauze voll von so einem Leben... Außerdem, ich würde es maximal ein Jahr machen, dann bin ich bestimmt komplett wahnsinnig geworden. Wäre aber natürlich besser als nix, und man muss auch an die Kohle denken, auf die ich nunmal mangels reicher Eltern angewiesen bin.
Doch noch ein kleiner Schmunzler aus der Post: Heute musste eine Frau auf ein Paket nach USA in Englisch schreiben, was das Paket enthält. Sie schrieb "shoklet". Ich habe wirklich gerätselt, was das sein soll, bis es mir wie Schuppen von den Haaren fiel... oh mann... Na, wer kommt drauf?
27. Dezember 2012
21. Dezember 2012
Der letzte Tag
Hallo allerseits! Ich wollte es mir natürlich nicht entgehen lassen, euch einen fröhlichen Weltuntergang zu wünschen!
Bei uns ist es auch schon direkt losgegangen - es nieselt. Wenn's jetzt noch demnächst schneit, hagelt und Blut regnet, sind wir auch schon mittendrin statt nur dabei.
Ich überlege, ob ich überhaupt zur 7-Stunden-Schicht bei der Post aufbrechen soll. Lohnt sich eigentlich nicht. Und ich möchte nicht zwischen einem Haufen Paketen und mit einem fiesen Groll auf diverse Kunden mein Leben aushauchen müssen.
Andererseits gibt's ja Optimisten, die der Meinung sind, dass das mit dem Maya-Kalender nur ein Missverständnis ist. Oder dass die einfach keinen Platz mehr auf ihren Unterlagen hatten und er irgendwo noch weitergeht. Na gucken wir doch einfach mal, was heute noch so passiert.
Auf jeden Fall bedanke ich mich hiermit bei meinen regelmäßigen Bloglesern für ihr Interesse an meiner armseligen Person und hoffe, dass man sich im Jnseits mal zum Kaffee trifft.
Ahoi, ihr Kameraden!!!
Bei uns ist es auch schon direkt losgegangen - es nieselt. Wenn's jetzt noch demnächst schneit, hagelt und Blut regnet, sind wir auch schon mittendrin statt nur dabei.
Ich überlege, ob ich überhaupt zur 7-Stunden-Schicht bei der Post aufbrechen soll. Lohnt sich eigentlich nicht. Und ich möchte nicht zwischen einem Haufen Paketen und mit einem fiesen Groll auf diverse Kunden mein Leben aushauchen müssen.
Andererseits gibt's ja Optimisten, die der Meinung sind, dass das mit dem Maya-Kalender nur ein Missverständnis ist. Oder dass die einfach keinen Platz mehr auf ihren Unterlagen hatten und er irgendwo noch weitergeht. Na gucken wir doch einfach mal, was heute noch so passiert.
Auf jeden Fall bedanke ich mich hiermit bei meinen regelmäßigen Bloglesern für ihr Interesse an meiner armseligen Person und hoffe, dass man sich im Jnseits mal zum Kaffee trifft.
Ahoi, ihr Kameraden!!!
17. Dezember 2012
Wenn Misanthropen schwimmen gehen
Ich geh ja nicht so oft schwimmen. Das hat zwei Hauptgründe:
1. Ich kann nicht richtig schwimmen. Hab’s trotz offiziell 5
Jahren Schwimmunterricht an der Schule nie gelernt. Meine Lehrer waren
prinzipiell zu faul dazu, den 2 bis 3 Nichtschwimmern in der Klasse das
Schwimmen beizubringen. Ich schwimme dementsprechend eher tief als weit. Wobei
das auch nicht ganz stimmt, ich kann mich nämlich NICHT unter Wasser halten.
2. Die Menschen, die sich mit mir im gleichen Wasser
tümmeln. Ich möchte jetzt gar nicht an all die Keime und Körperflüssigkeiten
denken, die so an einem vorbeiziehen, wenn man sich mit –zig Fremden ein großes
Planschbecken teilt...
Gestern waren Männchen und ich trotzdem mal schwimmen. Wir
hatten nämlich seit Februar einen Groupon-Gutschein für zwei Tagestickets, und
sowas fällt einem ja immer dann ein, wenn er nur noch eine Woche gültig ist...
Wir waren also in einem „Erlebnisbad“, das mittlerweile recht abgeranzt ist und
– im Winter – lediglich 3 einigermaßen interessante Becken für Erwachsene
bietet:
- Das Schwimmerbecken: Ich musste mich erstmal überwinden,
überhaupt in das arschkalte Wasser zu steigen. Ganze Bahnen konnte ich nicht
schwimmen, da ständig irgendein Vollspast vom Sprungbrett gesprungen ist.
Nachdem ich endlich eine Bahn am Beckenrand ergattern konnte (Aus o. g. Gründen
schwimme ich nicht gern in tiefem Wasser ohne greifbare Rettungsmöglichkeit.),
forderte ich Männchen zum Wettschwimmen auf. Das sieht dann ungefähr so aus:
Ich stoße mich in Zeitlupe vom Rand ab und brustschwimme dann im Schneckentempo
vom einen Ende zum anderen. Während ich eine Bahn schwimme, zieht Männchen
mindestens 2x an mir vorbei.
Dieses Mal gab ich nach wenigen Bahnen auf. Direkt neben mir hatte sich ein penetranter Krauler niedergelassen. Ein feister Sack, der wie eine epileptische Seekuh durchs Wasser pflügte und mich jedes Mal dabei fast ersäufte durch seine Wasserverdrängung.
Dieses Mal gab ich nach wenigen Bahnen auf. Direkt neben mir hatte sich ein penetranter Krauler niedergelassen. Ein feister Sack, der wie eine epileptische Seekuh durchs Wasser pflügte und mich jedes Mal dabei fast ersäufte durch seine Wasserverdrängung.
- Das Salzwasser-Außenbecken: Miniaturhaft klein. Und bei unserem gestrigen
Besuch – so wie das komplette Schwimmbad – übersät mit dämlichen Jungs, die unbedingt
Ball spielen wollten.
- Das Nichtschwimmerbecken: Randvoll mit Familien. Was
machen die am Sonntag im Schwimmbad?! Die sollen gefälligst fernsehen oder die Omma
besuchen! An Schwimmen war natürlich nicht zu denken, überhaupt konnte man sich
kaum bewegen. Mehr Menschen als Wasser. Letzten Endes saßen Männchen und ich
frustriert am Beckenrand und fröhnten unserer Misanthropie. Männchens
Kommentar: „Ein bisschen stelle ich mir so die Hölle vor.“
Dem ist nichts mehr hinzuzufügen...
15. Dezember 2012
Der schöne Schein im Fratzenbuch
Ja, auch ich bin willensschwach und besitze ein Facebook-Account. Und das, obwohl ich früher schon von StudiVZ megagenervt war und mein Konto dort wieder sang- und klanglos gelöscht hatte - OHNE den oberflächlichen Leuten Bescheid zu geben, die mich einfach mal wahllos geadded hatten, dann aber nie auf private Nachrichten reagierten (Von wegen seit der Grundschule nicht mehr gesehen, aber sonst auch keinen Bock auf Unterhaltung.).
Jedenfalls habe ich mich ursprünglich bei Facebook angemeldet, weil ich mit meinen ehemaligen Kommilitonen nach dem Auslandssemester sowie mit den jüngeren Mitgliedern meiner amerikanischen Sippe in Kontakt bleiben wollte. Und heutzutage geht das scheinbar nur über Facebook... (Die guten alten Zeiten, da sind sie wieder: Was ist mit Mails, Briefen, Telefonaten?!)
Es ist schon der Wahnsinn, wie sich manche Leute in ihrem Profil profilieren, sich scheinbar eine eigene 2., perfekte Welt aufbauen. Ganz groß darin sind die Leute von Übersee. Da kann man Depressionen haben, langzeitarbeitslos und verkrüppelt sein, aber wenn abends mal ausnahmsweise das Bier schmeckt, dann prangt da in ganz großen Lettern: "LIFE IS SO GOOD!!!!"
Da mich diese Angeberei einfach nur nervt, habe ich vor einigen Tagen gepostet:

Schon nach 10 Minuten hatten 2 Leute das geliked. Zwei von denen, die eigentlich wissen müssten, dass ich mir das nicht leisten kann, weil
a) als Arbeitssuchende keine Knete für so einen Wahnsinnstrip da ist, und
b) ich gerade bei der Post arbeite.
Der einen davon hatte ich sogar einen Tag vorher noch eine Mail geschrieben... Manchmal frage ich mich, was für hohle Leute ich eigentlich kenne.
Ich musste also direkt im Kommentar klarstellen, dass dies alles nur in meiner Fantasie abläuft. Trotzdem beschimpft mich später mein Cousin als "lucky girl".
Es ist nicht nur erschreckend, dass die Leute einen so gar nicht kennen, sondern dass sie auch nicht das Essentielle eines Postings herauslesen können. Aber dass Facebook megaoberflächlich ist und "Freunde" nicht gleich Freunde sind, wissen wir ja schon lange... Und falls sich jemand fragt, wieso ich nicht einfach den Stecker ziehe: Ihr kennt das Unfallprinzip, ja? Nicht hinsehen wollen, aber... Außerdem ist das soziale Netzwerke mittlerweile so verflucht wichtig geworden, dass ich es mir momentan nicht leisten kann, da ich auch über Facebook mit Leuten aus meinem Fachbereich verlinkt bin. *seufz*
Jedenfalls habe ich mich ursprünglich bei Facebook angemeldet, weil ich mit meinen ehemaligen Kommilitonen nach dem Auslandssemester sowie mit den jüngeren Mitgliedern meiner amerikanischen Sippe in Kontakt bleiben wollte. Und heutzutage geht das scheinbar nur über Facebook... (Die guten alten Zeiten, da sind sie wieder: Was ist mit Mails, Briefen, Telefonaten?!)
Es ist schon der Wahnsinn, wie sich manche Leute in ihrem Profil profilieren, sich scheinbar eine eigene 2., perfekte Welt aufbauen. Ganz groß darin sind die Leute von Übersee. Da kann man Depressionen haben, langzeitarbeitslos und verkrüppelt sein, aber wenn abends mal ausnahmsweise das Bier schmeckt, dann prangt da in ganz großen Lettern: "LIFE IS SO GOOD!!!!"
Da mich diese Angeberei einfach nur nervt, habe ich vor einigen Tagen gepostet:

Schon nach 10 Minuten hatten 2 Leute das geliked. Zwei von denen, die eigentlich wissen müssten, dass ich mir das nicht leisten kann, weil
a) als Arbeitssuchende keine Knete für so einen Wahnsinnstrip da ist, und
b) ich gerade bei der Post arbeite.
Der einen davon hatte ich sogar einen Tag vorher noch eine Mail geschrieben... Manchmal frage ich mich, was für hohle Leute ich eigentlich kenne.
Ich musste also direkt im Kommentar klarstellen, dass dies alles nur in meiner Fantasie abläuft. Trotzdem beschimpft mich später mein Cousin als "lucky girl".
Es ist nicht nur erschreckend, dass die Leute einen so gar nicht kennen, sondern dass sie auch nicht das Essentielle eines Postings herauslesen können. Aber dass Facebook megaoberflächlich ist und "Freunde" nicht gleich Freunde sind, wissen wir ja schon lange... Und falls sich jemand fragt, wieso ich nicht einfach den Stecker ziehe: Ihr kennt das Unfallprinzip, ja? Nicht hinsehen wollen, aber... Außerdem ist das soziale Netzwerke mittlerweile so verflucht wichtig geworden, dass ich es mir momentan nicht leisten kann, da ich auch über Facebook mit Leuten aus meinem Fachbereich verlinkt bin. *seufz*
8. Dezember 2012
Fragwürdiges Spielzeug - Die Fortsetzung
Meine Mutter plündert ja für meinen mittlerweile 3jährigen Neffen gerne mal die Funduskiste aus unserer Kindheit. Hier habe ich ja schonmal aufgezeigt, dass es ihr dabei eher darauf ankommt, wie weich das Teil ist, denn was genau es eigentlich darstellt.
Nun ja, sie hat sich mal wieder an meinen Plüschsachen vergriffen...
Wenn das Kind nicht mal total gestört wird, bin ich schwer beeindruckt...
Nun ja, sie hat sich mal wieder an meinen Plüschsachen vergriffen...
Wenn das Kind nicht mal total gestört wird, bin ich schwer beeindruckt...
4. Dezember 2012
Se gudd old däjs
Oh mann, seit ich neulich meinen 31. Geburtstag ertragen musste, fühle ich mich alt. Also noch älter, als ich mich fühlte, als ich meinen 30. beging. Sehen wir der Tatsache ins Auge: Ich bin eine alte Kuh. *seufz*
Immer öfter begegne ich jungen Erwachsenen, die schon gar nichts mehr anfangen können mit vielen Dingen, die Teil meiner Kindheit und Jugend waren. Ich meine, wer von den jungen Dingern, die jetzt als meine unglücksseligen Nachfolger an der Uni durchstarten, kennt z. B. Ferdy?
Ferdy, den ich lange Zeit als Marienkäfer in Erinnerung hatte, wo er doch eigentlich eine Ameise mit gepunktetem Cape ist, der geritzte Sack! Jedenfalls hatte ich von Ferdy eine Videokassette zu Hause - ja, sowas kennen die meisten Kiddies heutzutage ja auch nicht mehr! Damals hat man noch mühevoll per Hand den Videorekorder einprogrammiert und die Filme auf Band aufgenommen. Am Besten saß man währenddessen dabei und stoppte immer, so lange Werbung kam.
Und mit dem Jugendschutzgesetz und der Einhaltung desselben in den eigenen vier Wänden hat man's damals auch noch nicht sooo genau genommen. Na zumindest meine Eltern nicht... Ich war noch nichtmal 10, da kannte ich schon Poltergeist 1-3. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an meine große Schwester, die schon als Teenager auf Horrorfilme stand und die Sachen gerne tagsüber auf Videokassette anschaute, während ich im Wohnzimmer herumlungerte. Sie hat mich zum absoluten Anti-Horrorfilmfan erzogen. Natürlich auch ein spezieller Dank an meine Eltern, die nicht aufgepasst haben. Aber dafür bin ich der lebende Beweis, dass das frühe Versauen von Kindern durch Horrorfilme oder - moderner - Abknallspielchen keineswegs Verbrecher aus ihnen macht. Habe mich ja doch einigermaßen vernünftig entwickelt...
Und damals saß man mit dem Kassettenrekorder und einer Leerkassette vor dem Radio und versuchte, seine Lieblingslieder aufzunehmen. Hach, war das alles lustig und unschuldig. Wir sind manchmal sogar zum Spielen aus dem Haus gegangen!
Dafür habe ich Tamagotchi und Gameboy komplett übersprungen, obwohl das zu meiner Zeit total in war. Sowas aber auch! Irgendwie haben mich solche technischen Dinge nie gereizt. Und bis auf meine beleidigende Wii spiele ich ansonsten auch heute noch keine Video-, Konsolen- oder sonstige Games. Nur das gute alte Brettspiel.
Ich könnte stundenlang weitere Beispiele aufzählen, aber dann wird der Thread zu lang und keine Sau liest das. Hach ja, früher war alles besser! *seufz* Findet ihr nicht auch?
Immer öfter begegne ich jungen Erwachsenen, die schon gar nichts mehr anfangen können mit vielen Dingen, die Teil meiner Kindheit und Jugend waren. Ich meine, wer von den jungen Dingern, die jetzt als meine unglücksseligen Nachfolger an der Uni durchstarten, kennt z. B. Ferdy?
Ferdy, den ich lange Zeit als Marienkäfer in Erinnerung hatte, wo er doch eigentlich eine Ameise mit gepunktetem Cape ist, der geritzte Sack! Jedenfalls hatte ich von Ferdy eine Videokassette zu Hause - ja, sowas kennen die meisten Kiddies heutzutage ja auch nicht mehr! Damals hat man noch mühevoll per Hand den Videorekorder einprogrammiert und die Filme auf Band aufgenommen. Am Besten saß man währenddessen dabei und stoppte immer, so lange Werbung kam.
Und mit dem Jugendschutzgesetz und der Einhaltung desselben in den eigenen vier Wänden hat man's damals auch noch nicht sooo genau genommen. Na zumindest meine Eltern nicht... Ich war noch nichtmal 10, da kannte ich schon Poltergeist 1-3. An dieser Stelle ein herzlicher Dank an meine große Schwester, die schon als Teenager auf Horrorfilme stand und die Sachen gerne tagsüber auf Videokassette anschaute, während ich im Wohnzimmer herumlungerte. Sie hat mich zum absoluten Anti-Horrorfilmfan erzogen. Natürlich auch ein spezieller Dank an meine Eltern, die nicht aufgepasst haben. Aber dafür bin ich der lebende Beweis, dass das frühe Versauen von Kindern durch Horrorfilme oder - moderner - Abknallspielchen keineswegs Verbrecher aus ihnen macht. Habe mich ja doch einigermaßen vernünftig entwickelt...
Und damals saß man mit dem Kassettenrekorder und einer Leerkassette vor dem Radio und versuchte, seine Lieblingslieder aufzunehmen. Hach, war das alles lustig und unschuldig. Wir sind manchmal sogar zum Spielen aus dem Haus gegangen!
Dafür habe ich Tamagotchi und Gameboy komplett übersprungen, obwohl das zu meiner Zeit total in war. Sowas aber auch! Irgendwie haben mich solche technischen Dinge nie gereizt. Und bis auf meine beleidigende Wii spiele ich ansonsten auch heute noch keine Video-, Konsolen- oder sonstige Games. Nur das gute alte Brettspiel.
Ich könnte stundenlang weitere Beispiele aufzählen, aber dann wird der Thread zu lang und keine Sau liest das. Hach ja, früher war alles besser! *seufz* Findet ihr nicht auch?
3. Dezember 2012
"Ich helfe Ihnen gerne weiter."
Steht auf meinem Schildchen, das ich bei der Post ab sofort tragen darf. Darunter würde ich gerne einen 2. Button dranheften: "Falls ich denn kann..." Denn ich werde vorerst nur für eine einzige Tätigkeit eingelernt: Paketausgabe für die Leute mit den gelben DHL-Zetteln. Das hab ich allerdings schon ziemlich drauf - tjaha, bin ja nicht blöd!
Ansonsten kann ich noch nicht viel sagen. Die Kollegen sind wirklich nett (Fand ich aber auch schon, als ich noch auf der anderen Seite des Schalters stand.) und beim Einsatzplan hab ich Mitspracherecht - total sozial! Und entgegen meiner Erwartung bin ich doch nicht für samstags vorgesehen, habe dies aber angeregt. Wenigstens ein paar Samstage, damit ich eine Ausrede habe, nicht mit Männchen übers Wochenende zur Verwandtschaft fahren zu müssen, hehe.
Sehr interessant war die Kundenfrequenz. Ich war von 9-14.30 Uhr im Einsatz, die meiste Zeit standen die Leute bis zur Tür, aber dann kam phasenweise kein Schwein. Als ob dieses Lumpenpack sich vor der Tür zusammenrottet und abspricht...
Bislang waren die Kunden zahm, aber ein Vollpfosten war dann auch dabei. Der, als er mich sah, doch nicht glatt motzte: "Jetzt zur Weihnachtszeit jemanden neu einlernen, finden Sie das nicht untragbar?! Das hält doch alles nur noch mehr auf!" Dabei hatte ich noch gar nix gemacht und ihn noch gar nicht aufgehalten, den blöden Arsch. In diesen Momenten find ich's gut, wenn die alteingesessenen Vollzeitkräfte ihr dickes Fell präsentieren und ebenso unfreundlich antworten. ;-) Ich fand ja schon immer, dass Postangestellte einen gewissen rauen Charme an den Tag legen bei Reklamationen oder Problemen, aber nach den 4 Wochen habe ich vermutlich vollstes Verständnis dafür.
Namensschildchen habe ich übrigens keines gekriegt. Aber ist ja alles nur Schall und Rauch. Dann kann sich wenigstens keiner namentlich über mich beschweren!
Ansonsten kann ich noch nicht viel sagen. Die Kollegen sind wirklich nett (Fand ich aber auch schon, als ich noch auf der anderen Seite des Schalters stand.) und beim Einsatzplan hab ich Mitspracherecht - total sozial! Und entgegen meiner Erwartung bin ich doch nicht für samstags vorgesehen, habe dies aber angeregt. Wenigstens ein paar Samstage, damit ich eine Ausrede habe, nicht mit Männchen übers Wochenende zur Verwandtschaft fahren zu müssen, hehe.
Sehr interessant war die Kundenfrequenz. Ich war von 9-14.30 Uhr im Einsatz, die meiste Zeit standen die Leute bis zur Tür, aber dann kam phasenweise kein Schwein. Als ob dieses Lumpenpack sich vor der Tür zusammenrottet und abspricht...
Bislang waren die Kunden zahm, aber ein Vollpfosten war dann auch dabei. Der, als er mich sah, doch nicht glatt motzte: "Jetzt zur Weihnachtszeit jemanden neu einlernen, finden Sie das nicht untragbar?! Das hält doch alles nur noch mehr auf!" Dabei hatte ich noch gar nix gemacht und ihn noch gar nicht aufgehalten, den blöden Arsch. In diesen Momenten find ich's gut, wenn die alteingesessenen Vollzeitkräfte ihr dickes Fell präsentieren und ebenso unfreundlich antworten. ;-) Ich fand ja schon immer, dass Postangestellte einen gewissen rauen Charme an den Tag legen bei Reklamationen oder Problemen, aber nach den 4 Wochen habe ich vermutlich vollstes Verständnis dafür.
Namensschildchen habe ich übrigens keines gekriegt. Aber ist ja alles nur Schall und Rauch. Dann kann sich wenigstens keiner namentlich über mich beschweren!
2. Dezember 2012
Morgen geht die Post ab!
Denn Madame Misanthropin hat einen Job als Weihnachtsaushilfe bei der Post ergattert. Also nix Briefe schleppen in der Arscheskälte, sondern in der Filiale im Warmen. Aber ob das besser ist, wird sich noch zeigen. Meine Aufgabe ist noch nicht so klar - generell frage ich die Leute, die murrend in der Warteschlange stehen, ob ich ihnen helfen kann. Da ich aber noch nicht eingelernt bin, kann ich ihnen eigentlich erstmal gar nicht helfen. Hm... das wird spannend!
An den Job kam ich nur, weil ich die Filialleitung oft genug genervt habe. Es hingen nämlich Plakate aus, dass man Weihnachtsaushilfen suche. Daraufhin hab ich die Kontaktdaten der Filialleiterin einem Angstellten aus den Rippen geleiert und sie so lange genervt, dass ich den Job gerne machen würde, bis sie beeindruckt genug war, sich für mich zu entscheiden. Und das, obwohl jedes unqualifizierte Hausschwein den Ansprüchen genügen konnte und die Personalabteilung scheinbar alle "Bewerbungen" (Man füllte einen Zettel aus, wo gerade mal absolute Basisdaten abgefragt wurden...) zentral in der Lostrommel den glücklichen Gewinner rausziehen wollte - es gab ja nichtmal vorab Gespräche. Ich betonte allerdings mehrere Male ungefragt, dass ich mal Banker gelernt hab. Weiß zwar nix mehr vom Bankgeschäft, aber egal. O-Ton Personalerin: "Wir umgehen bei Ihnen jegliche regulären Schritte eines Bewerbungsprozesses, aber manchmal hat man einfach im Gefühl - das passt." Sogar aufs obligatorische Führungszeugnis haben sie bei mir verzichtet - gut, eher weil es eh nur für 4 Wochen ist und nicht, weil ich mich am Telefon schon so furchtbar vertrauenserweckend anhörte.
Wie auch immer - einmal den Sieg errungen, heureka! Wenn auch nur für 4 Wochen. Geld ist Geld, das rettet mir jetzt erstmal finanziell den Arsch. Übrigens bin ich the one and only Christmas-Aushilfe, da fühlt man sich gleich doppelt geschmeichelt. Jetzt bin ich nur mal gespannt, wie das so wird. Ab morgen dann für genau 4 Wochen - ick freu mir, v. a. auf die genervten Kunden!
An den Job kam ich nur, weil ich die Filialleitung oft genug genervt habe. Es hingen nämlich Plakate aus, dass man Weihnachtsaushilfen suche. Daraufhin hab ich die Kontaktdaten der Filialleiterin einem Angstellten aus den Rippen geleiert und sie so lange genervt, dass ich den Job gerne machen würde, bis sie beeindruckt genug war, sich für mich zu entscheiden. Und das, obwohl jedes unqualifizierte Hausschwein den Ansprüchen genügen konnte und die Personalabteilung scheinbar alle "Bewerbungen" (Man füllte einen Zettel aus, wo gerade mal absolute Basisdaten abgefragt wurden...) zentral in der Lostrommel den glücklichen Gewinner rausziehen wollte - es gab ja nichtmal vorab Gespräche. Ich betonte allerdings mehrere Male ungefragt, dass ich mal Banker gelernt hab. Weiß zwar nix mehr vom Bankgeschäft, aber egal. O-Ton Personalerin: "Wir umgehen bei Ihnen jegliche regulären Schritte eines Bewerbungsprozesses, aber manchmal hat man einfach im Gefühl - das passt." Sogar aufs obligatorische Führungszeugnis haben sie bei mir verzichtet - gut, eher weil es eh nur für 4 Wochen ist und nicht, weil ich mich am Telefon schon so furchtbar vertrauenserweckend anhörte.
Wie auch immer - einmal den Sieg errungen, heureka! Wenn auch nur für 4 Wochen. Geld ist Geld, das rettet mir jetzt erstmal finanziell den Arsch. Übrigens bin ich the one and only Christmas-Aushilfe, da fühlt man sich gleich doppelt geschmeichelt. Jetzt bin ich nur mal gespannt, wie das so wird. Ab morgen dann für genau 4 Wochen - ick freu mir, v. a. auf die genervten Kunden!
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