18. April 2011

Random thoughts

- Nachdem ich beim Zappen mal wieder auf die unerträgliche Milchschnitte-Werbung gestoßen bin: Bin ich eigentlich als Einzige der Meinung, dass die Huberbuam aussehen wie Neandertaler???

- Wie kann man eigentlich so bekloppt sein und in eine Dachgeschosswohnung im 4. Stock ohne Aufzug ziehen? Frage ich mich jeden Tag aufs Neue, wenn ich beim Verlassen des Hauses das Gefühl habe, ich brauche schon alleine 10 Minuten bis zur Haustür. Oder wenn ich vollgepackt treppauf hechle wie bei einem Asthmaanfall. Oder wenn Besucher als Erstes nach Betreten der Wohnung nach einem Sauerstoffzelt schreien.

- Manche Leute sammeln Facebook-Freunde wie andere Briefmarken. Ich hab da z. B. eine Freundin, die echt täglich neue Leute als ihre "Freunde" added. Und ich bin mir sicher: Hätten die Menschen, die sie in der Straßenbahn anrempeln, Namensschilder um den Hals hängen, sie hätte die Anzahl ihrer Freunde bei FB schon auf 4.000 hochschrauben können!

- Wieso schafft es diese Scheiß-Bekleidungsindustrie eigentlich nicht, Jeanshosen für Frauen herzustellen, die einen fetten Arsch haben UND klein sind? Entweder gibt's nur klein und kurz oder groß und lang. Himmelherrgottarschundzwirn, die verfickte Menschheit kann seit über 40 Jahren auf dem Mond rumlatschen, aber DAS schafft sie nicht?!

7. April 2011

Reif für den Komposthaufen

Oh mann, was muss ich alt sein... 

Die Gesellschaft wird immer jünger, das seh sogar ich mit meinen nichtmal 30 Lenzen. Und ich komme damit langsam nicht mehr klar. Nicht nur, dass mich junge Dinger mittlerweile auf der öffentlichen Toilette siezen...

Erst neulich in so einem hippen Kleidergeschäft: Da läuft ein kleines Mädchen rum, ich schätze, es ist ca. 13 Jahre, flachbrüstig, anatomisch gesehen noch durch und durch ein Kind. Sie steht bei einem ca. 45jährigen Paar und hantiert mit Oberteilen vor ihnen herum. Ich denke, das sind ihre Eltern, die ihr was Hübsches kaufen wollen.

Dann geht sie weg und hinter die Kasse. Die "Eltern" folgen ihr und bezahlen. Die andere Frau hinter der Kasse - die gemäß ihres Alters aussieht wie eine Erwachsene - unterhält sich mit dem Kind. Und ich muss mal wieder feststellen: Oha, das ist also eine Verkäuferin!

Das nennt man Kinderarbeit, lieber H&M!!!

Und die ganzen Schulkinder, die mit ihrem Lollipop im Mund von der Schule juchzend und kreischend nach Hause laufen, und man denkt sich. "Mei, so war ich auch, jetzt geht's heim, Hausaufgaben machen und mit meinen Barbies spielen.", und dann wird erstmal das schicke Klapphandy gezückt, das ca. 100 € teurer ist als meine olle Telefoniergurke, und dann werden Schminktipps und die neusten Partydaten ausgetauscht.

Oder die 13jährige Göre von einer Bekannten, die scheinbar schon mehr Sex hatte als ich. Mit 12 hat die Mutter nach zahlreichen Nervenzusammenbrüchen das Balg zum Frauenarzt geschleift zwecks Pille, damit sie nicht zu früh zur Oma wird. Die vor lauter Jungens im Kopf (und im Bett) in der Schule sitzen geblieben ist, um anschließend nun mit dem 21jährigen Nachhilfelehrer anzubandeln.

Bei uns ging das alles irgendwie langsamer, bilde ich mir ein. FRÜHER WAR EINFACH ALLES BESSER!!! 

Mal nachfragen, ob meine Eltern noch irgendwo die Krüken meines Opas gebunkert haben. Scheint ja nicht mehr lange zu dauern, bis ich die brauchen werde!

Bewerbungsterror - Fortsetzung

Heute habe ich schon eine Rückmeldung auf meine diesen Montag losgeschickte Bewerbung per Brief erhalten. Erst dachte ich verbittert: "Wow, die sind ja schnell mit ihren Absagen." Man teilte mir allerdings nur mit, dass eine Entscheidung "nicht vor Ende Juni" gefällt wird. Immerhin war mein Bild dann wohl doch nicht so gruselig.

Aber ich finde diese Mitteilung etwas lachhaft. Die Bewerbungsfrist läuft morgen ab. Ab übermorgen sollten also keine Bewerbungen mehr eingehen bzw. angenommen werden. Dann wird also alles gesichtet. Bei solch einem Posten bilde ich mir ein, dass sich kaum mehr als, sagen wir mal, 30 Leute bewerben, die den gewünschten Abschluss vorweisen können. Zumindest an meiner Uni kommt es max. 1x (sic!) im Jahr zu einem berufsqualifizierenden Abschluss in dieser Fachrichtung (Manche Menschen nennen dies "Orchideenfach".). Und da das die einzige, explizit geforderte Voraussetzung für die Stelle war, gehe ich stark davon aus, dass Leute ohne diesen Abschluss sowieso gleich ausgesiebt werden. Deshalb frage ich, die von Personalangelegenheiten keinerlei Ahnung hat, mich, ob es echt fast 3 Monate dauert, bis man eine Handvoll Bewerbungen gesichtet hat?!

Am 1. August soll man die Stelle antreten. Von meinem jetzigen Wohnort wäre mein potentieller neuer Arbeitsplatz und somit neuer Wohnsitz Berlin 600 km weit entfernt. Und da Berlin eine recht beliebte Stadt ist, hätte ich doch schon gerne mehr als ein paar Wochen vorher Zeit, mir eine Wohnung zu suchen. Klar ist mir auch nicht, ob dann ab Ende Juni erst nur die Gespräche stattfinden? Das wär dann natürlich der Knaller.

Aber gut. 1. denke ich eh nicht, dass ich genommen werde, da ich noch weit entfernt bin von der eierlegenden Wollmilchsau mit Abschluss "summa cum laude", 2. wird das wohl überall so laufen, dass das Unterkunftsproblem beim Arbeitnehmer liegt. Flexibilität ist nunmal alles auf dem Arbeitsmarkt. Allein, das gilt selbstredend nur für den Bewerber...

5. April 2011

Bewerbungsterror

Nach über 10 Jahren habe ich die Tage wieder zum 1. Mal eine Bewerbung geschrieben. Diesmal als Akademikerin. Mein Lebenslauf hat sich in diesen 10 Jahren deutlich erweitert, und allein das Erstellen dieses Dokumentes hat mich mehrere Nervenzusammenbrüche gekostet. Wieso hab ich nicht einfach wie alle anderen (Ex-)Kommilitonen von mir nur Grundschule, Gymnasium und Hochschulstudium zu bieten? Kurz und überschaubar.

Am Schlimmsten aber war das Bewerbungsfoto. Wieso verdammt nochmal sind die deutschen Arbeitgeber immer noch so krankhaft oberflächlich und bestehen auf so einen Dreck?! Damit irgendwelche notgeilen Sabbergreise auch ja das hübscheste Mäuschen einstellen können?

Da die dumme Jobanzeige natürlich eine Bewerbungsfrist hatte, musste das mit dem Foto zügig erledigt werden. Ich musste mir dafür aber erstmal eine Bluse kaufen. Sowas besitze ich nämlich schon lange nicht mehr, braucht ja auch niemand... Ich hatte also einen Tag Zeit, etwas Bewerbungsfoto-Taugliches zu finden, und so klapperte ich mit einer Freundin so ziemlich alle Klamottenläden in der Innenstadt ab.

Problem Nr. 1:
80% der Klamottenläden hier führen keine Blusen, sondern nur lapprige Abhängkleidung für magersüchtige Teenager. 10% sind Oma-Läden, und ihre Ware sieht auch dementsprechend aus.

Problem Nr. 2:
Wenn ich schon Geld ausgebe, will ich auch etwas kaufen, das mir gefällt und das ich auch mal anderweitig anziehen kann, z. B. zu einem Bewerbungsgespräch, sollte es jemals in meinem Leben zu einem kommen... Deshalb scheidet für mich die "Farbe" Weiß aus. Denn eine weiße Bluse würde ich niemals im Leben freiwillig anziehen, ich hasse generell weiße Klamotten. Ratet mal, in welcher Farbe die seltenen Blusen in den verbleibenden 10% der Klamottengeschäfte sind?

Problem Nr. 3:
Ich bin leider nicht magersüchtig. Ich bin auch nicht wirklich fettleibig. Für die deutsche Klamottenindustrie existiere ich einfach gar nicht. Denn meine Größe gibt es in den gängigen Läden wie "Hungrig & Magersüchtig", "S.Oliver" oder "Esprit" nicht, da wird man nur mitleidig belächelt, dass man so ein fetter Brocken ist. Für "Ulla Popken" wiederum bin ich zu bulimiesk. Ergebnis: Die wenigen nicht-weißen Blusen passten mir allesamt nicht. Beim Rest sah der Kragen einfach nur scheiße aus, oder man hatte einen sehr inkompetent wirkenden Mörderausschnitt.

Das Ende vom Lied: Ich habe mir eine weiße Bluse von "S.Oliver" gekauft, runtergesetzt auf 19,95 €.  Eigentlich bräuchte ich das Teil eine Nummer größer, um es angenehm tragen zu können, aber natürlich gibt es keine Nummer größer. Ist mir aber dann auch langsam scheißegal, denn der Kragen ist als Einziger perfekt, und nur oben zählt!

Beim Fotografen dann wurde ich durch lustige Späße zum Lächeln animiert. Wirkte sogar. Aber das Ergebnis ist trotzdem nicht nach meinem Geschmack: Ich bin ein halsloses Monster, dem mind. 20 feine Härchen an allen Seiten abstehen. (Nach dem herrlichen Frühlingswetter kam ich beim Gang vom Auto zum Fotostudio in einen Windsturm mit Nieselregen.) Da die Bewerbung noch am gleichen Tag weg musste, keine Zeit zur eigenen Nachbearbeitung blieb und ich das dumme Foto nunmal auch ausgedruckt mitbezahlt hatte, wurde es aufgeklebt und der ganze Dreck endlich zur Post gebracht.

Es würde mich nicht wundern, wenn man mich trotz Qualifikationen sofort nach Betrachten des Bildes aussieben würde. Und dem Fotografen mache ich keinen Vorwurf. Um das Foto irgendwie noch zu retten, hätte es nur eine Lösung gegeben - aber Enthauptungen sind in Deutschland ja verboten...