2. August 2011

Warum ich nochmal Radfahren hasse...

...weiß ich jetzt wieder.

Um es klarzustellen: Ich hasse nicht das Radfahren per se. Ich hasse es nur hier, in dieser dämlichen, bayerischen, fahrradfahrerunfreundlichen Stadt. Wo ein Radweg eine Seltenheit ist und dann spätestens nach 500 Metern abrupt im Nirgendwo endet, so dass man sich spontan mit der Frage beschäftigen muss: "Weiche ich mal eben auf die vielbefahrene Hauptstraße aus oder niete ich ein paar Fußgänger um?" Wo man als Radler weder Fisch noch Fleisch ist, weil man auf dem Gehweg die Spaziergänger stört (zu schnell) und auf der Straße die Autofahrer (zu langsam).

Das Rad habe ich neulich nur genommen, weil ich mit den Öffentlichen nicht an mein Ziel kam, es mir zum Laufen zu heiß war und die Geschäfte schon geschlossen hatten, was eine verkehrsberuhigte Zone versprach, denn mein Weg führte mich natürlich mitten durch die fahrradfeindliche Innenstadt.

Das Ende vom Lied:

- Bei der Hinfahrt blendete mir unaufhörlich die Sonne so dermaßen in die Fresse, dass ich quasi blind des Weges fuhr. Bei normalem Verkehr hätte ich das vermutlich nicht überlebt, aber das Glück ist bekanntlich mit den Dummen ohne Sonnenbrille. Trotzdem sehr unangenehm.

- Bei der Rückfahrt flog mir im letzten Drittel der Strecke so ein dämliches Scheißvieh ins rechte Auge, so dass ich auf dem ohnehin unfallprovozierenden antiken Pflaster einer barocken Sehenswürdigkeit eine Notbremsung einleiten musste. Die nächsten fünf Minuten verbrachte ich mit einem brennenden, tränenden Auge und dem Versuch, dieses mit einem Taschentuch zu reinigen.

Fazit: Radfahren ist selbst ohne fließenden Verkehr lebensgefährlich!

2 Kommentare:

  1. Lach... wenn mir das meine Frau erzählt hätte, hätte ich ihr geantwortet: "Bleib mit´m Arsch Zuhause!"
    Aber wie gesagt...nur WENN!
    LG

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  2. Glaub mir, ich bin sooo faul, ich bleib mit meinem Arsch daheim, wenn ich kann. Aber es war nötig in dem Fall. *seufz*

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