23. September 2012

Monsterchen-Sonntag

Heute bin ich wirklich zu nichts gekommen. Das war das 1. Wochenende, das ich hier im Bio-Wahnsinn verbracht habe. Zuvor bin ich immer vorsorglich geflüchtet, u. a. aus Angst davor, schon um 7 Uhr von meiner Quasi-Nichte aus dem Schlaf gerissen zu werden. Meine Sorgen waren unbegründet - sie stand erst um 9 Uhr an meinem Bett (Hier ist kein Zimmer abschließbar außer das Badezimmer.). Dann aber volles Programm: Eierfärben mit Krepppapier (Sauerei ohne Ende), malen, basteln, Spielplatz, halt den ganzen Tag einfach nur bespaßen.

Auch ins Bett sollte ich sie heute bringen. Auch hier das volle Programm: Haare kämmen (eine Qual für beide Seiten), Zähne putzen (Dabei stelle ich mich so schlecht an, dass ihr vermutlich bald die Dritten blühen würden, müsste ich das jeden Tag erledigen...), bitten und betteln, dass sie sich doch mal langsam ins Bett bequemen möge, Buch vorlesen, Eltern dazuholen und Lied singen.

Jetzt liegt das Monster endlich im Bett, es ist 21 Uhr und ich komme heute zum 1. Mal überhaupt mal dazu, irgendwas für mich zu tun. Brrrr, ist das anstrengend, dieser rund-um-die-Uhr-Service für die Kleine.

Und das "Schlimmste" daran: Kein einziges Mal war ich - entgegen meiner Natur! - genervt oder angekotzt. Kein einziges Mal war ich streng. Kein einziges Mal ärgerte ich mich, dass ich nicht endlich mal meine Ruhe habe.

Ich, Mrs. "Niemals werde ich Kinder in die Welt setzen!", fange an, das Monsterchen wirklich bedingungslos gern zu haben...

1 Kommentar:

  1. ....ich würde nun mal behaupten dass als einen guten Anfang für ein eigenes Monsterchen zu sehen :)

    Man wächst mit seinen Aufgaben :)

    Liebe Grüße

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