Meine Mutter fragt mich neulich über Männchen: "Was ist der nochmal genau?"
Ich: "Diplom-Ingenieur..."
Mama: "Ja, das weiß ich doch. Aber was hat der genau studiert?"
Ich: "Elektrotechnik."
Mama: "Ach Mist, jetzt hab ich neulich jemandem erzählt, der ist Maschinenbauer."
Also ich könnt's ihr ja noch verzeihen, hat ja alles irgendwie mit Technik zu tun, das Zeug. Und immerhin ist mein Cousin Maschinenbauer... Aber jetzt sind wir seit 8 Jahren zusammen und Männchen ist fast ebenso lange ihr absoluter Wunschschwiegersohn. (Sollte mal Schluss sein, werde ich sicherlich verstoßen und Männchen von ihr adoptiert.) Da kann man sich doch mal merken, was der von Beruf macht, odda?!
Übrigens behaupte ich ab sofort einfach, ich sei Proktologin. Immerhin war mein Studium tatsächlich fürn Arsch...
9. April 2013
7. April 2013
Wenn die Kindheit langsam stirbt...
Ok ok, der Titel ist vielleicht eine Spur zu pathetisch. Aber irgendwie ist es schon genau das, was ich manchmal empfinde.
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, wo jeder jeden kennt. Schon seit Längerem wohne ich nicht mehr bei meinen Eltern, sondern 25 km entfernt in der Stadt und komme idR. nur alle 2-3 Wochen mal sonntags vorbei zum Schweinebraten (oder Sauerbrauten oder Lasagne oder oder oder). Und so langsam stirbt das Umfeld meiner Kindheit. Nach und nach nimmt man Abschied von Menschen, denen man vielleicht emotional nicht sonderlich nahe stand, die aber doch irgendwie ein Teil der eigenen Kindheit waren. Dann erzählt meine Mutter mal wieder am Telefon: "Ich gehe morgen auf die Beerdigung von XY." oder "Weißt du, wer gestorben ist?" Z. B. die alte Nachbarin, bei der man immer Kuchen abgestaubt hat. Die Handarbeitslehrerin aus der Grundschule. Der nette Nachbar, der mit dem großen schwarzen Hund, der schon vor vielen Jahren eingeschläfert wurde. (Der Hund, nicht der Nachbar.) Der Sohn des anderen Nachbarn, der erst 45 Jahre alt war und einfach tot umfiel.
Wirklich traurig war ich vor einigen Jahren, als ich erfuhr, dass unser Pfarrer gestorben war. Der war zwar schon viele Jahre nicht mehr bei uns tätig, aber hat meine komplette Kindheit begleitet. Hat meine Eltern getraut, mich und meine Geschwister getauft, uns an der Grundschule in Reli unterrichtet, mit meiner Schwester im Pfarrgarten Fußball gespielt, meine Kommunion und Firmung begleitet usw. Muss noch dazu sagen, dass meine Eltern direkt neben der Dorfkirche wohnen und er deshalb auch ein geschätzter Nachbar war.
Und dann neulich: Mein Neffe liebt die lebensgroße Jesusstatue, die in der Kirche steht. Er gibt Jesus immer gerne ein Küsschen, weil der so traurig aussieht. Also ging ich neulich mit ihm da rein, und aus Interesse blätterte ich die Mappe mit den Sterbebildchen durch. Ich konnte darin meine Großeltern finden, unseren Pfarrer und viele Menschen aus unserem Dorf, die ich kannte.
Mein Blick blieb jedoch plötzlich an einem mir bislang unbekannten Sterbebildchen hängen: Schwester Ludwigis, meine Kindergartenschwester! Auch sie hatte unser Dorf schon vor vielen Jahren verlassen, aber ich habe an meine Kindergartennonnen so gute Erinnerungen, dass ich auch noch als Erwachsene in jedem Gesicht, das unter einer schwarzen Haube steckte, ihr vertrautes Gesicht suchte. Damals lebte außer Sr. Ludwigis noch die Mutter Oberin im Haus, in dem sich der Kindergarten befand. Sie war schon zu alt zum Kinderhüten, aber wir malten regelmäßig Bilder für sie, gingen dann mit einer Kindergärtnerin die Treppe zu ihrer Wohnung hinauf und holten uns für unsere Meisterwerke Süßigkeiten ab. :-) Dass die Mutter Oberin schon längst gestorben sein musste, war mir klar, denn sie war ja schon alt, als ich noch ganz klein war.
Aber ich hatte gar nicht gewusst, dass Sr. Ludwigis vor ein paar Jahren gestorben ist. Ich war echt traurig, als ich das Bildchen sah, und ich fragte meine Mutter leicht verärgert, wieso sie mir nichts davon erzählt hätte. "Ich hab dir davon erzählt, oder nicht?" Nein, ich hätte mich doch daran erinnert!
Vielleicht ist das nicht nachvollziehbar, aber solche Dinge machen mich immer sehr wehmütig. Es ist, als ob ein Teil der eigenen Kindheit sich verabschiedet. Kennt ihr dieses Gefühl auch?
Ich bin in einem Dorf aufgewachsen, wo jeder jeden kennt. Schon seit Längerem wohne ich nicht mehr bei meinen Eltern, sondern 25 km entfernt in der Stadt und komme idR. nur alle 2-3 Wochen mal sonntags vorbei zum Schweinebraten (oder Sauerbrauten oder Lasagne oder oder oder). Und so langsam stirbt das Umfeld meiner Kindheit. Nach und nach nimmt man Abschied von Menschen, denen man vielleicht emotional nicht sonderlich nahe stand, die aber doch irgendwie ein Teil der eigenen Kindheit waren. Dann erzählt meine Mutter mal wieder am Telefon: "Ich gehe morgen auf die Beerdigung von XY." oder "Weißt du, wer gestorben ist?" Z. B. die alte Nachbarin, bei der man immer Kuchen abgestaubt hat. Die Handarbeitslehrerin aus der Grundschule. Der nette Nachbar, der mit dem großen schwarzen Hund, der schon vor vielen Jahren eingeschläfert wurde. (Der Hund, nicht der Nachbar.) Der Sohn des anderen Nachbarn, der erst 45 Jahre alt war und einfach tot umfiel.
Wirklich traurig war ich vor einigen Jahren, als ich erfuhr, dass unser Pfarrer gestorben war. Der war zwar schon viele Jahre nicht mehr bei uns tätig, aber hat meine komplette Kindheit begleitet. Hat meine Eltern getraut, mich und meine Geschwister getauft, uns an der Grundschule in Reli unterrichtet, mit meiner Schwester im Pfarrgarten Fußball gespielt, meine Kommunion und Firmung begleitet usw. Muss noch dazu sagen, dass meine Eltern direkt neben der Dorfkirche wohnen und er deshalb auch ein geschätzter Nachbar war.
Und dann neulich: Mein Neffe liebt die lebensgroße Jesusstatue, die in der Kirche steht. Er gibt Jesus immer gerne ein Küsschen, weil der so traurig aussieht. Also ging ich neulich mit ihm da rein, und aus Interesse blätterte ich die Mappe mit den Sterbebildchen durch. Ich konnte darin meine Großeltern finden, unseren Pfarrer und viele Menschen aus unserem Dorf, die ich kannte.
Mein Blick blieb jedoch plötzlich an einem mir bislang unbekannten Sterbebildchen hängen: Schwester Ludwigis, meine Kindergartenschwester! Auch sie hatte unser Dorf schon vor vielen Jahren verlassen, aber ich habe an meine Kindergartennonnen so gute Erinnerungen, dass ich auch noch als Erwachsene in jedem Gesicht, das unter einer schwarzen Haube steckte, ihr vertrautes Gesicht suchte. Damals lebte außer Sr. Ludwigis noch die Mutter Oberin im Haus, in dem sich der Kindergarten befand. Sie war schon zu alt zum Kinderhüten, aber wir malten regelmäßig Bilder für sie, gingen dann mit einer Kindergärtnerin die Treppe zu ihrer Wohnung hinauf und holten uns für unsere Meisterwerke Süßigkeiten ab. :-) Dass die Mutter Oberin schon längst gestorben sein musste, war mir klar, denn sie war ja schon alt, als ich noch ganz klein war.
Aber ich hatte gar nicht gewusst, dass Sr. Ludwigis vor ein paar Jahren gestorben ist. Ich war echt traurig, als ich das Bildchen sah, und ich fragte meine Mutter leicht verärgert, wieso sie mir nichts davon erzählt hätte. "Ich hab dir davon erzählt, oder nicht?" Nein, ich hätte mich doch daran erinnert!
Vielleicht ist das nicht nachvollziehbar, aber solche Dinge machen mich immer sehr wehmütig. Es ist, als ob ein Teil der eigenen Kindheit sich verabschiedet. Kennt ihr dieses Gefühl auch?
3. April 2013
Ich bin so eine schlechte Verliererin...
Ich bin mittlerweile nicht mehr fähig, im Bewerbungskrieg stillschweigend Rückschläge hinzunehmen. Heute war mal wieder so ein Fall, wo ich die Krätze bekommen habe. Es ging um eine Vollzeitstelle im Büro der hiesigen VHS. Natürlich bin ich für solch eine Stelle maßlos überqualifiziert, aber was meint ihr, wieviel ich mir im Supermarkt kaufen kann, wenn ich sage: "Sorry, ich verdien kein Geld, aber hey, ich bin überqualifiziert, schenken Sie mir doch einfach die Sachen!" Na??? Ihr versteht, was ich meine?
Jedenfalls hab ich am Gründonnerstag meine perfekt manikürte Bewerbung, an der ich wieder ewig lange saß, an die angegebene Mailadresse verschickt. (Allein die Tatsache, dass ich mich endlich auch mal irgendwo online ohne Material- und Portokosten bewerben durfte, stieß bei mir schon auf totale Euphorie!) Gestern morgen kriege ich eine Bestätigungsmail, in der mir gleich mal mitgeteilt wird, dass man ja ach so viele Bewerbungen gekriegt hätte (Ja, ihr seid ja ganz ganz doll!) und das Ganze nun dauern wird. Man wird sich wieder melden, wenn eine Vorauswahl getroffen wurde.
Nun denn, heute fische ich bereits eine ausführliche Absage aus dem Briefkasten. Da wird mal wieder darauf herumgeritten, das man zahlreiche Bewerbungen erhalten habe, da steht was von "...haben wir uns entschieden, dass Sie am weiteren Bewerbungsverfahren nicht mehr teilnehmen." und dass andere Bewerber ja viel viel besser auf die Stelle passen.
Ja, schön und gut, das war mir eh schon wieder klar. ABER: Dass diese Säcke mir bereits am nächsten (Arbeits-)Tag nach Eingang meiner Bewerbung und v. a. noch VOR Ablauf der Bewerbungsfrist die Absage schicken, finde ich dreist! Die verfickte Stelle könnte ich im Halbschlaf meistern und ich habe durchaus nachgewiesen durch Zeugnisse, dass ich für die Stelle geeignet wäre.
Klar, ich bin überqualifiziert und ich hab nicht den langweiligen Büromenschenlebenslauf, den sich solche alteingesessenen Institutionen in solch einer Region, in der man eh nicht offen für Neues oder Exotisches ist, wohl wünschen. Aber dass diese Ficker mir schon am nächsten Tag gleichzeitig eine "Bitte gedulden Sie sich"-Mail und per Post ein Absageschreiben schicken, finde ich dreist. Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber sollte man nicht erstmal ein paar Leute eingeladen haben, bevor man die Absagen verteilt? Wenn ich ein Halbprimat ohne Schulabschluss und jegliche Qualifikationen im Bürobereich wäre, würd ich die flotte Absage ja verstehen, aber so?
Nun ja, egal. Wie gesagt, ich bin eine schlechte Verliererin. Ich geb es zu, da müsst ihr mich jetzt gar nicht belehren, dass das doch normal ist und ich das nicht so persönlich nehmen soll.
Ich hab auch eine Mail zurückgeschrieben mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrte Frau XY,
danke für Ihre Rückmeldung, dass das Bewerbungsverfahren noch dauern wird. Ich bin jedoch leicht verwirrt, da genau am selben Tag bereits eine Absage an mich in die Post gegeben wurde. Dass man schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist (Am 2.4. konnte man sich ja durchaus noch bewerben.) Absagen an Bewerber verschickt, die durchaus die geforderten Kenntnisse vorweisen können, finde ich höchst ungewöhnlich, aber jeder handhabt das ja anders... Schade.
Mit freundlichen Grüßen
die freundliche Misanthropin, die Sie getrost am Arsch lecken können (Nun gut, da steht im Original nur mein Name.)
Ich weiß, diese Mail bringt zwar rein gar nichts, aber ich konnte nicht das Maul halten... Und dass ich mir's mit dem Haufen verscheiße, ist auch egal, da werde ich wohl eh keine Karriere mehr hinlegen. Schade um das Geld, das ich für diverse VHS-Kurse ausgegeben habe!
Übrigens weiß ich mittlerweile, warum ich keine Stelle kriege. Ich hätte in der Schule nicht so viel büffeln sollen, ich Depp!
Jedenfalls hab ich am Gründonnerstag meine perfekt manikürte Bewerbung, an der ich wieder ewig lange saß, an die angegebene Mailadresse verschickt. (Allein die Tatsache, dass ich mich endlich auch mal irgendwo online ohne Material- und Portokosten bewerben durfte, stieß bei mir schon auf totale Euphorie!) Gestern morgen kriege ich eine Bestätigungsmail, in der mir gleich mal mitgeteilt wird, dass man ja ach so viele Bewerbungen gekriegt hätte (Ja, ihr seid ja ganz ganz doll!) und das Ganze nun dauern wird. Man wird sich wieder melden, wenn eine Vorauswahl getroffen wurde.
Nun denn, heute fische ich bereits eine ausführliche Absage aus dem Briefkasten. Da wird mal wieder darauf herumgeritten, das man zahlreiche Bewerbungen erhalten habe, da steht was von "...haben wir uns entschieden, dass Sie am weiteren Bewerbungsverfahren nicht mehr teilnehmen." und dass andere Bewerber ja viel viel besser auf die Stelle passen.
Ja, schön und gut, das war mir eh schon wieder klar. ABER: Dass diese Säcke mir bereits am nächsten (Arbeits-)Tag nach Eingang meiner Bewerbung und v. a. noch VOR Ablauf der Bewerbungsfrist die Absage schicken, finde ich dreist! Die verfickte Stelle könnte ich im Halbschlaf meistern und ich habe durchaus nachgewiesen durch Zeugnisse, dass ich für die Stelle geeignet wäre.
Klar, ich bin überqualifiziert und ich hab nicht den langweiligen Büromenschenlebenslauf, den sich solche alteingesessenen Institutionen in solch einer Region, in der man eh nicht offen für Neues oder Exotisches ist, wohl wünschen. Aber dass diese Ficker mir schon am nächsten Tag gleichzeitig eine "Bitte gedulden Sie sich"-Mail und per Post ein Absageschreiben schicken, finde ich dreist. Korrigiert mich, wenn ich mich irre, aber sollte man nicht erstmal ein paar Leute eingeladen haben, bevor man die Absagen verteilt? Wenn ich ein Halbprimat ohne Schulabschluss und jegliche Qualifikationen im Bürobereich wäre, würd ich die flotte Absage ja verstehen, aber so?
Nun ja, egal. Wie gesagt, ich bin eine schlechte Verliererin. Ich geb es zu, da müsst ihr mich jetzt gar nicht belehren, dass das doch normal ist und ich das nicht so persönlich nehmen soll.
Ich hab auch eine Mail zurückgeschrieben mit folgendem Inhalt:
Sehr geehrte Frau XY,
danke für Ihre Rückmeldung, dass das Bewerbungsverfahren noch dauern wird. Ich bin jedoch leicht verwirrt, da genau am selben Tag bereits eine Absage an mich in die Post gegeben wurde. Dass man schon vor Ablauf der Bewerbungsfrist (Am 2.4. konnte man sich ja durchaus noch bewerben.) Absagen an Bewerber verschickt, die durchaus die geforderten Kenntnisse vorweisen können, finde ich höchst ungewöhnlich, aber jeder handhabt das ja anders... Schade.
Mit freundlichen Grüßen
die freundliche Misanthropin, die Sie getrost am Arsch lecken können (Nun gut, da steht im Original nur mein Name.)
Ich weiß, diese Mail bringt zwar rein gar nichts, aber ich konnte nicht das Maul halten... Und dass ich mir's mit dem Haufen verscheiße, ist auch egal, da werde ich wohl eh keine Karriere mehr hinlegen. Schade um das Geld, das ich für diverse VHS-Kurse ausgegeben habe!
Übrigens weiß ich mittlerweile, warum ich keine Stelle kriege. Ich hätte in der Schule nicht so viel büffeln sollen, ich Depp!
28. März 2013
Too much information...
Über die Osterfeiertage werden wir zu Männchens buckliger Familie ins schöne Niedersachsen (Bruder) bzw. NRW (Schwester) fahren. Morgen ist erstmal der Bruder dran. Ihr wisst schon, die Ökofamilie mit meiner kleinen Schwiegernichte und Bio-Claudi. Und irgendwie hab ich jetzt doch keine Lust mehr zu...
Claudi rief uns nämlich heute Morgen an und fragte, ob wir nicht Lust hätten, einen Saunagutschein - einer der vielen Gutscheine, die sie im Groupon-Rausch erworben hat - morgen Abend einzulösen. Da ich jedoch kränkle und die sich dem Saunieren anschließende Lachsvesper für mich als absolute Fischverweigerin für mich reine Verschwendung ist, haben wir dankend verzichtet.
Auf unsere Rückfrage, wieso sie denn nicht selbst gehen wollen, teilte uns Claudi mit, dass sie morgen Eisprung hätte und man ja am 2. Kind bastle. Also das mit dem 2. Kind ist ja schon seit Jahren Thema, ob die Familie es hören will oder nicht, aber nun ja, ich möchte es eigentlich nicht wissen, dass meine Gastgeber poppen wollen, wenn wir uns gerade im Haus befinden... Fühlt man sich ja auch irgendwie als Störenfried, ne?
Neulich kam ja auch von meiner Nichte der Spruch: "Gestern hat der Papa die Mama begattet, damit ich bald ein Brüderchen kriege."
Ja nee, echt jetzt: Too much information... *abwink*
Claudi rief uns nämlich heute Morgen an und fragte, ob wir nicht Lust hätten, einen Saunagutschein - einer der vielen Gutscheine, die sie im Groupon-Rausch erworben hat - morgen Abend einzulösen. Da ich jedoch kränkle und die sich dem Saunieren anschließende Lachsvesper für mich als absolute Fischverweigerin für mich reine Verschwendung ist, haben wir dankend verzichtet.
Auf unsere Rückfrage, wieso sie denn nicht selbst gehen wollen, teilte uns Claudi mit, dass sie morgen Eisprung hätte und man ja am 2. Kind bastle. Also das mit dem 2. Kind ist ja schon seit Jahren Thema, ob die Familie es hören will oder nicht, aber nun ja, ich möchte es eigentlich nicht wissen, dass meine Gastgeber poppen wollen, wenn wir uns gerade im Haus befinden... Fühlt man sich ja auch irgendwie als Störenfried, ne?
Neulich kam ja auch von meiner Nichte der Spruch: "Gestern hat der Papa die Mama begattet, damit ich bald ein Brüderchen kriege."
Ja nee, echt jetzt: Too much information... *abwink*
18. März 2013
Männchen und ich (VIII)
Ich: "Bist du eigentlich froh, dass du keine Frau bist?"
Männchen: "Wieso?"
Ich: "Na ja, wir haben so viele Nachteile. Wir bluten jeden Monat und müssen die Kinder auf die Welt bringen. Das tut Hölle weh. Wir sind schwächer als Männer und werden viel öfter angegriffen und überfallen. Für mich ist es viel gefährlicher, nachts durch den Park zu stiefeln als für dich."
Männchen überlegt kurz: "Hm, stimmt... Aber dafür müssen wir uns mit euch Frauen herumschlagen."
...
Männchen: "Wieso?"
Ich: "Na ja, wir haben so viele Nachteile. Wir bluten jeden Monat und müssen die Kinder auf die Welt bringen. Das tut Hölle weh. Wir sind schwächer als Männer und werden viel öfter angegriffen und überfallen. Für mich ist es viel gefährlicher, nachts durch den Park zu stiefeln als für dich."
Männchen überlegt kurz: "Hm, stimmt... Aber dafür müssen wir uns mit euch Frauen herumschlagen."
...
12. März 2013
Misanthropin goes Immobilienmaklerin...
...not!
Ich habe mich neulich auf eine Anzeige beworben. Da stand, dass man Mitarbeiter sucht für ein Immobilienbüro. Teilzeit, "sichere Bezahlung". Die Anzeige war so formuliert, dass ich dachte, man suche eine Bürokraft. Und Büro - das ist doch meins! Also hab ich mich beworben. Sogar zum 1. Mal mit der Masche, die mir meine Career Service-Beraterin für Jobs, die mir nicht so am Herzen liegen, vorschlug: Die geht ungefähr so: "Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium bleiben mir nach gängiger Meinung zwei Möglichkeiten: Taxi fahren oder mich arbeitslos melden. Aber ich weiß, ich kann mehr!" Blablabla. Ich hab ein Schreiben abgeschickt, das vor Selbstbewusstsein nur so krachte!
Umso happier war ich, als mich das Immobüro noch am gleichen Tag telefonisch kontaktierte und zu einem Gespräch einlud. Juhu, die neue Masche zieht! Am Wochenende hektisch Blazer abgeklappert und mangels Knete am Ende doch den alten aus Bankzeiten für gut befunden (da kaum getragen und von mir bislang nur nicht als Möglichkeit betrachtet, da ich dachte, ich sei zu stark aus dem Leim gegangen, passte dann aber doch wie angegossen).
Nun ja, am Ende war das Gespräch zwar sehr nett und ungezwungen, aber man will eigentlich nur lauter neue Makler rekrutieren, die auch schon in der Einarbeitungsphase komplett freiberuflich und auf Provisionsbasis arbeiten. Und Makler fänd ich irgendwie schon reizvoll, aber nicht so ins kalte Wasser geschmissen. Zwar hat man mir alles realistisch geschildert, Vor- und Nachteile aufgezählt und war sehr ehrlich, aber dass ich in den ersten Monaten, in denen ich eingelernt werde, ohne Erfahrung tatsächlich genug Provision einfahre, dass ich davon leben kann, glaube ich einfach nicht! Zudem benötige ich ein eigenes Auto (Hab ich nicht.), früher oder später einen Maklerschein (Kostet ca. 400 Öcken.) und ein Smartphone (Im Vergleich zu Auto und Maklerschein ja noch die billigste Anschaffung.).
Dieses Mal war es so, dass ICH zu- oder absagen durfte. Ich beschloss abzusagen. Denn klar, jetzt verdiene ich zwar auch so gut wie nichts, aber ich tätige doch nicht Investitionen im 4stelligen Bereich bei total unsicherem Einkommen und einer - von wegen Teilzeit! - ca. 60h-Woche. Bin nur etwas enttäuscht, dass es dann wohl doch nicht an meiner ach so bombigen Bewerbung lag, sondern daran, dass die vermutlich jeden einladen...
Heute wieder 2 Bewerbungen geschrieben. Irgendeiner muss mich doch wollen, verdammt nochmal!!!
Na ja, vielleicht hab ich die Möglichkeit, demnächst als Museumsaufsicht zu arbeiten, das entscheidet sich bis nächste Woche. Echt schlecht bezahlt und laaaangweilig, aber es wäre ein Anfang.
Ich habe mich neulich auf eine Anzeige beworben. Da stand, dass man Mitarbeiter sucht für ein Immobilienbüro. Teilzeit, "sichere Bezahlung". Die Anzeige war so formuliert, dass ich dachte, man suche eine Bürokraft. Und Büro - das ist doch meins! Also hab ich mich beworben. Sogar zum 1. Mal mit der Masche, die mir meine Career Service-Beraterin für Jobs, die mir nicht so am Herzen liegen, vorschlug: Die geht ungefähr so: "Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium bleiben mir nach gängiger Meinung zwei Möglichkeiten: Taxi fahren oder mich arbeitslos melden. Aber ich weiß, ich kann mehr!" Blablabla. Ich hab ein Schreiben abgeschickt, das vor Selbstbewusstsein nur so krachte!
Umso happier war ich, als mich das Immobüro noch am gleichen Tag telefonisch kontaktierte und zu einem Gespräch einlud. Juhu, die neue Masche zieht! Am Wochenende hektisch Blazer abgeklappert und mangels Knete am Ende doch den alten aus Bankzeiten für gut befunden (da kaum getragen und von mir bislang nur nicht als Möglichkeit betrachtet, da ich dachte, ich sei zu stark aus dem Leim gegangen, passte dann aber doch wie angegossen).
Nun ja, am Ende war das Gespräch zwar sehr nett und ungezwungen, aber man will eigentlich nur lauter neue Makler rekrutieren, die auch schon in der Einarbeitungsphase komplett freiberuflich und auf Provisionsbasis arbeiten. Und Makler fänd ich irgendwie schon reizvoll, aber nicht so ins kalte Wasser geschmissen. Zwar hat man mir alles realistisch geschildert, Vor- und Nachteile aufgezählt und war sehr ehrlich, aber dass ich in den ersten Monaten, in denen ich eingelernt werde, ohne Erfahrung tatsächlich genug Provision einfahre, dass ich davon leben kann, glaube ich einfach nicht! Zudem benötige ich ein eigenes Auto (Hab ich nicht.), früher oder später einen Maklerschein (Kostet ca. 400 Öcken.) und ein Smartphone (Im Vergleich zu Auto und Maklerschein ja noch die billigste Anschaffung.).
Dieses Mal war es so, dass ICH zu- oder absagen durfte. Ich beschloss abzusagen. Denn klar, jetzt verdiene ich zwar auch so gut wie nichts, aber ich tätige doch nicht Investitionen im 4stelligen Bereich bei total unsicherem Einkommen und einer - von wegen Teilzeit! - ca. 60h-Woche. Bin nur etwas enttäuscht, dass es dann wohl doch nicht an meiner ach so bombigen Bewerbung lag, sondern daran, dass die vermutlich jeden einladen...
Heute wieder 2 Bewerbungen geschrieben. Irgendeiner muss mich doch wollen, verdammt nochmal!!!
Na ja, vielleicht hab ich die Möglichkeit, demnächst als Museumsaufsicht zu arbeiten, das entscheidet sich bis nächste Woche. Echt schlecht bezahlt und laaaangweilig, aber es wäre ein Anfang.
4. März 2013
Die nächste Sch...weinerei
Letztes Wochenende habe ich erfahren, dass meine Eltern aus ihrem Haus rausgeschmissen werden sollen. Mein Elternhaus, in dem wir bzw. sie seit fast 40 Jahren zur Miete leben. Die Dreckigkeit an der Sache ist, dass wir das durch die Zeitung erfuhren! Das Haus ist nämlich 400 Jahre alt, denkmalgeschützt und gehört der Gemeinde. Deshalb steht es im Interesse der Öffentlichkeit.
Jedenfalls hatten meine Eltern vor zwei Monaten schriftlich gebeten, die Fenster und das Dach zu sanieren. Die Fensterrahmen sind kaputt, es schimmelt. Das Dach ist teilweise undicht.
In der Zeitung stand nun also, dass das Haus verkauft werden soll. Am besten abgerissen, aber das ist nicht erlaubt, weil Denkmal eben. Immerhin. Da meine Eltern in einem kleinen Kaff leben, wo alle per Du sind (Und sich nun alle zu Gunsten meiner Eltern total aufregen), und meine Mutter zudem seit 10 Jahren im Rathaus putzt, ist sie gleich mal runter und hat die Leute dort rund gemacht. Weiter sind wir dadurch aber auch nicht gekommen. Der eine sagt: "Wir wollen euch doch nicht rauswerfen!", der Andere sagt: "Wenn das Haus verkauft wird, müsst ihr raus!" Alle widersprechen sich, der eine hinterfotziger als der andere, und schriftlich haben sie immer noch nichts!
Meine Eltern sind nicht mehr die Jüngsten. (Den 65. Geburtstag meiner Mutter am Mittwoch haben sie ihr auch gut versaut...) und dachten eigentlich, dass sie bis zu ihrem Tod in ihrem Haus bleiben können. Das Haus ist zwar alt und teilweise sanierungsbedürftig, aber von meinen Eltern in hartnäckiger Buckelei liebevoll instandgehalten. Im unteren Stockwerk, wo früher ein Warenlager war, hat mein Vater zudem für meine eine Schwester eine superschöne Wohnung gezaubert. Obwohl alles verschimmelt war, hat die Gemeinde damals keinen Cent beigesteuert, so dass das Ganze nur durch Eigenleistung und gute Freunde zu bewerkstelligen war. Die Gemeinde hat sich schon immer vor ihrer Verantwortung gedrückt, meine Eltern sind auch einfach immer zu gutmütig gewesen.
Nun ja, nach dieser hinterfotzigen Aktion habe ich beschlossen, einen Anwalt zu suchen. Am besten so einen richtigen Drecksack, der die Arschlöcher mit nervigen Schreiben bombardiert.
Und jetzt schreibt mir der Versicherungsvertreter meiner Eltern, dass ihre Rechtschutzversicherung keine Mietangelegenheiten absichert. Ich könnte sooo kotzen!!!!!! Natürlich haben weder meine Eltern noch wir Kinder die Knete für einen Anwalt.
Fazit: Ich bin gerade aggressiv, wütend, angekotzt und resigniere langsam. Nicht nur, dass in meinem Leben einfach nichts klappen will, nö, auch bei meiner Familie läuft alles total schief. Ich hab echt keinen Bock mehr!
Jedenfalls hatten meine Eltern vor zwei Monaten schriftlich gebeten, die Fenster und das Dach zu sanieren. Die Fensterrahmen sind kaputt, es schimmelt. Das Dach ist teilweise undicht.
In der Zeitung stand nun also, dass das Haus verkauft werden soll. Am besten abgerissen, aber das ist nicht erlaubt, weil Denkmal eben. Immerhin. Da meine Eltern in einem kleinen Kaff leben, wo alle per Du sind (Und sich nun alle zu Gunsten meiner Eltern total aufregen), und meine Mutter zudem seit 10 Jahren im Rathaus putzt, ist sie gleich mal runter und hat die Leute dort rund gemacht. Weiter sind wir dadurch aber auch nicht gekommen. Der eine sagt: "Wir wollen euch doch nicht rauswerfen!", der Andere sagt: "Wenn das Haus verkauft wird, müsst ihr raus!" Alle widersprechen sich, der eine hinterfotziger als der andere, und schriftlich haben sie immer noch nichts!
Meine Eltern sind nicht mehr die Jüngsten. (Den 65. Geburtstag meiner Mutter am Mittwoch haben sie ihr auch gut versaut...) und dachten eigentlich, dass sie bis zu ihrem Tod in ihrem Haus bleiben können. Das Haus ist zwar alt und teilweise sanierungsbedürftig, aber von meinen Eltern in hartnäckiger Buckelei liebevoll instandgehalten. Im unteren Stockwerk, wo früher ein Warenlager war, hat mein Vater zudem für meine eine Schwester eine superschöne Wohnung gezaubert. Obwohl alles verschimmelt war, hat die Gemeinde damals keinen Cent beigesteuert, so dass das Ganze nur durch Eigenleistung und gute Freunde zu bewerkstelligen war. Die Gemeinde hat sich schon immer vor ihrer Verantwortung gedrückt, meine Eltern sind auch einfach immer zu gutmütig gewesen.
Nun ja, nach dieser hinterfotzigen Aktion habe ich beschlossen, einen Anwalt zu suchen. Am besten so einen richtigen Drecksack, der die Arschlöcher mit nervigen Schreiben bombardiert.
Und jetzt schreibt mir der Versicherungsvertreter meiner Eltern, dass ihre Rechtschutzversicherung keine Mietangelegenheiten absichert. Ich könnte sooo kotzen!!!!!! Natürlich haben weder meine Eltern noch wir Kinder die Knete für einen Anwalt.
Fazit: Ich bin gerade aggressiv, wütend, angekotzt und resigniere langsam. Nicht nur, dass in meinem Leben einfach nichts klappen will, nö, auch bei meiner Familie läuft alles total schief. Ich hab echt keinen Bock mehr!
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