Über die Osterfeiertage werden wir zu Männchens buckliger Familie ins schöne Niedersachsen (Bruder) bzw. NRW (Schwester) fahren. Morgen ist erstmal der Bruder dran. Ihr wisst schon, die Ökofamilie mit meiner kleinen Schwiegernichte und Bio-Claudi. Und irgendwie hab ich jetzt doch keine Lust mehr zu...
Claudi rief uns nämlich heute Morgen an und fragte, ob wir nicht Lust hätten, einen Saunagutschein - einer der vielen Gutscheine, die sie im Groupon-Rausch erworben hat - morgen Abend einzulösen. Da ich jedoch kränkle und die sich dem Saunieren anschließende Lachsvesper für mich als absolute Fischverweigerin für mich reine Verschwendung ist, haben wir dankend verzichtet.
Auf unsere Rückfrage, wieso sie denn nicht selbst gehen wollen, teilte uns Claudi mit, dass sie morgen Eisprung hätte und man ja am 2. Kind bastle. Also das mit dem 2. Kind ist ja schon seit Jahren Thema, ob die Familie es hören will oder nicht, aber nun ja, ich möchte es eigentlich nicht wissen, dass meine Gastgeber poppen wollen, wenn wir uns gerade im Haus befinden... Fühlt man sich ja auch irgendwie als Störenfried, ne?
Neulich kam ja auch von meiner Nichte der Spruch: "Gestern hat der Papa die Mama begattet, damit ich bald ein Brüderchen kriege."
Ja nee, echt jetzt: Too much information... *abwink*
28. März 2013
18. März 2013
Männchen und ich (VIII)
Ich: "Bist du eigentlich froh, dass du keine Frau bist?"
Männchen: "Wieso?"
Ich: "Na ja, wir haben so viele Nachteile. Wir bluten jeden Monat und müssen die Kinder auf die Welt bringen. Das tut Hölle weh. Wir sind schwächer als Männer und werden viel öfter angegriffen und überfallen. Für mich ist es viel gefährlicher, nachts durch den Park zu stiefeln als für dich."
Männchen überlegt kurz: "Hm, stimmt... Aber dafür müssen wir uns mit euch Frauen herumschlagen."
...
Männchen: "Wieso?"
Ich: "Na ja, wir haben so viele Nachteile. Wir bluten jeden Monat und müssen die Kinder auf die Welt bringen. Das tut Hölle weh. Wir sind schwächer als Männer und werden viel öfter angegriffen und überfallen. Für mich ist es viel gefährlicher, nachts durch den Park zu stiefeln als für dich."
Männchen überlegt kurz: "Hm, stimmt... Aber dafür müssen wir uns mit euch Frauen herumschlagen."
...
12. März 2013
Misanthropin goes Immobilienmaklerin...
...not!
Ich habe mich neulich auf eine Anzeige beworben. Da stand, dass man Mitarbeiter sucht für ein Immobilienbüro. Teilzeit, "sichere Bezahlung". Die Anzeige war so formuliert, dass ich dachte, man suche eine Bürokraft. Und Büro - das ist doch meins! Also hab ich mich beworben. Sogar zum 1. Mal mit der Masche, die mir meine Career Service-Beraterin für Jobs, die mir nicht so am Herzen liegen, vorschlug: Die geht ungefähr so: "Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium bleiben mir nach gängiger Meinung zwei Möglichkeiten: Taxi fahren oder mich arbeitslos melden. Aber ich weiß, ich kann mehr!" Blablabla. Ich hab ein Schreiben abgeschickt, das vor Selbstbewusstsein nur so krachte!
Umso happier war ich, als mich das Immobüro noch am gleichen Tag telefonisch kontaktierte und zu einem Gespräch einlud. Juhu, die neue Masche zieht! Am Wochenende hektisch Blazer abgeklappert und mangels Knete am Ende doch den alten aus Bankzeiten für gut befunden (da kaum getragen und von mir bislang nur nicht als Möglichkeit betrachtet, da ich dachte, ich sei zu stark aus dem Leim gegangen, passte dann aber doch wie angegossen).
Nun ja, am Ende war das Gespräch zwar sehr nett und ungezwungen, aber man will eigentlich nur lauter neue Makler rekrutieren, die auch schon in der Einarbeitungsphase komplett freiberuflich und auf Provisionsbasis arbeiten. Und Makler fänd ich irgendwie schon reizvoll, aber nicht so ins kalte Wasser geschmissen. Zwar hat man mir alles realistisch geschildert, Vor- und Nachteile aufgezählt und war sehr ehrlich, aber dass ich in den ersten Monaten, in denen ich eingelernt werde, ohne Erfahrung tatsächlich genug Provision einfahre, dass ich davon leben kann, glaube ich einfach nicht! Zudem benötige ich ein eigenes Auto (Hab ich nicht.), früher oder später einen Maklerschein (Kostet ca. 400 Öcken.) und ein Smartphone (Im Vergleich zu Auto und Maklerschein ja noch die billigste Anschaffung.).
Dieses Mal war es so, dass ICH zu- oder absagen durfte. Ich beschloss abzusagen. Denn klar, jetzt verdiene ich zwar auch so gut wie nichts, aber ich tätige doch nicht Investitionen im 4stelligen Bereich bei total unsicherem Einkommen und einer - von wegen Teilzeit! - ca. 60h-Woche. Bin nur etwas enttäuscht, dass es dann wohl doch nicht an meiner ach so bombigen Bewerbung lag, sondern daran, dass die vermutlich jeden einladen...
Heute wieder 2 Bewerbungen geschrieben. Irgendeiner muss mich doch wollen, verdammt nochmal!!!
Na ja, vielleicht hab ich die Möglichkeit, demnächst als Museumsaufsicht zu arbeiten, das entscheidet sich bis nächste Woche. Echt schlecht bezahlt und laaaangweilig, aber es wäre ein Anfang.
Ich habe mich neulich auf eine Anzeige beworben. Da stand, dass man Mitarbeiter sucht für ein Immobilienbüro. Teilzeit, "sichere Bezahlung". Die Anzeige war so formuliert, dass ich dachte, man suche eine Bürokraft. Und Büro - das ist doch meins! Also hab ich mich beworben. Sogar zum 1. Mal mit der Masche, die mir meine Career Service-Beraterin für Jobs, die mir nicht so am Herzen liegen, vorschlug: Die geht ungefähr so: "Nach meinem geisteswissenschaftlichen Studium bleiben mir nach gängiger Meinung zwei Möglichkeiten: Taxi fahren oder mich arbeitslos melden. Aber ich weiß, ich kann mehr!" Blablabla. Ich hab ein Schreiben abgeschickt, das vor Selbstbewusstsein nur so krachte!
Umso happier war ich, als mich das Immobüro noch am gleichen Tag telefonisch kontaktierte und zu einem Gespräch einlud. Juhu, die neue Masche zieht! Am Wochenende hektisch Blazer abgeklappert und mangels Knete am Ende doch den alten aus Bankzeiten für gut befunden (da kaum getragen und von mir bislang nur nicht als Möglichkeit betrachtet, da ich dachte, ich sei zu stark aus dem Leim gegangen, passte dann aber doch wie angegossen).
Nun ja, am Ende war das Gespräch zwar sehr nett und ungezwungen, aber man will eigentlich nur lauter neue Makler rekrutieren, die auch schon in der Einarbeitungsphase komplett freiberuflich und auf Provisionsbasis arbeiten. Und Makler fänd ich irgendwie schon reizvoll, aber nicht so ins kalte Wasser geschmissen. Zwar hat man mir alles realistisch geschildert, Vor- und Nachteile aufgezählt und war sehr ehrlich, aber dass ich in den ersten Monaten, in denen ich eingelernt werde, ohne Erfahrung tatsächlich genug Provision einfahre, dass ich davon leben kann, glaube ich einfach nicht! Zudem benötige ich ein eigenes Auto (Hab ich nicht.), früher oder später einen Maklerschein (Kostet ca. 400 Öcken.) und ein Smartphone (Im Vergleich zu Auto und Maklerschein ja noch die billigste Anschaffung.).
Dieses Mal war es so, dass ICH zu- oder absagen durfte. Ich beschloss abzusagen. Denn klar, jetzt verdiene ich zwar auch so gut wie nichts, aber ich tätige doch nicht Investitionen im 4stelligen Bereich bei total unsicherem Einkommen und einer - von wegen Teilzeit! - ca. 60h-Woche. Bin nur etwas enttäuscht, dass es dann wohl doch nicht an meiner ach so bombigen Bewerbung lag, sondern daran, dass die vermutlich jeden einladen...
Heute wieder 2 Bewerbungen geschrieben. Irgendeiner muss mich doch wollen, verdammt nochmal!!!
Na ja, vielleicht hab ich die Möglichkeit, demnächst als Museumsaufsicht zu arbeiten, das entscheidet sich bis nächste Woche. Echt schlecht bezahlt und laaaangweilig, aber es wäre ein Anfang.
4. März 2013
Die nächste Sch...weinerei
Letztes Wochenende habe ich erfahren, dass meine Eltern aus ihrem Haus rausgeschmissen werden sollen. Mein Elternhaus, in dem wir bzw. sie seit fast 40 Jahren zur Miete leben. Die Dreckigkeit an der Sache ist, dass wir das durch die Zeitung erfuhren! Das Haus ist nämlich 400 Jahre alt, denkmalgeschützt und gehört der Gemeinde. Deshalb steht es im Interesse der Öffentlichkeit.
Jedenfalls hatten meine Eltern vor zwei Monaten schriftlich gebeten, die Fenster und das Dach zu sanieren. Die Fensterrahmen sind kaputt, es schimmelt. Das Dach ist teilweise undicht.
In der Zeitung stand nun also, dass das Haus verkauft werden soll. Am besten abgerissen, aber das ist nicht erlaubt, weil Denkmal eben. Immerhin. Da meine Eltern in einem kleinen Kaff leben, wo alle per Du sind (Und sich nun alle zu Gunsten meiner Eltern total aufregen), und meine Mutter zudem seit 10 Jahren im Rathaus putzt, ist sie gleich mal runter und hat die Leute dort rund gemacht. Weiter sind wir dadurch aber auch nicht gekommen. Der eine sagt: "Wir wollen euch doch nicht rauswerfen!", der Andere sagt: "Wenn das Haus verkauft wird, müsst ihr raus!" Alle widersprechen sich, der eine hinterfotziger als der andere, und schriftlich haben sie immer noch nichts!
Meine Eltern sind nicht mehr die Jüngsten. (Den 65. Geburtstag meiner Mutter am Mittwoch haben sie ihr auch gut versaut...) und dachten eigentlich, dass sie bis zu ihrem Tod in ihrem Haus bleiben können. Das Haus ist zwar alt und teilweise sanierungsbedürftig, aber von meinen Eltern in hartnäckiger Buckelei liebevoll instandgehalten. Im unteren Stockwerk, wo früher ein Warenlager war, hat mein Vater zudem für meine eine Schwester eine superschöne Wohnung gezaubert. Obwohl alles verschimmelt war, hat die Gemeinde damals keinen Cent beigesteuert, so dass das Ganze nur durch Eigenleistung und gute Freunde zu bewerkstelligen war. Die Gemeinde hat sich schon immer vor ihrer Verantwortung gedrückt, meine Eltern sind auch einfach immer zu gutmütig gewesen.
Nun ja, nach dieser hinterfotzigen Aktion habe ich beschlossen, einen Anwalt zu suchen. Am besten so einen richtigen Drecksack, der die Arschlöcher mit nervigen Schreiben bombardiert.
Und jetzt schreibt mir der Versicherungsvertreter meiner Eltern, dass ihre Rechtschutzversicherung keine Mietangelegenheiten absichert. Ich könnte sooo kotzen!!!!!! Natürlich haben weder meine Eltern noch wir Kinder die Knete für einen Anwalt.
Fazit: Ich bin gerade aggressiv, wütend, angekotzt und resigniere langsam. Nicht nur, dass in meinem Leben einfach nichts klappen will, nö, auch bei meiner Familie läuft alles total schief. Ich hab echt keinen Bock mehr!
Jedenfalls hatten meine Eltern vor zwei Monaten schriftlich gebeten, die Fenster und das Dach zu sanieren. Die Fensterrahmen sind kaputt, es schimmelt. Das Dach ist teilweise undicht.
In der Zeitung stand nun also, dass das Haus verkauft werden soll. Am besten abgerissen, aber das ist nicht erlaubt, weil Denkmal eben. Immerhin. Da meine Eltern in einem kleinen Kaff leben, wo alle per Du sind (Und sich nun alle zu Gunsten meiner Eltern total aufregen), und meine Mutter zudem seit 10 Jahren im Rathaus putzt, ist sie gleich mal runter und hat die Leute dort rund gemacht. Weiter sind wir dadurch aber auch nicht gekommen. Der eine sagt: "Wir wollen euch doch nicht rauswerfen!", der Andere sagt: "Wenn das Haus verkauft wird, müsst ihr raus!" Alle widersprechen sich, der eine hinterfotziger als der andere, und schriftlich haben sie immer noch nichts!
Meine Eltern sind nicht mehr die Jüngsten. (Den 65. Geburtstag meiner Mutter am Mittwoch haben sie ihr auch gut versaut...) und dachten eigentlich, dass sie bis zu ihrem Tod in ihrem Haus bleiben können. Das Haus ist zwar alt und teilweise sanierungsbedürftig, aber von meinen Eltern in hartnäckiger Buckelei liebevoll instandgehalten. Im unteren Stockwerk, wo früher ein Warenlager war, hat mein Vater zudem für meine eine Schwester eine superschöne Wohnung gezaubert. Obwohl alles verschimmelt war, hat die Gemeinde damals keinen Cent beigesteuert, so dass das Ganze nur durch Eigenleistung und gute Freunde zu bewerkstelligen war. Die Gemeinde hat sich schon immer vor ihrer Verantwortung gedrückt, meine Eltern sind auch einfach immer zu gutmütig gewesen.
Nun ja, nach dieser hinterfotzigen Aktion habe ich beschlossen, einen Anwalt zu suchen. Am besten so einen richtigen Drecksack, der die Arschlöcher mit nervigen Schreiben bombardiert.
Und jetzt schreibt mir der Versicherungsvertreter meiner Eltern, dass ihre Rechtschutzversicherung keine Mietangelegenheiten absichert. Ich könnte sooo kotzen!!!!!! Natürlich haben weder meine Eltern noch wir Kinder die Knete für einen Anwalt.
Fazit: Ich bin gerade aggressiv, wütend, angekotzt und resigniere langsam. Nicht nur, dass in meinem Leben einfach nichts klappen will, nö, auch bei meiner Familie läuft alles total schief. Ich hab echt keinen Bock mehr!
27. Februar 2013
Beim Frisör
Ich mache ja wahnsinnig gerne bei Gewinnspielen mit. V. a. bei den regionalen, weil da die Gewinnchancen am Höchsten sind. Prompt habe ich auch neulich einen Friseurgutschein gewonnen. Der auch ganz passend kam, denn ich sah aus wie Kraut und Rüben, nachdem ich bereits seit... ähm... geschätzten 1,5 Jahren den Gang zum Friseur gemieden habe wie der Teufel das Weihwasser. Meine Haare gingen mir schon fast zum Arsch, was aber nichts bedeuten muss, weil ich einen stummeligen Oberkörper habe, dem ein monströser Hintern entgegenkommt...
Da der Gutschein ein Verfallsdatum hatte, ging ich also. Ich bin ja so ein Frisuren-Invalide. Ich bin zu blöd, aus meinem Haupthaar etwas anderes zu zaubern als einen langweiligen Pferdeschwanz. Und selbst da steht mir oben immer alles wild ab. Ich habe langweilige glatte Haare und einen Wirbel und dadurch einen sturen Mittelscheitel, der auch dann so fällt, wenn ich mit roher Gewalt den Scheitel anders ziehe. Einmal den Kopf bewegt - und wieder isser da, der blöde Mittelscheitel! Haare offen nervt. Fliegen mir in die Fresse und in alles, wo man Haare nicht gebrauchen kann, z. B. in den Teller, aus dem man gerade isst. Also doch Pferdeschwanz. Ständiger Kommentar meiner Mutter: "Mach doch mal was Anderes als diesen blöden Pferdeschwanz, du siehst so streng und alt damit aus."
Nun denn! Ganz kurz wollte ich die Haare nicht. Ich habe einfach zu viel Angst, dass es mir nicht gefällt, und ab ist halt ab. Früher hatte ich immer kurze Haare, weil meine Mutter ihren 3 Töchtern IMMER kurze Haare geschnitten hat. Warum auch immer, man dachte natürlich stets, ich sei ein Junge, und ich finde, ich war ein sehr unschönes Kind... Als junge Frau standen mir die kurzen Haare aber sehr gut. Nur hatte ich damals locker 5-10 kg weniger und nicht so ein Mopsgesicht... Die Haare ließ ich mir erst nach Gusto wachsen, als ich nicht mehr zu Hause lebte. Aber dann richtig, so ohne Eingreifen und ohne Nachdenken.
Ach ja, der Friseurbesuch, da war ja was, wollte ich doch von erzählen! Äh ja, war nicht so aufregend, außer dass ich danach stolz meine neue Frisur offen(!) tragend durch die Stadt spazieren führte. 20 cm waren ab, das ist doch was, nicht?! Außerdem schön durchgestuft, Spliss wech, alles gut! Ich fühlte mich wie optisch neu geboren!
Danach musste ich gleich zu meiner Chefin, also der Dame, für die ich schwarz ein paar Büroarbeiten erledige. Diese Frau ist der netteste Mensch, den ich kenne, und sie hätte niemals solch eine Gelegenheit verstreichen lassen, mir ein Kompliment zu machen. Aber - nüschts. Sie hat es nicht gemerkt. 20 cm wech, und sie hat es nicht gemerkt! Gut, sie ist immer sehr gestresst, daran kann's liegen.
Zu Hause stellte ich mich Kopf schüttelnd vor das Männchen. Nüschts! Und das, wo er sogar wusste, dass ich an diesem Tag zum Friseur wollte. Ja gut, mann kann sich ja nicht alles merken, und 20 cm weniger fallen doch auch gar nicht auf!!! Da hätte ich schon mit einer Sinead O'Connor-Gedächtniskugel herumspringen müssen, dass der Typ mal was mitkriegt!
Joah, was soll ich sagen nach mehreren Tagen - es ist gerade mal einer einzigen Person aufgefallen, dass die Haare viiiiiel kürzer waren. Nichtmal meine Mutter, Madame "Geh doch mal zum Friseur, lass mal was abschneiden, das sieht dann viel besser aus!", hat was gemerkt. Und sich dann damit rausgeredet, dass ich ja eh immer die Haare zusammenhabe und man dann eh nicht merkt, ob die 20 cm länger oder kürzer sind.
Da der Gutschein ein Verfallsdatum hatte, ging ich also. Ich bin ja so ein Frisuren-Invalide. Ich bin zu blöd, aus meinem Haupthaar etwas anderes zu zaubern als einen langweiligen Pferdeschwanz. Und selbst da steht mir oben immer alles wild ab. Ich habe langweilige glatte Haare und einen Wirbel und dadurch einen sturen Mittelscheitel, der auch dann so fällt, wenn ich mit roher Gewalt den Scheitel anders ziehe. Einmal den Kopf bewegt - und wieder isser da, der blöde Mittelscheitel! Haare offen nervt. Fliegen mir in die Fresse und in alles, wo man Haare nicht gebrauchen kann, z. B. in den Teller, aus dem man gerade isst. Also doch Pferdeschwanz. Ständiger Kommentar meiner Mutter: "Mach doch mal was Anderes als diesen blöden Pferdeschwanz, du siehst so streng und alt damit aus."
Nun denn! Ganz kurz wollte ich die Haare nicht. Ich habe einfach zu viel Angst, dass es mir nicht gefällt, und ab ist halt ab. Früher hatte ich immer kurze Haare, weil meine Mutter ihren 3 Töchtern IMMER kurze Haare geschnitten hat. Warum auch immer, man dachte natürlich stets, ich sei ein Junge, und ich finde, ich war ein sehr unschönes Kind... Als junge Frau standen mir die kurzen Haare aber sehr gut. Nur hatte ich damals locker 5-10 kg weniger und nicht so ein Mopsgesicht... Die Haare ließ ich mir erst nach Gusto wachsen, als ich nicht mehr zu Hause lebte. Aber dann richtig, so ohne Eingreifen und ohne Nachdenken.
Ach ja, der Friseurbesuch, da war ja was, wollte ich doch von erzählen! Äh ja, war nicht so aufregend, außer dass ich danach stolz meine neue Frisur offen(!) tragend durch die Stadt spazieren führte. 20 cm waren ab, das ist doch was, nicht?! Außerdem schön durchgestuft, Spliss wech, alles gut! Ich fühlte mich wie optisch neu geboren!
Danach musste ich gleich zu meiner Chefin, also der Dame, für die ich schwarz ein paar Büroarbeiten erledige. Diese Frau ist der netteste Mensch, den ich kenne, und sie hätte niemals solch eine Gelegenheit verstreichen lassen, mir ein Kompliment zu machen. Aber - nüschts. Sie hat es nicht gemerkt. 20 cm wech, und sie hat es nicht gemerkt! Gut, sie ist immer sehr gestresst, daran kann's liegen.
Zu Hause stellte ich mich Kopf schüttelnd vor das Männchen. Nüschts! Und das, wo er sogar wusste, dass ich an diesem Tag zum Friseur wollte. Ja gut, mann kann sich ja nicht alles merken, und 20 cm weniger fallen doch auch gar nicht auf!!! Da hätte ich schon mit einer Sinead O'Connor-Gedächtniskugel herumspringen müssen, dass der Typ mal was mitkriegt!
Joah, was soll ich sagen nach mehreren Tagen - es ist gerade mal einer einzigen Person aufgefallen, dass die Haare viiiiiel kürzer waren. Nichtmal meine Mutter, Madame "Geh doch mal zum Friseur, lass mal was abschneiden, das sieht dann viel besser aus!", hat was gemerkt. Und sich dann damit rausgeredet, dass ich ja eh immer die Haare zusammenhabe und man dann eh nicht merkt, ob die 20 cm länger oder kürzer sind.
24. Februar 2013
Interessante Jobmöglichkeit
Neulich bei der Lektüre der Regionalzeitung.
Männchen ruft zu mir rüber: "Schau mal, darauf könntest du dich doch super bewerben!"
Ja, ich werde mich mal erkundigen, an welche Adresse ich meine Unterlagen schicken muss... Auf jeden Fall wäre ich für den Job bestens geeignet!
Männchen ruft zu mir rüber: "Schau mal, darauf könntest du dich doch super bewerben!"
Ja, ich werde mich mal erkundigen, an welche Adresse ich meine Unterlagen schicken muss... Auf jeden Fall wäre ich für den Job bestens geeignet!
21. Februar 2013
Nett oder doof?
Ich hab ja die letzten Wochen wieder mal ein paar Absagen bekommen. Und die meisten Schreiben sind natürlich 1:1 austauschbar. Immer das gleiche Gelaber "Leider haben wir uns für einen anderen Bewerber entschieden, blablabla...". Im Endeffekt ist es ja auch wurscht.
Das eine Schreiben hatte aber mal einen etwas anderen Abschlusssatz, und der ging so:
"Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Lebens- und Berufsweg alles Gute und das notwendige Quäntchen Glück, das Ihnen vielleicht dieses Mal noch gefehlt hat."
Jetzt meine Frage: Findet ihr den Glücksspruch doof oder nett?
Ich fand ihn total doof. Haben die die Leute ausgewürfelt oder wieso lag das an mangelndem Glück, dass sie mich nicht genommen haben? Ich finde das so richtig gehässig.
Männchen hingegen meinte: "Och, das ist doch total nett!"
Bin ich ein kleines Sensibelchen geworden? Wie findet ihr den Satz?
Das eine Schreiben hatte aber mal einen etwas anderen Abschlusssatz, und der ging so:
"Wir wünschen Ihnen für Ihren weiteren Lebens- und Berufsweg alles Gute und das notwendige Quäntchen Glück, das Ihnen vielleicht dieses Mal noch gefehlt hat."
Jetzt meine Frage: Findet ihr den Glücksspruch doof oder nett?
Ich fand ihn total doof. Haben die die Leute ausgewürfelt oder wieso lag das an mangelndem Glück, dass sie mich nicht genommen haben? Ich finde das so richtig gehässig.
Männchen hingegen meinte: "Och, das ist doch total nett!"
Bin ich ein kleines Sensibelchen geworden? Wie findet ihr den Satz?
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