UPDATE (Erst den unteren Teil bitte lesen.):
Wahnsinn, ich bin endlich mal durchgekommen! Das Gespräch war megaergiebig... Ich bin einfach furchtbar naiv. Ich habe - Bitte festhalten! - doch tatsächlich geglaubt, dass man da zu einem Berater durchgestellt wird, der einen Termin mit einem vereinbart.
Ja, bitte lacht alle ganz laut und zeigt mit dem Finger auf mich und schreit "Naive Kuh!"
Erstmal hat mir die gute Dame am Telefon eine Studienberatung aufdrücken wollen, die man für Schüler anbietet, die sich nicht sicher sind, ob sie studieren oder eine Ausbildung machen sollen. Ähm, gute Frau, ich habe bereits einen akademischen Abschluss, DAS kommt definitiv zu spät. Ich bräuchte jemanden, der Leute berät mit akademischen Abschluss. Woraufhin die Frau meinte, dass die Berater keinen akademischen Abschluss hätten. Äh, hallo?! ICH habe einen, ich brauche nicht einen mit Abschluss, du dumme Kuh! Also nochmal: Ich brauche bitte einen Mitarbeiter, der mir mal so meine Möglichkeiten aufzeigt, so mit akademischem geisteswissenschaftlichen Abschluss PLUS fundierter kaufmännischer Berufsausbildung. Kann doch nämlich nicht sein, dass ich damit gar nichts machen kann. Außer im akademischen Bereich völlig unter- und im kaufmännischen Bereich überqualifiziert zu sein und deshalb niemals nie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden...
Dann meinte sie wieder, hm, da sind Sie falsch bei uns, wir machen keine Wischiwaschiberatungen, wir melden sie dann richtig arbeitssuchend. Oh, meinetwegen, ist mir langsam auch wurscht, Hauptsache ich krieg endlich mal einen Termin!!!
Am Ende habe ich den Schritt bereut. Nun kriege ich einen Brief, in dem ein Termin vorgeschlagen wird. EINER. Ohne mich zu fragen.
"Ähm, also, es ist so, ich sitze nicht den ganzen Tag daheim herum und kann zu jedem Zeitpunkt einfach zu Ihnen kommen. Wie ist das denn, wenn ich nicht kann?"
"Dann können Sie den Berater schon anrufen und schauen, dass Sie einen anderen Termin kriegen, aber der hat ja seine 300, 400 Leute, die er beraten muss, da sind die nicht flexibel."
Gut, was soll's, ich warte einfach diesen dummen Brief ab, und wenn ich nicht kann, sage ich ab und lass die Scheiße sein. Dann gehe ich eben mal im Januar auf gut blöd nochmal zu der doofen Uniberatungsstelle. Ich bin mir eh schon sicher, dass das alles nichts bringt. Das nächste Mal pfeife ich auf die Tipps vom Career Service. "Gehen Sie doch mal zur Hochschulberatung des Arbeitsamtes." Jaha, prima Idee!!!
Und eigentlich wollte ich ernsthaft fragen, ob die nicht jemanden dort brauchen, aber wenn mich der Affenzirkus schon als Außenstehende zur Weißglut treibt, möchte ich gar nicht wissen bzw. erleben, wie's da intern zugeht...
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Ich schreibe nicht "Spaß BEIM Arbeitsamt", denn vermutlich werde ich nie so weit kommen, einen verfickten Termin bei diesem Drecksladen zu bekommen...
Ich hab ja vor einiger Zeit mein Studium beendet und seitdem keinerlei Tätigkeit aufnehmen können, für die ich einen akademischen Abschluss hätte machen müssen. Sprich: Ich bin arbeitssuchende Akademikerin, die hofft, dass sie irgendwann mal nicht mehr das Gefühl hat, die ganzen Jahre und das ganze Geld für das Studium in die Tonne gekloppt zu haben.
Bislang habe ich mich alleine durchgeschlagen und mir den Weg zum Arbeitsamt gespart, da ich mich mit Nebenjobs über Wasser halte und es für meinen Berufszweig momentan überhaupt nichts gibt. Finanziell würde es sich null lohnen, da ja mein Freund einer Arbeit nachgeht und mich durchfüttern darf, wenn ich gar nichts mehr verdiene. Mit Akademikern, die etwas Exotisches studiert haben, sind diese Deppen eh überfordert. Wozu also der Aufwand, sich da hinzubequemen?
Nun wurde mir jedoch empfohlen, mich an das Hochschulteam des Arbeitsamtes zu wenden. Angeblich hätten die durchaus fähige Menschen, die ganz eventuell eine Idee, einen Tipp oder sonstwas hätten.
Unsere Uni bietet jeden 2. Dienstag im Studentenwerk von 10-14 Uhr die Beratung durch einen auf Akademiker spezialisierten Arbeitsamtmenschen an. Kein Termin erforderlich - geht ja auch gar nicht, denn es gibt keine Nummer, unter der man einen Termin ausmachen könnte...
Vor zwei Wochen stapfte ich dienstags in der klirrenden Kälte 20 Min. zum Studentenwerk. Gepasst hat mir das nicht wirklich, denn 1. habe ich am DI volles Programm und musste diesen Termin erstmal irgendwie einschieben, und 2. war ich seit dem Vortag ziemlich stark erkältet. Aber was tut man nicht alles... 20 sehr kalte Minuten und -zig Frostbeulen später stand ich völlig entgeistert vor dem fetten Schild "Die Beratung fällt heute wegen Krankheit aus." Mann, hab ich getobt! Diese blöden Affen haben sowohl eine Homepage als auch eine Facebookseite. Es ist wohl zu viel verlangt, den Leuten irgendwie mitzuteilen, dass man sich den Scheißweg sparen kann. Im Übrigen lag ich nach der Aktion bis zum WE komplett mit einer schweren Erkältung flach. Danke auch...
2 Wochen später, also gestern, habe ich mich wieder hinbequemt. Man kann ja nirgendwo anrufen und fragen, ob auch wirklich jemand da ist, das wäre viel zu viel Service. *bitter auflach* Als ich vor der Glastür stand, war ich erleichtert, denn das Licht war an und auf dem Tisch stand ein aufgeklappter Laptop. Nur ein Mensch dazu fehlte. Ich wartete. 5 Minuten. 10 Minuten. 15 Minuten.
Ich ging rüber zum Infoservice des Studentenwerks. "Ich hab keine Ahnung von diesen Beratungen, damit habe ich nichts zu tun." Nee, warum auch. Ist ja nur vom Studentenwerk organisiert, wieso sollte das Studentenwerk da Bescheid wissen?!
Immerhin konnte die gelangweilte doofe Kuh mir eine Dame im Gebäude nennen, die dafür zuständig sei. Ich wartete nochmal 10 Minuten. Vielleicht holt er sich gerade was zum Essen? Dann ging ich entnervt zu besagter Dame. Die meinte, sie weiß auch nicht, was da los sei, sie hätte alles hergerichtet für den externen Arbeitsamtmitarbeiter (Deshalb das Licht und der Laptop.), aber er sei bislang nicht aufgetaucht. Es war wohlgemerkt bereits 12:30 Uhr, der Arsch sollte seit 2,5h da sein!
Da ich bereits die 2. Person war, die sich wunderte und eine Beratung wünschte, rief sie im Arbeitsamt an. Dort wurde ihr mitgeteilt, dass der Mitarbeiter ans falsche Unigebäude gefahren war, sich wunderte, dass niemand käme, seinen Fehler erkannte, aber nicht einfach an den richtigen Ort fuhr, wo er immer noch ein paar Stunden abzusitzen hatte, sondern angeblich zu einem Termin.
Man gab ihr eine Hotlinenummer für mich, unter der ich ja einen Termin mit dem Hochschulteam ausmachen könnte. Tja, natürlich ist diese Nummer kostenpflichtig, das und dieser hirnlose Vollspack von Arbeitsamtidiot alleine ist aber nicht der Aufreger. Sondern ich habe auf dieser Nummer angerufen und kriege nur - nachdem ich mir die dumme Ansage anhören muss, die erstmal alles aufzählt, was man wählen kann - zu hören, dass die Leitungen alle belegt sind und ich während der Sevicezeiten wieder anrufen solle. Und ja, natürlich habe ich während der beschissenen Servicezeiten angerufen!!!
So, wenn jetzt noch jemand eine Idee hat, wie ich an eine verfickte Drecksberatung rankommen soll, möge er mir bitte einen Tipp geben! Und vor Weihnachten fallen die restlichen regulären Beratungstermine wohl auch alle aus, nächste Woche z. B., weil - ACHTUNG! - Nikolaus ist...
Ich werde auch direkt nachfragen, ob man im Arbeitsamt eine Stelle für mich frei hat. Für den Laden muss man ja eh nichts können.
Ganz so exotisch habe ich nicht studiert, aber scheints bin ich entweder immer unter- oder überqualifiziert. Oder ein Bewerber hat "den Erwartungen im besonderen Maße entsprochen". Ja, toll. An eine Studentenwerkberatug hab ich nie gedacht, scheinbar sind die dort genauso fähig, wie beim original Arbeitsamt. Da gibts nämlich auch beratenden für hochwertige "Kunden", sprich: Akademiker. Die können aber auch nichts tun, da man für alle derartigen Jobs seitens der Firmen eigenständige Eigeninitiative voraussetze und es deshalb ja auch nicht hülfe. Perfekt, so ist keinem geholfen.
AntwortenLöschenP.S.: Außer anrufen/schreiben fällt mir da nichts konstruktives ein.
Prima, wenn ich deinen Kommentar lese, hätte ich die ganze Nummer eh gleich lassen sollen. Aber ich wollte unbedingt mal zu denen, um abzuchecken, ob die nicht vllt. gar selbst was frei haben. Im Amt arbeiten scheint mir gerade ne gute Übergangslösung. Aber jetzt hab ich echt schon die Schnauze voll von dem Laden. Und ach ja, ich bin ja auch nur unter- oder überqualifiziert. Bzw. schätze ich mal, zu einem Gespräch reicht's ja selbst bei 100%iger Erfüllung des Anforderungsprofils nicht...
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