29. Januar 2013

Unglück im Glück

In den letzten Wochen gewinne ich immer mehr den Eindruck, dass auf alles Gute gleich was Schlechtes folgt. Und das nervt mich ganz schön. Hier nur mal zwei Beispiele:
1. Ich steige in die Straßenbahn (mit der ich selten fahre), die natürlich gut besetzt ist. Nach ein paar Metern finde ich tatsächlich noch den letzten freien Platz. Da sich keine gebrechlichen oder schwangeren Mitfahrer/innen in meiner Nähe befinden, lasse ich mich nieder. Tut gut, nachdem ich gerade 4h gestanden habe. Nach einer Minute stelle ich jedoch fest, dass der Mann neben mir eine penetrante Geruchwolke aus Schweiß, ranzigem Fett und Zigarettenqualm verströmt. Mir wird direkt schlecht und ich versuche, meine Nase irgendwie unauffällig zu bedecken. (Will ja nicht unhöflich sein.) Mein Plan, mich schnell zu entfernen und die Fahrt dann doch lieber stehend zu verbringen, wird durch das Einsteigen der Gäste an der nächsten Station zunichte gemacht, denn mittlerweile ist auch der Gang proppenvoll. Die nächsten 10 Minuten verbringe ich mit Schnappatmung...

2. Ich liebe Adventskalender-Gewinnspiele. Da ich ja nun genug Freizeit habe, habe ich im Dezember tatsächlich knallhart täglich bei 30-40 Gewinnspielen mitgemacht. Irgendwas, so dachte ich mir, muss ich doch gewinnen! Und tatsächlich, aus mehreren 1000 Gewinnen gewinne ich:
Nr. 1: Einen 20 €-Gutschein von Baby1One. Den ich auch noch persönlich im Gewerbegebiet abholen muss. Ich will nicht undankbar sein, aber ich habe kein Kind. Zum Glück konnte ich den Gutschein meiner Schwester weitervererben, nachdem ich am Samstag extra im Wochenendtrubel mit dem Auto zu dem Laden bin, der mit den Öffentlichen nicht zu erreichen ist. Ansonsten hätte ich das Teil irgendwie verkauft.
Nr. 2: (Und zugleich mein schmerzlichstes Beispiel für meine momentane "Unglück im Glück"-Strähne.) Ich habe ein schönes Hardcoverbuch mit Täschchen gewonnen. Ich freue mich wirklich, als ich davon erfahre! Nach über einem Monat nun die ernüchternde Erkenntnis, dass der Gewinn von der Post verschlampt wurde. Das Mädel vom Bücherblog, wo ich das Buch gewonnen habe, kann sich auch keinen Reim darauf machen. Das Teil kann ich mittlerweile endgültig abschreiben. Vorfreude auf nix. Wobei ich mir mittlerweile auch vorstellen könnte, dass die Dame das Buch nie abgeschickt hat, denn sie hat es nach einem Monat immer noch nicht geschafft, einen Nachforschungsantrag zu stellen...

Das Leben ist böse-blöd!!!

3 Kommentare:

  1. Öhm ... Vor genau einer halben Stunde schickte ich einer Freundin, deren Lieblingswort im Moment "Karma" ist, die Frage per Whatsapp, ob das auch was mit ihrem Karmakrams zu tun hat, dass ich heute zwar eine gute Nachricht bekam, mir aber die Füße so weh tun, dass ich kaum laufen kann ... also laufen im Sinne von gehen. Das ist nun unheimlich ;-) Aber bleibt die Frage, ob man das dann so interpretiert, weil es grad so gut passt oder ob was dran ist am ... kosmischen Ausgleich? Karmakrams? Self fulfilling weil Schlechtes erwarting? Und das mit dem Buch ist ja richtig ärgerlich!! Wobei das echt verdächtig ist, dass sie keinen Nachforschungsantrag stellt. Aber laut meiner Karma-Freundin kriegt die das ja zurück bei Gelegenheit. Bisschen tröstend finde ich die Theorie dann doch. Manchmal.

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  2. a) in so momenten atme ich durch den mund, problem gelöst.

    b) das kann doch kein zufall sein ... ich hab auch mal ne cd gewonnen, die wurde ebenso von der post verschlampt, ich glaub, die haben nen gewinn-detektor und gönnen's uns nich, höhö

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  3. @hannibla: Ja, ich bin megagut im Schlechtes erwarting. Vermutlich würde ich selbst bei einem Millionengewinn eine Schippe ziehen, bis das Geld auch tatsächlich aufm Konto ist. Ich bin bei Glück immer seeeehr skeptisch.

    @typ: Durch den Mund atmen hab ich probiert, fällt mir schwer so als überzeugte Nasenatmerin, aber der Geruch war so penetrant, dass es trotzdem unerträglich war.

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