Heute musste ich doch mal losziehen und mir nach langer Zeit mal wieder ein paar Oberteile kaufen. Ich hasse Klamottenkaufen! Wenn man so wie ich nicht gertenschlank und durchschnittlich groß ist, wird das immer eine ziemliche Tortur.
Bei Hungrig & Magersüchtig werde ich mit einer Kleidergröße von ca. 42/44 von den minderjährigen, flachbrüstigen Verkäuferinnen nur mitleidig angeguckt und in die Zeltabteilung geschickt. In deren XL-Fummel passt vielleicht mein rechter Arm rein, wenn das Gewebe flexibel ist...
Da lobe ich mir doch Cheap & Awful, wo mir selbst Größe M geschmeidig über den Körper gleitet und mich vollständig bedeckt.
Hosen kauf ich übrigens nur noch bei BonPrix, weil mir die K-Größen in den ordinären Geschäften, so denn überhaupt vorhanden, immer noch viel zu lang sind.
Ich frag mich echt, was sich die Textilindustrie so denkt...
28. November 2012
26. November 2012
Mein fettes Mii - reloaded
Ich hatte schonmal über meine unfreundliche Wii-Konsole berichtet, die versucht, mich systematisch fertig zu machen. Dieses, wie ich es neulich wütend beschimpfte, weiße Arschloch von Fitness-Board beleidigt nicht nur mich, sondern auch meinen Freundeskreis. Und langsam habe ich das Gefühl, dass es von der Modebranche gefördert wird. Denn selbst bei Idealgewichtigen legt es immer noch nach. Das putzige Winke-Fitnessboard auf dem Bildschirm, das so unschuldig tut, legt nämlich auch schlanken Leuten nahe, doch noch hier und da ein paar Kilos abzunehmen. Ich warte auf den Tag, an dem es mit dem Fitnesstipp anfängt: "Heute probieren wir etwas Anderes. Bitte steige von mir ab, gehe zur Toilette und steck dir deinen Finger in den Hals." Doch nun gut, dieser Tipp werde ich selbst niemals kriegen, denn ich bin ja hoffnungslos übergewichtig...
Am Wochenende war eine Freundin zu Besuch, die sichtbar übergewichtig ist. Und nachdem das Fitnessboard teiweise schon Normalgewichtige als übergewichtig einstuft, schwante mir Übles...
Meine Freundin stellte sich auf das Board und der Balken schnalzte nach oben bis zum Anschlag der Skala und stoppte erst ganz am Ende des Bereichs "Fettleibigkeit". Was gibt's denn noch nach Fettleibigkeit? HERZTOD? Dieses dissige kleine Mistvieh!
Einen Vorteil hatte diese Demütigung meiner Freundin: Mein Mii ist ab sofort nicht mehr das Dickste...
Am Wochenende war eine Freundin zu Besuch, die sichtbar übergewichtig ist. Und nachdem das Fitnessboard teiweise schon Normalgewichtige als übergewichtig einstuft, schwante mir Übles...
Meine Freundin stellte sich auf das Board und der Balken schnalzte nach oben bis zum Anschlag der Skala und stoppte erst ganz am Ende des Bereichs "Fettleibigkeit". Was gibt's denn noch nach Fettleibigkeit? HERZTOD? Dieses dissige kleine Mistvieh!
Einen Vorteil hatte diese Demütigung meiner Freundin: Mein Mii ist ab sofort nicht mehr das Dickste...
25. November 2012
Google Translate
Eigentlich liebe ich Google Translate. Bei den gängigen Sprachen ist die Trefferquote in der Übersetzung doch meist so hoch, dass man sich den Sinn zusammenbasteln kann. Nur bei Norwegisch streiche ich die Segel. Habe gerade versucht, den Facebook-Status einer norwegischen Freundin zu verstehen. Für die Norwegisch-Sprechenden unter uns:
Får vel lægg den norrøne grammatikken på hylla, og traske en tur for å sjekke ka mine vænna i Isberget drifte me på en sådann dag...
Google Translate übersetzt es folgendermaßen:
Get well fügen Sie die Norse Grammatik auf dem Regal, und stapft eine Reise nach ka überprüfen meinen Freunden in der Eisbergs treiben mich an solchen dritten Tag ...
So, wer stark im Interpretieren und Kombinieren ist, möge mir doch bitte den Sinn des Ganzen erläutern. Oder wer Norwegisch beherrscht. Ich könnte natürlich meine Freundin fragen, aber das wäre keine Herausforderung...
Får vel lægg den norrøne grammatikken på hylla, og traske en tur for å sjekke ka mine vænna i Isberget drifte me på en sådann dag...
Google Translate übersetzt es folgendermaßen:
Get well fügen Sie die Norse Grammatik auf dem Regal, und stapft eine Reise nach ka überprüfen meinen Freunden in der Eisbergs treiben mich an solchen dritten Tag ...
So, wer stark im Interpretieren und Kombinieren ist, möge mir doch bitte den Sinn des Ganzen erläutern. Oder wer Norwegisch beherrscht. Ich könnte natürlich meine Freundin fragen, aber das wäre keine Herausforderung...
21. November 2012
Einfach mal gepflegt die Fresse polieren lassen
Heute habe ich mir zum 1. Mal in meinem Leben eine professionelle Zahnreinigung verpassen lassen. Was soll ich sagen? Es tat weh! Durch meine verdammte Knirscherei, einhergehend mit einer gesunden
Abneigung gegenüber meiner Knirschschiene, ist mein Gebiss momentan
ungewöhnlich empfindlich.
Ich bin normalerweise beim Zahnarzt kein Weichei und beiße die Zähne zusammen (Ha ha, was für ein Brüller!), wenn's weh tut. Auch dieses Mal hab ich nur still vor mich hingezuckt, aber trotzdem - angenehm ist was Anderes! Und dass die Zahnarzthelferin das Polieren der Zähne als "entspannenden Teil" bezeichnet hat... nun ja, entspannend wäre es gewesen, wenn sie mir eine Massage mit ätherischen Ölen verpasst hätte. Aber so war es lediglich der weniger schmerzhafte Teil der Prozedur. Aber zu dem Zeitpunkt hing ich eh nur noch schlaff im Folterstuhl und hätte auch nicht mehr gezuckt, wenn sie mir den Arm amputiert hätte.
Na ja, vermutlich zeigt mir das nur, dass ich es bitter nötig hatte. Und da Männchen auf professionelle Zahnreinigung schwört und ich für solche Späße momentan kein Geld habe, habe ich mir die Folterstunde kurzerhand von ihm zum Geburtstag gewünscht. Nach 8 Jahren Beziehung und stark aufs Rentenalter zugehend (Ich werde erschreckende 31 Jahre alt, Herrschaften!) ist's vorbei mit den romantischen Geschenken.
Auch jetzt Stunden nach der Reinigung tut mir noch das ganze Maul weh. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Zahnreinigung weniger schmerzhaft ist, weil nun der Grundstein gelegt wurde.
Männchen hat das Ganze übrigens folgendermaßen kommentiert: "Jetzt kannste ja ins Frauenhaus gehen und dich beschweren, dass dir dein Freund zum Geburtstag die Fresse poliert hat."
Übrigens steht der Geburtstag noch an, deshalb hoffe ich alter Gierling ja noch auf ein zweites, weniger unromantisches Geschenk. ;-)
Ich bin normalerweise beim Zahnarzt kein Weichei und beiße die Zähne zusammen (Ha ha, was für ein Brüller!), wenn's weh tut. Auch dieses Mal hab ich nur still vor mich hingezuckt, aber trotzdem - angenehm ist was Anderes! Und dass die Zahnarzthelferin das Polieren der Zähne als "entspannenden Teil" bezeichnet hat... nun ja, entspannend wäre es gewesen, wenn sie mir eine Massage mit ätherischen Ölen verpasst hätte. Aber so war es lediglich der weniger schmerzhafte Teil der Prozedur. Aber zu dem Zeitpunkt hing ich eh nur noch schlaff im Folterstuhl und hätte auch nicht mehr gezuckt, wenn sie mir den Arm amputiert hätte.
Na ja, vermutlich zeigt mir das nur, dass ich es bitter nötig hatte. Und da Männchen auf professionelle Zahnreinigung schwört und ich für solche Späße momentan kein Geld habe, habe ich mir die Folterstunde kurzerhand von ihm zum Geburtstag gewünscht. Nach 8 Jahren Beziehung und stark aufs Rentenalter zugehend (Ich werde erschreckende 31 Jahre alt, Herrschaften!) ist's vorbei mit den romantischen Geschenken.
Auch jetzt Stunden nach der Reinigung tut mir noch das ganze Maul weh. Bleibt nur zu hoffen, dass die nächste Zahnreinigung weniger schmerzhaft ist, weil nun der Grundstein gelegt wurde.
Männchen hat das Ganze übrigens folgendermaßen kommentiert: "Jetzt kannste ja ins Frauenhaus gehen und dich beschweren, dass dir dein Freund zum Geburtstag die Fresse poliert hat."
Übrigens steht der Geburtstag noch an, deshalb hoffe ich alter Gierling ja noch auf ein zweites, weniger unromantisches Geschenk. ;-)
20. November 2012
Warum ich immer mehr Vorbehalte gegenüber verbeamteten Lehrern habe...
Gestern telefonierte ich mit einer Freundin, deren Mutter Kunstlehrerin ist. Äh, war.
Wir redeten so über meine Jobsituation, über das Arbeiten an sich, und so kamen wir auch auf das Thema "Burn Out", das ja ein heikles, mittlerweile großes Thema in der Gesellschaft ist.
Meine Freundin so: "Na ja, meinst du nicht, dass die Leute auch mittlerweile das Thema total aufblasen und übertreiben?"
Ich so: "Du meinst, dass manche es ausnutzen, dass man so viel darüber redet, und nur so tun, als hätten sie Burn Out? Na ich weiß ja nicht..."
Daraufhin erzählte mir meine Freundin Folgendes:
Ihre Mutter ist Kunstlehrerin, arbeitet aber auch als freischaffende Künstlerin und hat auf ihre Broterwerbsarbeit eigentlich so überhaupt keinen Bock. Als sie hörte, dass eine Kollegin unter Burn Out leidet und deshalb aus dem Dienst schied, schwärmte sie herum, wie beneidenswert die Kollegin doch sei, dass sie nun frühzeitig in Pension gehen könne. Die viele Freizeit!
Kurze Zeit später ließ sie sich ebenfalls beurlauben mit der Diagnose "Burn Out". Seitdem ist sie frühzeitig in Pension, genießt ihr Leben und kann sich wieder ganz ihrer Existenz als Künstlerin widmen.
Und meine Freundin meinte, dass sie gar nicht daran gelitten hätte, sondern einfach ihren Beamtenstatus dazu ausgenutzt hätte, ihren verhassten Job an den Nagel zu hängen, ohne allzu große finanzielle Abschläge hinnehmen zu müssen.
Ich finde es eh schon schlimm, wenn Leute einfach so von der Arbeit fernbleiben, weil sie keinen Bock haben. Wenn sie dann eine Krankheit erfinden, die für wirklich Betroffene ganz schlimm ist, dann ist das makaber. Wenn sie dadurch aber auch noch frühzeitig in Pension gehen dürfen, dann ist das für alle hart arbeitenden Leute, die bis zur Rente durchackern, ein Schlag ins Gesicht! (Könnte allein schon kotzen, wenn ich sehe, was mein Vater nach 40 Jahren Schufterei als Hilfsarbeiter an Rente kriegt - reicht hinten und vorne nicht zum Leben und beträgt ca. 1/3 dessen, was Männchens Mutter als ehemalige Grundschullehrerin bekommt, die natürlich schon mit 63 in Pension ging, während mein Vater zwei Monate vor dem 65. mit Krebs umkippte und daraufhin gleich mal lebenslang 20 € weniger gesetztliche Rente im Monat bekam.)
Meine weiteren Vorbehalte haben mit meiner Öko-Schwägerin Claudi zu tun, ebenfalls verbeamtete Lehrerin. Aber dazu folgen dann separat ein paar Geschichtchen...
Wir redeten so über meine Jobsituation, über das Arbeiten an sich, und so kamen wir auch auf das Thema "Burn Out", das ja ein heikles, mittlerweile großes Thema in der Gesellschaft ist.
Meine Freundin so: "Na ja, meinst du nicht, dass die Leute auch mittlerweile das Thema total aufblasen und übertreiben?"
Ich so: "Du meinst, dass manche es ausnutzen, dass man so viel darüber redet, und nur so tun, als hätten sie Burn Out? Na ich weiß ja nicht..."
Daraufhin erzählte mir meine Freundin Folgendes:
Ihre Mutter ist Kunstlehrerin, arbeitet aber auch als freischaffende Künstlerin und hat auf ihre Broterwerbsarbeit eigentlich so überhaupt keinen Bock. Als sie hörte, dass eine Kollegin unter Burn Out leidet und deshalb aus dem Dienst schied, schwärmte sie herum, wie beneidenswert die Kollegin doch sei, dass sie nun frühzeitig in Pension gehen könne. Die viele Freizeit!
Kurze Zeit später ließ sie sich ebenfalls beurlauben mit der Diagnose "Burn Out". Seitdem ist sie frühzeitig in Pension, genießt ihr Leben und kann sich wieder ganz ihrer Existenz als Künstlerin widmen.
Und meine Freundin meinte, dass sie gar nicht daran gelitten hätte, sondern einfach ihren Beamtenstatus dazu ausgenutzt hätte, ihren verhassten Job an den Nagel zu hängen, ohne allzu große finanzielle Abschläge hinnehmen zu müssen.
Ich finde es eh schon schlimm, wenn Leute einfach so von der Arbeit fernbleiben, weil sie keinen Bock haben. Wenn sie dann eine Krankheit erfinden, die für wirklich Betroffene ganz schlimm ist, dann ist das makaber. Wenn sie dadurch aber auch noch frühzeitig in Pension gehen dürfen, dann ist das für alle hart arbeitenden Leute, die bis zur Rente durchackern, ein Schlag ins Gesicht! (Könnte allein schon kotzen, wenn ich sehe, was mein Vater nach 40 Jahren Schufterei als Hilfsarbeiter an Rente kriegt - reicht hinten und vorne nicht zum Leben und beträgt ca. 1/3 dessen, was Männchens Mutter als ehemalige Grundschullehrerin bekommt, die natürlich schon mit 63 in Pension ging, während mein Vater zwei Monate vor dem 65. mit Krebs umkippte und daraufhin gleich mal lebenslang 20 € weniger gesetztliche Rente im Monat bekam.)
Meine weiteren Vorbehalte haben mit meiner Öko-Schwägerin Claudi zu tun, ebenfalls verbeamtete Lehrerin. Aber dazu folgen dann separat ein paar Geschichtchen...
15. November 2012
Geschichten von der Müllhalde
Letzte Woche habe ich 5 Tage als Müllsortierer gearbeitet.
Wieso, weshalb, warum?
Nun ja, weil ich Knete brauchte und die Leute suchten, ganz einfach. 70 € brutto/Tag für ca. 7h Arbeit. Kann man ja nicht meckern. Auch wenn ich mich öfters bei dem verbitterten Gedanken ertappte, dass das alles nicht wahr sein darf, dass ich als Akademikerin im siffigen Müll fremder Menschen herumwühlen muss, um rund 10 € die Stunde zu verdienen.
Wieso Müll sortieren?
Weil man analysieren wollte, wieviel Müll Leute illegal in öffentlichen Mülleimern und -containern entsorgen.
Was für Müll war das so?
Müll aus öffentlichen Papierkörben und Containern - also wirklich ALLES, was die Leute so munter wegschmeißen. Dank des Regens doppelt so feucht wie sonst. Und dank des enormen Anteils an Biomüll war es eh schon extrem siffig.
Wie ging das so?
Vier Leute stehen um ein grobes Sieb, auf das kiloweise Müll geschippt wird. Der Anteil, der durchfällt, ist nicht der Rede wert... Um sie herum stehen ca. 25 Mülltonnen, von Pappe über Küchenabfall bis hin zur eigenen Tonne nur für (Hunde-)Kot. Und ja, die wurde ein paar Male voll!
Der Müll wird also grobmotorisch (dank dicker Handschuhe) in diese Mülltonnen aufgeteilt. Diese werden, wenn sie voll sind, gewogen und in einen leeren Container wieder ausgeschüttet und zusammengeworfen.
Wer war dabei?
Ich. Klar. Dann der junge Mann von der Analysier-Firma. Dazu noch zwei Studentinnen, die ebenfalls verzweifelt Kohle brauchten.
Wie war es so?
Och, ich muss sagen, das war sicherlich nicht der schlimmste Job, den ich mir vorstellen könnte. Klar, es ist schon unangenehm, in manchmal undefinierbare, versiffte, stinkende Dinge reinzugreifen. Noch schlimmer als den Gestank fand ich allerdings die Nutzung des Mundschutzes, in dem sich schnell Feuchtigkeit sammelte. Bäh, pfui Deifel, ich bin bei sowas echt empfindlich! Natürlich plagte mich auch noch eine fette Erkältung ab dem 2. Tag, so dass es unterm Mundschutz noch ekliger wurde und ich am Ende ohne weiterarbeitete. Hab ja eh fast nichts mehr gerochen...Die letzten zwei Tage kroch ich auf dem Zahnfleisch, aber wenn man länger nichts verdient hat, braucht man jeden Cent, also konnte ich einfach nicht aufgeben.
Würde ich es nochmal tun?
Och ja, na ja, mit ein paar Wochen Abstand würde ich es wohl ab und an als kleines Zubrot wieder tun. Aber wirklich angenehm ist es nicht, zumal man auch noch die vollen Tonnen ausschütten muss, was als 1,60 m kleiner Schwächling auch nicht so einfach ist.
Und sonst so?
Es ist wirklich schockierend, was die Leute alles wegwerfen. Wäre nicht alles versifft und mit undefinierbaren Flüssigkeiten verunreinigt gewesen, hätten wir tütenweise Zeug gerettet. Von unbeschädigtem Geschirr über Deko bis hin zu tütenweise verpackten, noch haltbaren Lebensmitteln. Den Deutschen geht's ganz eindeutig zu gut, aber das ist ja nichts Neues. Manchmal hätte ich echt heulen können, was wir alles (nochmal) wegschmeißen mussten.
Wieso, weshalb, warum?
Nun ja, weil ich Knete brauchte und die Leute suchten, ganz einfach. 70 € brutto/Tag für ca. 7h Arbeit. Kann man ja nicht meckern. Auch wenn ich mich öfters bei dem verbitterten Gedanken ertappte, dass das alles nicht wahr sein darf, dass ich als Akademikerin im siffigen Müll fremder Menschen herumwühlen muss, um rund 10 € die Stunde zu verdienen. Wieso Müll sortieren?
Weil man analysieren wollte, wieviel Müll Leute illegal in öffentlichen Mülleimern und -containern entsorgen.
Was für Müll war das so?
Müll aus öffentlichen Papierkörben und Containern - also wirklich ALLES, was die Leute so munter wegschmeißen. Dank des Regens doppelt so feucht wie sonst. Und dank des enormen Anteils an Biomüll war es eh schon extrem siffig.
Wie ging das so?
Vier Leute stehen um ein grobes Sieb, auf das kiloweise Müll geschippt wird. Der Anteil, der durchfällt, ist nicht der Rede wert... Um sie herum stehen ca. 25 Mülltonnen, von Pappe über Küchenabfall bis hin zur eigenen Tonne nur für (Hunde-)Kot. Und ja, die wurde ein paar Male voll!
Der Müll wird also grobmotorisch (dank dicker Handschuhe) in diese Mülltonnen aufgeteilt. Diese werden, wenn sie voll sind, gewogen und in einen leeren Container wieder ausgeschüttet und zusammengeworfen.
Wer war dabei?
Ich. Klar. Dann der junge Mann von der Analysier-Firma. Dazu noch zwei Studentinnen, die ebenfalls verzweifelt Kohle brauchten.
Wie war es so?
Och, ich muss sagen, das war sicherlich nicht der schlimmste Job, den ich mir vorstellen könnte. Klar, es ist schon unangenehm, in manchmal undefinierbare, versiffte, stinkende Dinge reinzugreifen. Noch schlimmer als den Gestank fand ich allerdings die Nutzung des Mundschutzes, in dem sich schnell Feuchtigkeit sammelte. Bäh, pfui Deifel, ich bin bei sowas echt empfindlich! Natürlich plagte mich auch noch eine fette Erkältung ab dem 2. Tag, so dass es unterm Mundschutz noch ekliger wurde und ich am Ende ohne weiterarbeitete. Hab ja eh fast nichts mehr gerochen...Die letzten zwei Tage kroch ich auf dem Zahnfleisch, aber wenn man länger nichts verdient hat, braucht man jeden Cent, also konnte ich einfach nicht aufgeben.
Würde ich es nochmal tun?
Och ja, na ja, mit ein paar Wochen Abstand würde ich es wohl ab und an als kleines Zubrot wieder tun. Aber wirklich angenehm ist es nicht, zumal man auch noch die vollen Tonnen ausschütten muss, was als 1,60 m kleiner Schwächling auch nicht so einfach ist.
Und sonst so?
Es ist wirklich schockierend, was die Leute alles wegwerfen. Wäre nicht alles versifft und mit undefinierbaren Flüssigkeiten verunreinigt gewesen, hätten wir tütenweise Zeug gerettet. Von unbeschädigtem Geschirr über Deko bis hin zu tütenweise verpackten, noch haltbaren Lebensmitteln. Den Deutschen geht's ganz eindeutig zu gut, aber das ist ja nichts Neues. Manchmal hätte ich echt heulen können, was wir alles (nochmal) wegschmeißen mussten.
13. November 2012
Tolle Titten, Frau Polizistin!
Mein fast 3jähriger Neffe ist noch ziemlich redefaul. Während andere Kinder in seinem Alter bereits wie ein Wasserfall quasseln, geht er mit seinen Worten recht sparsam um. Zudem hat er noch so seine ganz eigene Art, Wörter auszusprechen. Die dann nur Mama und Papa, und auch nur mit gutem Willen, entschlüsseln können und bei mir meist nur auf ein dümmliches "Hä?", "Was möchtest du mir sagen?" oder - an meine Schwester gerichtet - "Was meint er damit???"stoßen.
Als ob das noch nicht genügt, gibt es darüber hinaus noch so ein paar Buchstaben, die er nicht aussprechen kann/will. Dazu gehören: s, f, k, sch, st, p,... ach, so ziemlich alle Buchstaben eigentlich, die keine Vokale und kein t sind...
Meine Schwester bat ihren Sohn heute vor allen, doch mal das Wort "Polizisten" auszusprechen. Nun bedenke man, dass er allein von diesem Wort die Laute p, z und st nicht aussprechen kann. Diese werden kurzerhand durch t ersetzt.
Heraus kommt also: "tolititen" - schneller gesprochen klingt das dann genau so, wie ich es im Betreff bereits verraten habe. Man kann sich vorstellen, dass er den ganzen Tag von den Erwachsenen aufgefordert wurde, doch mal "Polizisten" zu sagen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Hach, was freu ich mich auf den Tag, an dem er mit seinem Papa unterwegs ist, zwei Polizistinnen entdeckt, mit dem Finger auf sie deutet und schreit "tolititen". Hehe...
Als ob das noch nicht genügt, gibt es darüber hinaus noch so ein paar Buchstaben, die er nicht aussprechen kann/will. Dazu gehören: s, f, k, sch, st, p,... ach, so ziemlich alle Buchstaben eigentlich, die keine Vokale und kein t sind...
Meine Schwester bat ihren Sohn heute vor allen, doch mal das Wort "Polizisten" auszusprechen. Nun bedenke man, dass er allein von diesem Wort die Laute p, z und st nicht aussprechen kann. Diese werden kurzerhand durch t ersetzt.
Heraus kommt also: "tolititen" - schneller gesprochen klingt das dann genau so, wie ich es im Betreff bereits verraten habe. Man kann sich vorstellen, dass er den ganzen Tag von den Erwachsenen aufgefordert wurde, doch mal "Polizisten" zu sagen. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt!
Hach, was freu ich mich auf den Tag, an dem er mit seinem Papa unterwegs ist, zwei Polizistinnen entdeckt, mit dem Finger auf sie deutet und schreit "tolititen". Hehe...
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