28. März 2012

Wer braucht schon Zähne?

Also ich nicht, echt nicht... langsam nerven die mich nämlich zu Tode.

Als Kind hatte ich mehrere Löcher, die mit Amalgam gestopft wurden. Dann hab ich eine feste Spange gekriegt, die u. a. dazu beitrug, dass ich als Teenager so richtig freakig hässlich war und mich die Jungs nicht mit dem Arsch anschauten. Seitdem war aber Ruhe mit meinen Beißerchen, wenn man mal von zwei neuen Weisheitszähnen und den Innendrähten absieht, die sich auch noch nach 15 Jahren weigern, endlich mal ihren Geist aufzugeben, damit ich sie rausmachen lassen kann...

Nun habe ich vor einem Jahr den Zahnarzt gewechselt, da es mir suspekt vorkam, dass der noch nichtmal Zahnstein entfernen wollte, weil ich angeblich keinen hatte, und immer total schnell bei mir mit der Vorsorgeuntersuchung fertig war. Bei dem war immer alles bestens mit meinem Gebiss. Bis er ein ganz kleines Loch entdeckte. Und da ich diesbezüglich dann eine Zweitmeinung und außerdem einen Zahnarzt in der Nähe haben wollte, habe ich gewechselt.

Der neue Zahnarzt fand zusätzlich zu dem kleinen Loch noch ein kleines Loch ganz woanders, das der alte Zahnarzt übersehen hatte. Und beim Aufbohren fand er noch im Nachbarzahn ein weiteres kleines Loch. Mal eben 3 Zähne gebohrt und 3 Füllungen bekommen. Und das, wo ich angeblich seit über 10 Jahren keinerlei Probleme hatte.

Zudem erfuhr ich vom neuen Zahnarzt, dass meine Amalgamfüllungen fast allesamt undicht seien. So musste ich auch noch 4 Füllungen auswechseln lassen. Nee, das geht gar nicht ins Geld, wenn man nicht das billigste, zuschussfreie Material haben möchte... Ich war also erstmal Dauergast in dem Laden. Und es hört einfach nicht auf...

Unter der einen undichten Amalgamfüllung hatte sich mittlerweile soviel Karies angesammelt, dass ich Schmerzen bekam und eine Wurzelbehandlung brauchte. Meine 1. Wurzelbehandlung ever, ich war überglücklich, soll man doch jeden Tag was Neues erleben!

3 Sitzungen waren das, und bei der Gelegenheit hatte ich - über den HNO-Arzt - auch noch eine Knirschschiene für die Nacht verordnet bekommen, die gab's also noch gratis obendrein zur Wurzelbehandlung. Warum auch nicht? Man nimmt doch mit, was man kann! Und das Teil ist auch gar nicht eklig...

Nun war ich heute für die letzte Amalgamfüllung da. Und erwähnte, dass der wurzelbehandelte Zahn immer noch schmerzte. Woraufhin mein Zahnarzt meinte, dass da wohl eine Wurzelspitzenresektion fällig werden könnte. Und ich dachte, nach der letzten Amalgamfüllung sei mein Dauerabo beim Zahnarzt endlich vorbei!

Ich komme mir vor wie so eine alte Mittelaltermatrone mit lauter Zahnlücken. Als hätte ich nie meine Zähne geputzt und mich nie um sie gekümmert. Als würde mir bald das Gebiss rausfallen. (Dummerweise träume ich das tatsächlich ständig!). Wie kann das sein, dass ich nur noch Stress mit diesen blöden Scheißzähnen habe?! Ich habe da keinen Bock mehr drauf, echt nicht. Hab ich das verbockt, was hab ich falsch gemacht? Ich putze meine Zähne ordentlich und alles. Hat es mein alter Zahnarzt verbockt, weil der keinen Wert auf Vorsorge legt? Auch wenn ich nach Zahnreinigung fragte, meinte er immer, das sei bei meinen Zähnen nicht nötig. Deshalb dachte ich wirklich, dass meine Zähne echt in Ordnung seien. (Wenn man mal vom Schiefstand einiger Gesellen absieht.)

Bezüglich der Wurzelspitzenresektion meinte er, falls es wirklich eine Entzündung sei, wird es auch nicht mehr schlimmer, sprich wenn mich die Schmerzen nicht allzu sehr stören, kann ich auch nochmal weitertesten, ob's vielleicht doch noch weggeht. Und das mache ich auch, denn ich hab echt nicht vor, mich schon wieder die nächsten Wochen in diesen Folterstuhl zu setzen. Mein Zahnarzt ist wirklich nett, erklärt viel und alle Behandlungen waren bislang schmerzfrei, aber eine WSR? Nee, davor hab ich echt Schiss... Und ich will endlich, dass ich nur noch 1-2x im Jahr zur Vorsorge zum Zahnarzt muss und der mir dann immer sagt: "Alles in Ordnung." :-((((

23. März 2012

ZEN

Männchen und ich gehen eine Runde um den Block.

Ich: "Schau mal, hier gibt's ein ZEN-Haus! Da könnte ich mich doch mal anmelden."
Männchen: "Da wirst du gleich bei der 1. Sitzung rausgeschmissen..."

Angeblich bin ich "latent aggro". Dem hau ich gleich eins in die Fresse! Der spinnt ja total!

22. März 2012

Soll ich mich bewerben? - Update

Ich habe heute morgen die zuständige Kontaktperson angerufen. Sie war sehr sehr nett!

Zuerst meinte sie etwas zögerlich, dass die Französischkenntnisse schon recht wichtig wären, da man eng mit dem Louvre zusammenarbeitet. Allerdings müsse das Niveau nun nicht sooo gut sein, dass man anspruchsvolle Texte formulieren muss. Es geht eher darum, dass man mal eine Leihanfrage formuliert ("Wobei Sie das nur einmal ausformulieren müssen in Ruhe, da können Sie sich auch Hilfe holen.") und sich vor Ort mit den Leuten unterhalten kann. Das kann ich allerdings auch nicht mit meinen billigen Französischkenntnissen, aber ich meinte, wenn man mir etwas Zeit ließe, könne ich das gut aufholen, da ich relativ sprachbegabt bin. Das schien sie zu beruhigen und sie meinte, ich solle mich ruhig bewerben, denn es könnte ja auch sein, dass sich gar keiner bewirbt, der die anderen Anforderungen erfüllt (Was ich tue.) UND richtig gut Französisch beherrscht. (Vorausschauend und optimistisch!) Und sie freut sich schon auf meine Unterlagen.

Zudem meinte ich noch vorsichtig, dass in unserem Fachbereich Englisch ein absolutes Muss sei und es gar nicht sein könne, dass die Leute im Louvre kein Englisch beherrschen.Woraufhin sie meinte: "Ja, das hoffe ich eigentlich auch." Ich glaube ja eigentlich, dass die Kommunikation durchaus auch auf Englisch stattfinden könnte, das eher kleine, unbekanntere Museum aber ein bisschen Schiss vor dem großen Louvre hat und sich's mit denen nicht verkacken will.

Na dann, mach ich mich mal an die Arbeit! Mache mir jetzt zwar keine zu großen Hoffnungen, da es sicherlich Leute gibt, die meine Kompetenzen auch vorweisen UND Französisch besser sprechen können, aber wer weiß, vielleicht reicht's ja sogar mal für ein Vorstellungsgespräch! :-)

Ich weiß auch gar nicht, warum ich immer so zögerlich bin, klar hat man eigentlich nichts zu verlieren. Aber in punkto Bewerbungen bin ich dann doch noch ein Greenhorn und meine bisherigen Erfahrungen haben mich sehr unsicher gemacht.

21. März 2012

Soll ich mich bewerben?

Ich starte einfach mal eine Umfrage, da ich gerade nicht weiß, wie ich mich verhalten soll.

Ich habe eine Anzeige entdeckt für ein einjähriges Volontariat an einem Museum. Ich erfülle das Anforderungsprofil eigentlich komplett, nur eine Grundvoraussetzung fehlt mir:

"Sehr gute Fremdsprachenkenntnisse (insbesondere verhandlungssicheres Französisch in Wort und Schrift) werden erwartet."
 
Ich beherrsche zwar Englisch fließend in Wort und Schrift, aber ansonsten kann ich nur noch ein bisschen Niederländisch und Italienisch (aber nicht verhandlungssicher), in allen anderen Sprachen wie Französisch und Neugriechisch habe ich aber nur absolute Grundkenntnisse.

Ich habe mal in der Schule Französisch gelernt, aber nur 2 Jahre, damals nie wieder angewendet und kann mit Müh und Not gerade mal Fachliteratur mit Hilfe eines Wörterbuches sinngemäß entziffern. Von "verhandlungssicher" bin ich Lichtjahre entfernt. Nicht, dass ich es nicht lernen könnte, aber das Volontariat würde am 1.6. losgehen, das schaffe ich natürlich nicht mehr.

Nun überlege ich:
1. Gleich gar nicht bewerben?
2. Bei der angegebenen Kontaktperson einfach mal blöd nachfragen, ob ich mich auch ohne verhandlungssicheres Französisch bewerben kann? Aber kommt das gut?
3. Einfach eine Bewerbung hinschicken mit "Französisch: Grundkenntnisse" im Lebenslauf (wie immer eben)?

Es heißt ja immer, man soll sich auch bewerben, wenn man nur einen Teil der Anforderungen erfüllt. Aber ich kann's immer gar nicht abschätzen, ob man schon verkackt hat, wenn man eine der wichtigsten Anforderungen nicht erfüllt. Und ja, ich hätte ja nicht viel zu verlieren, aber in so einer Bewerbungsmappe steckt immer jede Menge Arbeit, die will ich nicht schon wieder umsonst machen...

WAS MEINT IHR???

20. März 2012

Tagesbilanz

1. Zwei Absagen erhalten: Die eine nur 6 Monate nach Antritt der Stelle, die Andere immerhin schon nach 2 Monaten. Bei beiden Stellen war mir aber schon klar, dass das gelaufen ist, deshalb war ich nicht traurig, sondern erleichtert, dass die Scheiße auch erledigt ist.

2. 2 Freikarten für den Kinofilm "Die Tribute von Panem" gewonnen. Na endlich was Positives, auch wenn ich den Film nicht unbedingt sehen wollte.

3. Fast von einem Bus überfahren worden, der rechts abbog, als ich eigentlich bei grün über die Fußgängerampel wollte. War mir schon klar, die Busfahrer hier fahren wie die gesenkten Säue und schauen weder nach rechts noch nach links. Bis der Kasten an mir vorbei war, war natürlich wieder rot, was ich nicht eingesehen habe und stur weiterlief. Das hatte allerdings zur Folge, dass ich einen 2. Bus, der dem 1. folgte, ausbremste. Der dämliche Busfahrer konzentrierte sich daraufhin nicht mehr auf den Verkehr (Tut er ja sonst auch nicht, wa...), sondern darauf, mich aus dem offenen Fahrerfenster anzuschreien. Woraufhin ich wild fuchtelnd Richtung 1. Bus zeigte und schrie: "Ihr Kollege ist einfach gefahren, obwohl ICH laufen durfte!" Und nachdem der Busfahrer weiterschrie, kreischte ich noch quer über die Kreuzung ein "Ach, halten Sie bloß Ihre Klappe, Sie Blödarsch!"
Dabei hatte ich noch nichtmal schlechte Laune. Aber diese miespetrigen Busfahrer in Franken - eine Region, die für ihre Herzlichkeit bekannt ist - gehen mir langsam wirklich auf den Sack! Ich grüße immer schön, wenn ich einsteige und halte meinen Ausweis immer lächelnd in die Höhe, denn ich kann mir denken, dass Busfahren ein anstrengender Job ist und man jede Menge Deppen transportieren muss. Aber ich lasse mir auch nicht alles gefallen von diesen Berserkern.
Und ich finde, ich hab mich noch gut zusammengerissen - immerhin hab ich den Blödarsch gesiezt!

18. März 2012

Nette Nachbarn

Vorestern ging ich, nachdem ich den ganzen Tag unterwegs gewesen war, noch kurz vor Ladenschluss schnell in den Kupsch. Dort bemerkte ich, dass ich meinen Schlüsselbund nicht mehr hatte. Sofort wurde mir heiß und kalt. Ich rief zuerst meinen Freund an, der praktischerweise just an diesem Tag Überstunden schob und in frühestens 40 Minuten nach Hause kam, so dass ich nicht ins Haus kam... Dann rief ich bei meiner Bekannten an, bei der ich zu Besuch war, in der Hoffnung, ich hätte dort den Schlüssel verloren - doch auch sie fand nichts. Ich drehte nochmal eine Runde im Kupsch und fragte die Angestellten, ob ein Schlüssel abgegeben wurde. Fehlanzeige!
Der Schlüssel konnte auch auf keinen Fall in der Wohnung liegen, denn ich hatte ja noch beim Rausgehen den Briefkasten aufgemacht. Dass ich den Schlüssel im Briefkasten hatte hängen lassen, kam mir sehr unwahrscheinlich vor, denn der kleine Briefkastenschlüssel kann das Gewicht der restlichen Schlüssel gar nicht halten und er wäre sofort runtergekracht. Somit war mein Schlüsselbund verloren und ich malte mir aus, welch nervige Aktionen mir nurnbevorstanden. Denn am Bund hingen nicht nur Auto- und Wohnungsschlüssel, sondern auch noch ein Schlüssel von der Uni, und auch wenn man den Schlüsselbund niemandem zuordnen konnte, wer weiß, ob die nicht mal eben die Schlösser austauschen lassen wollen...

Völlig verzweifelt harrte ich vor dem Haus - Zum Glück war es nicht zu kalt. - aus, bis das Männchen nach Hause kam und mich aufgelöst vorfand. Ich suchte nochmal unten im Hausflur, doch wieder nichts.

Als wir oben an der Wohnung ankamen, hörte ich von meinem Freund ein überraschtes: "Ach, was haben wir denn hier?!" Da lag vor der Tür mein Schlüsselbund! :-) Tatsächlich habe ich den Schlüssel wohl doch im Briefkasten hängen lassen, wo ihn jemand im Haus fand und vor unsere Wohnungstür legte. (Was im Übrigen nicht sooo leichtsinnig ist, denn unsere Wohnung ist die oberste und letzte Wohnung im Haus, an der niemand vorbeikommt außer uns. Aber natürlich wäre es sicherer gewesen, ihn in den Briefkasten zu schmeißen, wobei ich glaube, dass er nicht durch den Schlitz gepasst hätte...)

Zwar wusste ich nicht, wer den Schlüssel letztendlich gefunden hatte, doch ich wollte mich auf jeden Fall bedanken. Also hängte ich am nächsten Tag einen Zettel im Flur auf, wo ich mich beim anonymen Finder bedankte. Am nächsten Morgen hatte ich eine handschriftliche Notiz im Briefkasten: "Bitte, hab ich doch gern gemacht. Ich habe richtig mitgelitten, ätzend, wenn sowas passiert. Ich wünsche dir einen schönen Frühlingstag." :-)

Leider ohne Namen, so dass ich mich nicht nochmal persönlich bedanken konnte. Vielleicht wollte die Person einfach anonym bleiben? Von der Handschrift her handelt es sich ganz sicher um eine junge Dame, was immerhin schonmal die sehr betagte Frau Müller ausschließt, aber ansonsten leben hier in so ziemlich jeder Wohnung junge Damen.

Auf jeden Fall bin ich heilfroh, dass ich meinen Schlüssel wiederhabe! Man soll nicht meinen, wie tragisch der Verlust des eigenen Schlüsselbundes sein kann... ich werde mir wohl so ein Finddingens zulegen, wo man Schlüssel dem Besitzer zuordnen kann. Und ich bin froh, dass es noch ehrliche und hilfsbereite Menschen gibt.

14. März 2012

Darf man...

... böse Briefe an eine Firma schicken, bei der man sich beworben hat?

Folgender Sachverhalt: Ich hatte mich für eine Stelle beworben, die im Oktober 2011 losgehen sollte. Ich erhielt keinerlei Reaktion. Im Januar mailte ich der zuständigen Person und fragte höflich nach. Ich bekam wieder keinerlei Reaktion. Ein paar Wochen später rief ich die zuständige Person dann an. Sie meinte, sie würde es nur alles koordinieren und die Entscheidung fiele dann an einer anderen Stelle. Konnte mir aber schonmal sagen, dass die Stelle, auf die ich mich beworben habe, bereits vergeben ist. Und was ist mit der Absage, kommt die dann auch mal offiziell? Ähm ja, die kommt bestimmt demnächst. Das ist nun 1,5 Monate her...

Ich würde gerne an solche Idioten - Denn es liegt noch ein ganz ähnlicher Fall vor. - einen freundlichen Brief verfassen, in dem ich höflich darum bitte, mir meine Bewerbungsunterlagen zurückzuschicken, da ich davon ausgehen darf bzw. weiß, dass die Stelle schon seit Längerem vergeben ist. Und dass es doch kein großer Aufwand ist, ein liebloses Standardschreiben aufzusetzen, bei dem man nur den Namen einsetzen muss und das dann an alle Bewerber schicken kann. Und falls ihnen personaltechnisch die Kapazitäten dazu fehlten, biete ich mich gerne als qualifizierte, gut organisierte Bürokraft an!

Was meint ihr? Soll ich mal machen? Nur um mich mal auszutoben. Denn ich finde es völlig daneben, wie scheiße man Bewerber behandelt und dass man es nie für nötig hält, denen Bescheid zu geben, wenn man sie nicht will. Ich weiß, das ist mittlerweile in dieser traurigen Gesellschaft gang und gebe, aber muss ich mir denn alles gefallen lassen? Und nein, die Jobs sind definitiv nicht mehr offen, man will mich dort nicht und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass ich mich jemals wieder in den Läden bewerbe. Mir juckt's grad echt in den Fingern!