Also ich nicht, echt nicht... langsam nerven die mich nämlich zu Tode.
Als Kind hatte ich mehrere Löcher, die mit Amalgam gestopft wurden. Dann hab ich eine feste Spange gekriegt, die u. a. dazu beitrug, dass ich als Teenager so richtig freakig hässlich war und mich die Jungs nicht mit dem Arsch anschauten. Seitdem war aber Ruhe mit meinen Beißerchen, wenn man mal von zwei neuen Weisheitszähnen und den Innendrähten absieht, die sich auch noch nach 15 Jahren weigern, endlich mal ihren Geist aufzugeben, damit ich sie rausmachen lassen kann...
Nun habe ich vor einem Jahr den Zahnarzt gewechselt, da es mir suspekt vorkam, dass der noch nichtmal Zahnstein entfernen wollte, weil ich angeblich keinen hatte, und immer total schnell bei mir mit der Vorsorgeuntersuchung fertig war. Bei dem war immer alles bestens mit meinem Gebiss. Bis er ein ganz kleines Loch entdeckte. Und da ich diesbezüglich dann eine Zweitmeinung und außerdem einen Zahnarzt in der Nähe haben wollte, habe ich gewechselt.
Der neue Zahnarzt fand zusätzlich zu dem kleinen Loch noch ein kleines Loch ganz woanders, das der alte Zahnarzt übersehen hatte. Und beim Aufbohren fand er noch im Nachbarzahn ein weiteres kleines Loch. Mal eben 3 Zähne gebohrt und 3 Füllungen bekommen. Und das, wo ich angeblich seit über 10 Jahren keinerlei Probleme hatte.
Zudem erfuhr ich vom neuen Zahnarzt, dass meine Amalgamfüllungen fast allesamt undicht seien. So musste ich auch noch 4 Füllungen auswechseln lassen. Nee, das geht gar nicht ins Geld, wenn man nicht das billigste, zuschussfreie Material haben möchte... Ich war also erstmal Dauergast in dem Laden. Und es hört einfach nicht auf...
Unter der einen undichten Amalgamfüllung hatte sich mittlerweile soviel Karies angesammelt, dass ich Schmerzen bekam und eine Wurzelbehandlung brauchte. Meine 1. Wurzelbehandlung ever, ich war überglücklich, soll man doch jeden Tag was Neues erleben!
3 Sitzungen waren das, und bei der Gelegenheit hatte ich - über den HNO-Arzt - auch noch eine Knirschschiene für die Nacht verordnet bekommen, die gab's also noch gratis obendrein zur Wurzelbehandlung. Warum auch nicht? Man nimmt doch mit, was man kann! Und das Teil ist auch gar nicht eklig...
Nun war ich heute für die letzte Amalgamfüllung da. Und erwähnte, dass der wurzelbehandelte Zahn immer noch schmerzte. Woraufhin mein Zahnarzt meinte, dass da wohl eine Wurzelspitzenresektion fällig werden könnte. Und ich dachte, nach der letzten Amalgamfüllung sei mein Dauerabo beim Zahnarzt endlich vorbei!
Ich komme mir vor wie so eine alte Mittelaltermatrone mit lauter Zahnlücken. Als hätte ich nie meine Zähne geputzt und mich nie um sie gekümmert. Als würde mir bald das Gebiss rausfallen. (Dummerweise träume ich das tatsächlich ständig!). Wie kann das sein, dass ich nur noch Stress mit diesen blöden Scheißzähnen habe?! Ich habe da keinen Bock mehr drauf, echt nicht. Hab ich das verbockt, was hab ich falsch gemacht? Ich putze meine Zähne ordentlich und alles. Hat es mein alter Zahnarzt verbockt, weil der keinen Wert auf Vorsorge legt? Auch wenn ich nach Zahnreinigung fragte, meinte er immer, das sei bei meinen Zähnen nicht nötig. Deshalb dachte ich wirklich, dass meine Zähne echt in Ordnung seien. (Wenn man mal vom Schiefstand einiger Gesellen absieht.)
Bezüglich der Wurzelspitzenresektion meinte er, falls es wirklich eine Entzündung sei, wird es auch nicht mehr schlimmer, sprich wenn mich die Schmerzen nicht allzu sehr stören, kann ich auch nochmal weitertesten, ob's vielleicht doch noch weggeht. Und das mache ich auch, denn ich hab echt nicht vor, mich schon wieder die nächsten Wochen in diesen Folterstuhl zu setzen. Mein Zahnarzt ist wirklich nett, erklärt viel und alle Behandlungen waren bislang schmerzfrei, aber eine WSR? Nee, davor hab ich echt Schiss... Und ich will endlich, dass ich nur noch 1-2x im Jahr zur Vorsorge zum Zahnarzt muss und der mir dann immer sagt: "Alles in Ordnung." :-((((
Mich wundert, dass Dein alter Zahnarzt nicht gleich auf den Zug aufgesprungen ist, denn schließlich hättest Du eine Zahnreinigung selber zahlen müssen und der Porsche will ja finanziert sein... ;)
AntwortenLöschenIch habe in den letzten Jahren gemerkt, dass man Zahnärzten nicht trauen kann. Der Gatte hat sogar gegen seinen prozessiert.
Vielleicht sind Deine Zähne einfach zu weich und deshalb die vielen Probleme.
Ich drücke die Daumen, dass die Schmerzen weg gehen...
LG
Zitat: Bei dem war immer alles bestens mit meinem Gebiss. Bis er ein ganz kleines Loch entdeckte. Und da ich diesbezüglich dann eine Zweitmeinung und außerdem einen Zahnarzt in der Nähe haben wollte, habe ich gewechselt.
AntwortenLöschenHattest Du bis dahin Probleme mit ihm? Wozu also die Zweitmeinung? Für mich klingt das nach: "Kann ja gar nicht sein, dass alles bei mir OK ist!" Und so ist es dann auch gekommen...
Der neue Zahnarzt scheint geschäftstüchtig zu sein, während der alte ehrlich war...
Denk mal drüber nach...
@Anonym: Vielleicht hast du recht - aber wie soll ich das rausfinden? Das ist ja die Frage. Meinst du, der neue erfindet einfach Löcher und bohrt gesunde Zähne an? Wär doch schon extremst krass. Und die Schmerzen an dem Zahn, wo die Amalgamfüllung schon undicht war, waren ja mehr als real... Ich glaube, da werden wir unterschiedlicher Meinung bleiben. Ich kann dir nur sagen, was aus meiner Sicht für den neuen ZA spricht.
AntwortenLöschenDie Zweitmeinung holte ich ein, weil ich schon seit Längerem das Gefühl hatte, der alte ZA hat überhaupt keinen Bock, richtig Vorsorge zu betreiben. Außerdem wollte ich dann auch wegen der Ferne (Der alte war schon immer mein ZA und blieb es aus Bequemlichkeit erstmal, als ich 20 km weiter wegzog.) früher oder später einen neuen ZA in der Stadt suchen, und das war dann ja ein guter Grund, das mal in Angriff zu nehmen.
Mein Vater war auch immer bei meinem alten ZA, und da wurde auch erst was gemacht, als er ein komplettes Gebiss benötigte, sprich: als es zu spät war. (Mein Vater kommt aus einem sehr armen Elternhaus vom Land, wo man nicht sonderlich viel zum Thema Zahnpflege mitgekriegt hat, und war natürlich selbst schuld, aber trotzdem.) Kann man also argumentieren: Der neue beseitigt die Probleme, sobald sie sichtbar sind. Der alte wartet einfach ab, bis alles im Arsch ist und er was an Gebissen und Implantaten verdient. Der alte war übrigens wirklich schon älter, vielleicht hat er es nicht mehr nötig gehabt, kleinere Sachen zu machen, wo man nicht so viel Geld dran verdient? Kann man doch auch so sehen.
Unterschied auch zum neuen ZA: Der neue nimmt sich sehr viel Zeit, erklärt mir alles geduldig, der alte hat mich bei jeder Frage abgewimmelt. Man hat direkt gemerkt, dass der einen so schnell wie möglich abfertigen wollte. Reingucken, alles in Ordnung und schnell in den nächsten Behandlungsraum, bevor man was fragen konnte.
Mein neuer ZA fand beim Bohren eines Loches ein weiteres, sehr kleines Loch im Nebenzahn. Als er fragte, ob er das gleich mitmachen sollte oder ob man es erstmal beobachten sollte, überlegte ich, da ich gerade arbeitslos war, ob ich nochmal weitere 75 € momentan stemmen könne. Und da er merkte, dass ich es nicht so dicke habe momentan, meinte er, ok, er macht das jetzt gleich mit und berechnet mir das nicht, denn er will hier auf keinen Fall ein Loch unbehandelt lassen. Klar kann man jetzt sagen: "Ja meine Güte, 75 € sind ja auch nix für den!", aber er hätte es nicht machen müssen, und geschäftstüchtig isses ja auch nicht, ein Loch umsonst zu behandeln (mit dem zuzahlungspflichtigen Füllmaterial). Und in anderen Dingen - ich will jetzt keine Romane schreiben - hat er mir und Anderen zu Methoden geraten, die seiner Meinung nach mindestens genauso effektiv wie die teureren Alternativen waren. Deshalb glaube ich nicht, dass er so wahnsinnig geschäftstüchtig ist, dass er mir nun lauter Probleme erfindet, die ich eigentlich nicht habe. Und bei den Amalgamfüllungen hatte ich irgendwann sogar den metallischen Geschmack im Mund (und dann ja auch den Schmerz) - ich glaube tatsächlich, ein Austausch war bei einigen der Füllungen überfällig, was man ja auch daran sehen konnte, dass bei dem einen Zahn unter der Amalgamfüllung bereits eine Entzündung da war, die dann zur Wurzelbehandlung führte. (Und mit ganz viel Pech bald zu einer WSR...)
Er hat gesagt, wenn die Amalgamfüllungen ausgetauscht sind und die kleinen Löcher, wegen denen ich damals zu ihm bin, gebohrt wurden (Alles erledigt mittlerweile.), dann werde ich sicherlich lange Zeit keinerlei Probleme mehr haben und nur noch zur Vorsorge kommen müssen. Mich fuckt's nur an, dass jetzt der eine Zahn so im Arsch ist, dass das lauter Probleme nach sich zieht und ich momentan für meine Verhältnisse Dauergast bin (8 Termine in einem Jahr!). Und ich denke einfach, eine undichte Amalgamfüllung hätte der alte ZA erkennen müssen!
Leider weiß ich bei Ärzten sowieso nie, wem man mehr trauen kann. Ist jetzt nicht nur bei Zahnärzten so, sondern auch bei allen anderen Medizinern...
Du meine Güte, wasn langer Kommentar!... Ich muss mich mal in Zurückhaltung üben!
LöschenAlso, Vorsorge ist immer schlecht, egal, bei welchem Arzt. Warum zum Arzt gehen, wenn es nicht weh tut?
AntwortenLöschenIch denke, bei den Zähnen ist es nicht nur Ansichtssache, warum tatsächlich etwas tun, wenn es nicht weh tut? Da hat der neue Zahnarzt wohl seinen Geschäftssinn entdeckt.
Mir ist mal eine Zahnbrücke rausgefallen und nach dem Wiedereinsetzen sagte der Zahnarzt "Ach, da ist ja woanders noch ein Loch, das erledigen wir gleich" ohne Betäubung und hat gar nicht wehgetan, vorher nicht und jetzt auch nicht. Komisch, nä? Aber 170 Euro gelöhnt.
Finden tun sie immer was und erzählen können sie Dir alles, keine Frage. Wenn es Schmerzen gibt, muss man natürlich behandeln. Merkwürdig wird es nur dann, wenn ein Loch nach dem anderen kommt und am Ende immer, immer wieder die Wurzel behandelt werden muss. Hier spielt auch die Geschicklichkeit des Zahnarztes eine entscheidende Rolle.
In Deutschland bist Du sowieso verloren, wenn du Zahnersatz, Inlays oder Brücken brauchst. Bezahlt wird nur die Hälfte der Grundversorgung, das sind in der Regel minderwertige und für Allergiker schädliche Gußfüllungen und -kronen. Das einzig Wahre sind aber - im Backenbereich - Goldfüllungen, bei Bedarf und aus optischen Gründen mit Keramik überkront, da bist Du persönlich schnell mit tausend Euro pro Zahn dabei. Was für ein fettes Geschäft!
Ja, leidiges Thema. Vermutlich misstraut der Großteil der Patienten ihren Zahnärzten. Aber einen finden, dem man 100%ig vertraut, ist auch nahezu unmöglich. Das müssen dann schon Verwandte sein, aber leider gibt's keine Ärzte in meinem Familien- oder Bekanntenkreis. Ich hatte die gleiche Sch... auch mit Frauenärzten. Die eine entdeckte ein Myom und wollte mich ohne weitere Erklärung im Krankenhaus aufschneiden lassen. Ich ging zu einer Anderen, die mir erklärte, dass das nicht nötig sei, da gutartig und man müsse nur beobachten, ob es wächst. (Der Ultraschall dafür wird mittlerweile nicht mehr von der Kasse gezahlt, klar, löhnt 100 € oder riskiert halt Krebs. Nette Sache.) Jemand meinte neulich, meine jetzige Frauenärztin tauge nichts. Und so hört man immer von allen Ärzten gute und schlechte Meinungen und ist total unsicher. Aber irgendwo muss man ja hin...
LöschenDie Wurzelbehandlung war bei dem alten Zahn mit Amalgamfüllung nötig. Und die hat er mir auch nicht aufgedrängt, ich habe da sehr lange gewartet und gehofft, dass der Schmerz weggeht, aber dann war's einfach unabwendbar. Da musste man kein ZA sein, um zu wissen, dass es nicht anders geht. ;-) (Die "Diagnose" bekam ich auch von Nicht-Zahnärzten, immerhin tat der Zahn 8 Monate weh... Ja, ich zögere gerne hinaus.) Die kleinen Löcher waren nach der Behandlung alle fein, da tut nix weh und muss auch nix mehr gemacht werden.
Zur Vorsorge gehe ich, da ich gesetzlich versichert bin, und wenn man da nicht nahtlos jedes Jahr hingeht, wird der Zuschuss nicht gewährt. Auch wenn dann manche sagen, das ist sowieso nicht viel, aber so lange ich nicht Krösus bin, bin ich um jeden Euro froh, den ich nicht selbst löhnen darf. Außerdem habe ich zwei Eltern, die beide mittlerweile ein Totalgebiss haben, da gehe ich lieber zu oft als zu selten hin... Ich habe echt panische Angst, dass mir die Zähne ausfallen!
Also, zum Bonusheft beim Zahnarzt hab' ich's, glaub' ich, schon mal vorgerechnet. Geht man fünf Jahre regelmäßig zur Vorsorge, bekommt man zehn Prozent mehr bezahlt, bei zehn Jahren zwanzig Prozent - von der Grundversorgung. Eine Gußkrone kostet ca. 250 Euro, davon werden 50% immer bezahlt, mit Bonusheft 60% bzw. 70% Prozent, also 25 bzw. 50 Euro mehr. Dafür zahlt man mindestens einmal im Jahr 10 Euro Praxisgebühr, also 50 Euro für 25 Euro Ersparnis (bzw. 100 Euro für 50 Euro). Da spart man nicht viel ...
AntwortenLöschenFür die Vorsorge habe ich nie 10 € gezahlt, weil da nie was anfiel. ;-)
AntwortenLöschen