Ich habe ja einen 2jährigen Neffen, mein Patenkind. Der Kleine ist ein sehr sehr aufgewecktes Energiebündel, das Eltern und Großeltern ordentlich auf Trab hält. Ich sehe ihn leider nur ca. 1x im Monat für ein paar Stunden. Dementsprechend konnte er zeitweise nichts mit mir anfangen, doch das änderte sich wieder, als er anfing zu sprechen und mir einen Namen zuordnen konnte. Seitdem krächzt er ständig meinen und Männchens Namen durch den Hörer, wenn ich ihn anrufe, und freut sich über unsere Besuche. Wobei er Männchens Namen viel öfter ruft als meinen, was ein bisschen enttäuschend ist, immerhin bin ICH die Blutsverwandte und Patin!
Nun habe ich mich die ganze Zeit gefragt, wann bei dem Kleinen die Sprachexplosion ausbricht, von der ich gelesen habe. Lange Zeit hat er nämlich nur ein paar einfache Wörter von sich gegeben, bei denen es sich meist um Vokabular handelte, das nur er beherrscht. Z. B. "Aga" (Auto), "Anna" (Katze), "Didi" (Hochnehmen) und "Happen" (der Rest...).
Ich schätze, für meinen Neffen standen erstmal andere Dinge als das Erlernen deutscher Vokabeln im Vordergrund. Aber immerhin plappert er nun alles nach, was man ihm vorspricht, und hat seinen Wortschatz schon um viele schöne Wörter wie "Spiegelei" oder "Ciao" sowie die Namen aller Menschen, mit denen er regelmäßig zu tun hat, erweitert. Es ist immer allerliebst, dieses putzige Stimmchen zu hören, wenn es ein neues Wort nachkrächzt. (Hat aber nichts daran geändert, dass ich von den von Kindern angesagten Haltestellen in den Öffentlichen noch immer Ohrenbluten bekomme!)
Ich bin also gespannt, wann man so richtig mit ihm reden kann. Eltern dürfen mir gerne erklären, wie lange das noch dauert. Ich bin nämlich schon ganz scharf drauf, mit dem Kleinen Gespräche zu führen und ihm die Welt zu erklären. Dank mir hat er auch schon eine ordentliche Mini-Bibliothek zu Hause herumliegen. Als einzige Verwandte mütterlicherseits mit Abi und gar Hochschulabschluss habe ich mir vorgenommen, die intellektuelle Tante zu geben, die ihn in die Welt des Wissens einführt, ihn in Museen, Theater und sowas mitschleppt (natürlich nur kindgerechte Programme!). Alles, was ich früher nicht kannte, weil meine Eltern kein Interesse an sowas hatten. Ich scharre schon mit den Hufen.
Ja ist schon erstaunlich im Leben eines Kindes, manchmal denkt man, hoffentlich wird es bald groß, und wenn sie dann aber groß sind, dann ...ach dann wünscht man sie sich ein wenig kleiner :(
AntwortenLöschenMach weiter so, ich denke Du bist auf dem Besten Wege seine Lieblingstante zu werden, ich hätte mir jedenfalls damals gerne so eine gewünscht :)
:-) Ich arbeite dran, die Lieblingstante zu werden. Aber die Konkurrenz ist nicht groß, die andere Tante, meine Schwester, ist zwar öfter präsent, da sie noch bei den Großeltern lebt, ist aber eher für das Grobe wie Blödsinnmachen zuständig und kommt mir interessenmäßig nicht ins Gehege. Und die 3. Tante (von der väterlichen Seite) hat keinerlei Interesse und sieht ihn ungefähr 1x im Jahr...
AntwortenLöschenWow, du wirst eine großartige intellektuelle Tante sein!
AntwortenLöschenIn meiner Stadt haben sich übrigens auch die Kinder in die Busdurchsagen geschlichen. Es gibt eine Stimme, die ich besonders hasse, ich glaube, wenn ich die mal in Echt höre, muss ich stark an mich halten. Aaaaaah!
Herzlichst, die Eule