14. März 2012

Darf man...

... böse Briefe an eine Firma schicken, bei der man sich beworben hat?

Folgender Sachverhalt: Ich hatte mich für eine Stelle beworben, die im Oktober 2011 losgehen sollte. Ich erhielt keinerlei Reaktion. Im Januar mailte ich der zuständigen Person und fragte höflich nach. Ich bekam wieder keinerlei Reaktion. Ein paar Wochen später rief ich die zuständige Person dann an. Sie meinte, sie würde es nur alles koordinieren und die Entscheidung fiele dann an einer anderen Stelle. Konnte mir aber schonmal sagen, dass die Stelle, auf die ich mich beworben habe, bereits vergeben ist. Und was ist mit der Absage, kommt die dann auch mal offiziell? Ähm ja, die kommt bestimmt demnächst. Das ist nun 1,5 Monate her...

Ich würde gerne an solche Idioten - Denn es liegt noch ein ganz ähnlicher Fall vor. - einen freundlichen Brief verfassen, in dem ich höflich darum bitte, mir meine Bewerbungsunterlagen zurückzuschicken, da ich davon ausgehen darf bzw. weiß, dass die Stelle schon seit Längerem vergeben ist. Und dass es doch kein großer Aufwand ist, ein liebloses Standardschreiben aufzusetzen, bei dem man nur den Namen einsetzen muss und das dann an alle Bewerber schicken kann. Und falls ihnen personaltechnisch die Kapazitäten dazu fehlten, biete ich mich gerne als qualifizierte, gut organisierte Bürokraft an!

Was meint ihr? Soll ich mal machen? Nur um mich mal auszutoben. Denn ich finde es völlig daneben, wie scheiße man Bewerber behandelt und dass man es nie für nötig hält, denen Bescheid zu geben, wenn man sie nicht will. Ich weiß, das ist mittlerweile in dieser traurigen Gesellschaft gang und gebe, aber muss ich mir denn alles gefallen lassen? Und nein, die Jobs sind definitiv nicht mehr offen, man will mich dort nicht und es ist mehr als unwahrscheinlich, dass ich mich jemals wieder in den Läden bewerbe. Mir juckt's grad echt in den Fingern!

6 Kommentare:

  1. Miststände, die ich auch gerade durchaus teilen kann *hmpf*
    Ich würde mich aber nie trauen, dorthin zu schreiben. Auch, weil Firma a und Forma b möglicherweise durchaus kommunizieren.

    Aber wenn du dich traust, wäre ich gespannt, was passiert. An sich wäre ja gegen ein niveauvolles Kritisieren auch nichts Verwerfliches...

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  2. Tu das! Muhahaar!

    Exakt das gleiche ist mir auch mal vor Jahren passiert. Ich habe dann eine Mail geschrieben, mit ähnlichem Wortlaut wie der in Deinem Post.
    Als Antwort bekam ich von der Tippse:
    "Sie können sich gerne bewerben. Bewerbungen schicken Sie bitte an Herrn XY".
    *augenroll*

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  3. Mach es!

    Ich finde es unverschämt, dass die einfach auf den Unterlagen sitzen bleiben. Allerdings lies Dir vorher nochmal die Stellenbeschreibung durch. Nicht, dass da drin steht, dass sie die Unterlagen nicht zurücksenden. DAS wäre dann äußerst peinlich... ;)

    LG

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  4. @Manu: Das sind alles öffentliche Stellen, die senden normalerweise alles zurück. Aber davon abgesehen - eine Absage könnten sie trotzdem mal senden!

    @Citara: Wie gesagt, öffentliche Stellen. Als ob die miteinander kommunizieren... In den Läden wird noch nichtmal zwischen den Abteilungen kommuniziert. Aber wäre ja auch egal, denn ich hab ja bei beiden keine Chance.

    @Juliane: Das ist ja zu geil. Da war wohl die Sekretärin auch ein bisschen verbittert, wie's klingt... oder absolut ironie-resistent.

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  5. Ich würde an Deiner Stelle die Unterlagen auf jeden Fall zurückfordern. Allerdings muss ich Citara recht geben, man sollte immer davon ausgehen, dass a mit b spricht. Auch wenn es vielleicht ungewöhnlich ist.
    Deshalb würde ich einen sachlichen Ton anschlagen - soweit es Dir möglich ist. Deine Wut verstehe ich nämlich nur zu gut!

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  6. Das scheint mittlerweile völlig gesellschaftsfähig zu sein. Respekt ist out. So nach dem Motto: Du willst ja was von denen und nicht umgekehrt.
    Mir unverständlich neben diesem Mangel an elementaren Umgangsformen ist auch die Unprofessionalität einer solchen Arbeitsweise. Das kann man doch tatsächlich zeitnah rückmelden und die Unterlagen zurücksenden?!
    Grundsätzlich hab ich bei sowas auch die Tendenz, meinen Unmut kundzutun. Kommt nicht immer gut an ;-) Andererseits muss man auch nicht an allem ersticken. Und offenbar ist es nötig, manche Menschen auf Defizite zu stoßen. Klar, sollte man höflich tun. Man muss sich ja nicht auf deren Niveau herablassen ;-)
    Liebe Grüße
    Christine

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