2. Januar 2012

Spaß mit dem Arbeitsamt - Die Fortsetzung...

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Also, es ist so: Nach vielleicht 4 Tagen hatte ich tatsächlich einen großen Umschlag im Briefkasten. In diesem befand sich eine Einladung zu einem Kaffeekränzchen mit einem netten Herrn vom Arbeitsamt, und hey, der Termin passte mir sogar, da ich momentan um 8 Uhr prinzipiell nie was vorhabe.

Dazu noch ein ganzer Summs an Unterlagen, die ich ausfüllen und zusammen mit einer kompletten Bewerbung (inkl. Anschreiben, Lebenslauf und allen Zeugniskopien) noch vor dem Termin zurückschicken sollte. Das artete ja noch richtig in Arbeit aus! Zudem hatte ich Bedenken, ob der Gute das überhaupt noch schafft, sich die Sachen vorher anzugucken.

Am besagtem Donnerstag stand ich um 7:30 Uhr an der Haustüre und wollte los, da klingelt das Handy. Eine Frau vom Arbeitsamt: "Herr Unfähig ist leider erkrankt und deshalb fällt Ihr Termin aus. Sie bekommen dann einen neuen Termin per Post."

Ja, per Post, wieso auch anders, der Postweg ist ja bekanntlich der Schnellste, denn E-Mail oder gar Telefon sind ja bislang noch nicht erfunden worden.

Das Ganze passierte am 8.12. Und jetzt ratet mal, ob ich einen neuen Termin im Briefkasten liegen hatte bislang? Eben. Und irgendwie habe ich auch keinen Bock, wieder nen Öro zu verschleudern für eine Dumpfbacke an der Hotline, die mir nur erklärt, dass der Typ noch krank ist oder einfach keine Termine momentan frei sind. (Oder dass die Leute im Arbeitsamt seit Nikolaus nicht mehr arbeiten, weil sich da ja dann wegen Weihnachten eh im Dezember so ganz grob gesehen ein Feiertag nach dem andern die Klinke in die Hand gibt und es sich doch dann gar nicht lohnt, zur Arbeit zu erscheinen...)

Na ja, gibt mir eine bessere Grundlage für meine Anfrage, ob man Leute im Arbeitsamt bräuchte. Ich könnte sowas sagen wie: "Ich sehe ja, dass bei Ihnen die Leute ständig krank oder so überfordert sind, dass Sie gar nicht erst zu Terminen auftauchen (siehe die Uni-Beratung). Sie brauchen doch sicherlich noch jemanden, der Sie unterstützt!"

Und zwischenzeitlich werde ich's dann nochmal parallel bei der Hochschulberatung an der Uni probieren, aber ob die Herrschaften sich nochmal zu einem der Termine tatsächlich in die Uni bequemen, nachdem die da so eine Laissez-faire-Haltung einnehmen, ist auch wieder ne andere Frage. Und im Februar sind dann ja schon wieder Semesterferien... Dabei wollte ich mich weder arbeitssuchend melden noch Geld vom Staat beantragen, sondern nur eine beschissene Beratung haben, mehr nicht!

2 Kommentare:

  1. Hm, nimms mir nicht übel, aber was erwartest du eigentlich? Dass dir jemand vom Arbeitsamt deine berufliche Perspektive aufzeigt und dir alle weiteren Schritte in deinem Werdegang plant? Sorry, aber wenn man ein Studium wählt, das auf keinen konkreten Beruf hinausläuft, muss man sich doch selbst Perspektiven schaffen? Sprich: Praktika machen, Kontakte knüpfen, sich überlegen, mit welchen Schlüsselqualifikationen man wo punkten kann?!
    Klar, die Terminsache ist unmöglich! Und auch typisch (hab selbst mehr als schlechte Erfahrung mit dem Arbeitsamt). Aber zu erwarten ist dort NICHTS. Kein Jobangebot, keine tolle Umschulung und auch keine Beratung, die einem wirklich weiterhilft. Ja, das kann man berechtigterweise kritisieren.
    Aber vermutlich musst du denselben Weg gehen wie so viele andere: Erstmal fachfremd irgendwo unterkommen und Geld verdienen, den Fuß in irgendwelche Türen bekommen und nach und nach irgendwo landen, wo man erworbene Fähigkeiten tatsächlich einsetzen kann.
    Ich wünsch dir für 2012 weniger Frust, gute Ideen und ganz viel Erfolg, Menschen, die dir weiterhelfen und dass sich viele deiner Wünsche erfüllen!
    Christine

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  2. Klar bewerbe ich mich, und natürlich auch FACHFREMD! Ich bin doch nicht blöd! Und klar läuft mein Studium auf einen konkreten Beruf hinaus, genauso wie BWL oder Jura oder Germanistik. Ich hab doch nicht "Larifaritralala" studiert. Nur gibt es eben momentan so gut wie keine Stellen, was aber in jedem x-beliebigen 08/15-Studiengang ebenfalls passieren kann.

    Eine Dame, die mittlerweile im Career Service tätig ist und das gleiche Problem hatte wie ich, (u. a. Geisteswissenschaftlerin) hat mir jedoch dringend empfohlen, auch diese Beratung zu nutzen, da ja vielleicht tatsächlich entweder gerade was vorliegt (Natürlich nicht in meinem Bereich, aber ich hatte ja shconmal erwähnt, dass ich auch noch u. a. eine kaufmännische Berufsausbildung vorzuweisen habe, ist also nicht so, dass ich total nutzlos wäre.) oder man manchmal das (zweifelhafte) Glück hat, direkt vom Arbeitsamt gefragt zu werden, ob man bei ihnen mal anheuern will ne Zeitlang, was durchaus schon einer Bekannten von mir passiert ist. Aber dafür muss man halt erstmal mit jemndem sprechen können. Ich suche schon seit fast einem Jahr eigenständig nach Stellen, dass das Arbeitsamt unnütz ist, weiß ich ja auch schon so und kam bisher ohne die gut klar. Aber es ist doch schon witzlos, wie schwierig es ist, an einen Termin ranzukommen, dabei hat mich die dumme Nuss, obwohl ich es nicht wollte, da ich ja gerade noch einen Halbtagsjob habe, sofort arbeitssuchend gemeldet, obwohl ich noch nichtmal jemanden sprechen durfte bislang.

    Viele Grüße!

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